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Fr 07.12.2001
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Biathlon-Weltcup in HochfilzenDeutsche Damen-Staffel hängt Weltmeister abHochfilzen - Im zweiten Rennen haben die deutschen Skijägerinnen mit dem ersten Saisonsieg ihren Traumstart in den Olympia-Winter gekrönt. In der Besetzung Uschi Disl (Moosham), Katrin Apel (Oberhof), Martina Zellner (Hammer) und Martina Glagow (Mittenwald) gewannen sie am Freitag die Staffel-Entscheidung über 4 x 7,5 km beim Weltcup in Hochfilzen ohne Strafrunde mit nur vier Nachladern in 1:37:09,1 Stunden überlegen vor dem russischen Quartett. Die Weltmeister-Staffel lag im Ziel deutliche 48,3 Sekunden zurück. Platz drei ging mit 2:49,1 Minuten Rückstand an Frankreich.
"Das war eine hervorragende Leistung aller Vier", bilanzierte Bundestrainer Uwe Müßiggang, der auf die Vortages-Zweite Andrea Henkel (Oberhof) verzichtet hatte. "Wir haben sieben Mädchen, die alle in der Staffel laufen können. Ich weiß, was Andrea kann. Sie soll sich für das Verfolgungsrennen am Sonntag schonen", begründete er. "Der Staffelsieg sollte allen nach dem prima Auftakt im Sprint am Donnerstag weitere Sicherheit geben. Ich bewerte das nicht über, denn einige andere Länder werden noch stärker werden. Doch offensichtlich haben wir in der Vorbereitung nicht so viel verkehrt gemacht", fügte er schmunzelnd an. Starkes Comeback von Zellner Sieggarantin war Martina Zellner, die auf dem dritten Teilstück trotz eines Nachladers aus 16,4 Sekunden Rückstand einen Vorsprung von 1:00,6 Minuten machte. "Das sehe ich nicht ganz so. Es gewinnen oder verlieren immer alle vier", wies die bayerische Ex-Weltmeisterin das Kompliment zurück. "Doch es ist wahr: heute ging es bei mir läuferisch etwas leichter als gestern", fügte sie an. Mit 23:46,8 Minuten erzielte sie die schnellste Einzelzeit des Tages. Katrin Apel als Zweitschnellste aller 60 Starterinnen war nur drei Sekunden langsamer. Startläuferin Uschi Disl benötigte drei Reserve-Patronen und hatte als Dritte gewechselt. Katrin Apel lief um einen Platz nach vorn, nachdem sie zum ersten Male in ihrer Biathlon-Karriere in einem Staffelrennen ohne Nachlader ausgekommen war. "Das ist ein Super-Gefühl. Es war kein solches Angstschießen wie gestern im Sprint, wo drei Scheiben stehen geblieben waren", jubelte die blonde Thüringerin. Martina Glagow brachte den Erfolg ungefährdet ins Ziel Schlussläuferin Martina Glagow brachte den Erfolg ungefährdet ins Ziel. Sie imponierte mit zwei Schnellfeuer-Einlagen und hatte zwischenzeitlich sogar fast zwei Minuten Vorsprung auf Russland. "Auf der letzten Schleife konnte ich etwas das Tempo rausnehmen, denn der Vorsprung war deutlich", erklärte sie. Im Gefühl des deutlichen Erfolges griff sie sich eingangs der Zielgeraden eine große deutsche Fahne, ließ sich von den zahlreichen Fans feiern und weckte Erinnerungen an große deutsche Staffel-Erfolge der letzten Jahre. dpa |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | ||||||||||||||
Zuletzt geändert am 7. Dezember 2001 17:24 von tea