IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Do 06.12.2001

 Nachrichten

   vom 06.12.01

Taliban-Füher gibt Kandahar auf
Pleite-Rekord
in Deutschland

Lebenslang für Alexandras Mörder
Raumfähre startet mit neuer ISS-Besatzung
Dunkle Materie direkt
im All beobachtet

Arafat stößt auf heftigen Widerstand
EU will unerbetene Werbemails verbieten
Stefan Raab: Für Moldawien bei Olympia
Wochenend-Wetter ruhig und sonnig
Karikatur
Foto des Tages


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

Robertson kündigt langfristigen Kampf gegen den Terror an

NATO will Ausbau militärischer Fähigkeiten prüfen

Brüssel - Die NATO hat einen langfristigen und entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus angekündigt und will dazu auch die Erweiterung militärischer Fähigkeiten prüfen. In einer gemeinsamen Erklärung, auf die sich die Außenminister der Allianz am Donnerstag in Brüssel einigten, wurde Terrorismus als "Geißel der Menschheit" verurteilt, für die es keine Rechtfertigung gebe.

Anklicken zum Vergrößern
Terrorismus als "Geißel der Menschheit" verurteilt: NATO- Generalsekretär George Robertson.

Die Allianz habe einen einzigartigen Beitrag in der weltweiten Koalition gegen den Terror geleistet, erklärte NATO-Generalsekretär George Robertson und verwies unter anderem auf die Bereitstellung von AWACS-Flugzeugen.

Sollten die Vereinten Nationen um logistische Hilfe für humanitäre Einsätze in Afghanistan bitten, stehe die NATO bereit. Eine NATO-Schutztruppe in Afghanistan werde derzeit aber nicht diskutiert, hieß es. Bekräftigt wurde, dass der Wiederaufbau Afghanistans entscheidend für die gesamte Region sei. Zuvor hatte Robertson bei der Eröffnung des Treffens, an dem auch Bundesaußenminister Joschka Fischer teilnimmt, eine "Null Toleranz"-Strategie in puncto Terrorismus angekündigt.

Verhinderung terroristischer Anschläge

Der Schwerpunkt bei der Terrorbekämpfung soll auf der Verhinderung terroristischer Anschläge liegen. Dazu sollen die Beziehungen zu anderen Staaten und internationalen Organisationen vertieft und die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union intensiviert werden. Abrüstung, Rüstungskontrollen und Nichtverbreitung von Waffen könnten einen entscheidenden Beitrag zur Terrorbekämpfung leisten, hieß es in der Erklärung der Minister.

Ausdrücklich wurde die Rolle Russlands nach dem 11. September gewürdigt. Moskau habe den Bündnispartnern substanzielle Zusammenarbeit angeboten, die eine neue Qualität in den Beziehungen aufzeige. Robertson sagte, die Anschläge in den USA hätten deutlich werden lassen, dass NATO und Russland mehr eine als trenne. Für die künftige Zusammenarbeit mit dem Kreml sollen zunächst gemeinsame Interessensphären definiert werden, bei denen Russland ein Mitspracherecht zugestanden werden könnte. Die genaue Form der Kooperation und ein Zeitplan sollen später erarbeitet werden.

Zusammenarbeit mit Russland

Robertson und der russische Präsident Wladimir Putin hatten kürzlich vereinbart, dass die Allianz und Moskau in einigen Bereichen der internationalen Politik gemeinsam handeln wollen. Bisher beschränkte sich die Partnerschaft auf reine Konsultationen im Rahmen des NATO-Russland-Rates. Mit dieser Form war der Kreml jedoch häufig unzufrieden und fühlte sich nicht als gleichberechtigter Partner behandelt. Am Freitag wird der russische Außenminister Igor Iwanow in Brüssel erwartet.

Optimismus in puncto EU-Eingreiftruppe

Auf ihrem ersten Treffen seit den Terroranschlägen in den USA betonten die NATO-Außenminister, dass den Beziehungen der Allianz zur Europäischen Union bei der Terrorbekämpfung besondere Bedeutung zukomme. Der Außenpolitische EU-Repräsentant Javier Solana äußerte sich vor Beginn des Treffens vorsichtig optimistisch, dass es in der Frage einer EU-Schnelleingreiftruppe zu einer Einigung kommen werde. Das NATO-Mitglied Türkei hatte am Wochenende signalisiert, die monatelange Blockadehaltung gegen den geplanten Zugriff der EU-Truppe auf NATO-Strukturen aufgeben zu wollen. Am Donnerstagabend wollten die NATO-Außenminister mit ihren EU-Kollegen zusammenkommen.

AP - Foto: AP


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web




Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 6. Dezember 2001 17:16 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum