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Teleskope spüren kühlen, kaum sichtbaren Stern auf:

Dunkle Materie im All direkt beobachtet

Garching - Astronomen haben erstmals die Dunkle Materie im All direkt beobachtet. Das Hubble-Weltraumteleskop und das in Chile stationierte Großteleskop (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Garching bei München hätten einen kühlen, kaum sichtbaren Stern aufgespürt, der zur gesuchten Dunklen Materie gehöre, sagte der ESO- Astronom Richard West am Donnerstag.

Diese Entdeckung eröffne eine neue Ära der Astronomie, urteilt Andrew Gould von der Ohio State Universität im britischen Wissenschaftsjournal "Nature", in dem die Beobachtungen erschienen sind (Bd. 414, S. 617).

Die bislang nur indirekt nachgewiesene Dunkle Materie soll Berechnungen zufolge mindestens drei Viertel der gesamten Masse des Universums ausmachen. Über ihre Natur herrscht aber seit langem weitgehend Rätselraten. Die Entdeckung des schwach leuchtenden Sterns stützt nach Ansicht der Forscher die Theorie, dass es sich bei einem großen Teil der Dunklen Materie um nahezu unsichtbare Ministerne handelt. Darüber hinaus sind schwere, geisterhafte Elementarteilchen namens WIMPs als Kandidaten für die Dunkle Materie im Gespräch.

Sternenlicht wie ein Vergrößerungsglas verstärkt

Die Entdeckung nahm West zufolge vor mehreren Jahren ihren Anfang mit der Beobachtung, dass ein Stern unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke, plötzlich heller zu strahlen begann. Die Forscher vermuteten, dass sich ein dunkles Objekt in die Sichtlinie geschoben hatte und durch den so genannten Gravitationslinseneffekt das Sternenlicht wie ein Vergrößerungsglas verstärkte. Dieser Effekt ist bereits vielfach beobachtet worden und gilt als indirekter Nachweis der Dunklen Materie.

Objekt bewegte sich aus der Sichtlinie

Sechs Jahre nach dem Aufleuchten des Sterns zeigte das Hubble- Teleskop das lichtschwache Objekt unmittelbar daneben, das sich inzwischen aus der Sichtlinie bewegt hatte. Zusammen mit den Beobachtungen des ESO-Großteleskops stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen sehr kleinen roten Stern in unserer Milchstraße handelt, der 600 Lichtjahre entfernt ist und lediglich fünf bis zehn Prozent der Masse der Sonne besitzt. Ein Lichtjahr sind knapp zehn Billionen Kilometer. Damit ergebe sich erstmals ein vollständiges Bild von einem Mitglied der geheimnisvollen Dunklen Materie, schreiben die Astronomen. Demnach sei zumindest ein Teil davon offensichtlich nicht ganz so dunkel wie angenommen.

dpa


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Zuletzt geändert am 6. Dezember 2001 17:47 von aj

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