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Weltcup-Super-G in Val d'Isere: Stankalla stürzt

Eberharter fährt aus Maiers Schatten

Val d'Isere - Den deutschen Skirennläufern bleibt das Sturzpech im Olympiawinter treu. Stefan Stankalla, nach den schweren Verletzungen von Florian Eckert und Max Rauffer der letzte deutsche Mohikaner in den schnellen Disziplinen, war beim ersten Super-G der alpinen Weltcup-Saison im französischen Val d'Isere auf dem Weg zu einem Top-Ten-Resultat, als er zwei Tore vor dem Ziel von der Ideallinie abkam und mit Tempo 100 in die Sicherheitsmatten rutschte.

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Stephan Eberharter

Stankalla blieb zum Glück unverletzt, trotzdem ärgerte er sich über die vergebene Chance, sich vorzeitig das Olympia-Ticket für Salt Lake City zu sichern. "Ich war zu spät dran und habe die Linie unterschätzt. Es war ein Fahrfehler, einfach saublöd", gestand der 26-jährige Partenkirchner, der in der vergangenen Saison mit Platz fünf in Garmisch-Partenkirchen erstmals in die Weltspitze gefahren war. "Aber lieber so und ausgeschieden, als im Ziel und weit hinten. Ich werde auch in der Abfahrt wieder voll attackieren."

Den deutschen Nachwuchsfahrern erging es unter strahlend blauem Himmel auf der eisigen und schwierigen "OK-Piste" nicht viel besser. Thorsten Götze (Rettenberg) schied in seinem ersten Weltcuprennen ebenfalls aus, Christian Prassberger (Reit im Winkl) landete mit 6,2 Sekunden Rückstand auf dem drittletzten Platz (47.).

Erster Saisonsieg für den ewigen Zweiten

Der Mann des Tages in Val d'Isere hieß Stephan Eberharter. Nach drei zweiten Plätzen im Olympiaort von 1992 fuhr der "ewige Zweite" zu seinem siebten Weltcupsieg und trat schon im ersten schnellen Rennen des Winters aus dem langen Schatten des verletzten Superstars Hermann Maier. "Ich bin echt happy. Ich habe hier noch nie gewonnen, deshalb freut mich dieser Sieg ganz besonders", sagte der 32-Jährige und zeigte sich von der eigenen Leistung "gewaltig überrascht. Ich hätte nicht erwartet, dass es zum Sieg reicht, weil ich unterwegs doch ein paar Fehler hatte."

Es reichte, wenn auch knapp. In 1:26,53 Minuten stellte Eberharter mit der Startnummer sieben Bestzeit auf und verwies die Schweizer Didier Cuche (0,04 Sekunden zurück) und Silvano Beltrametti (0,65) auf die Plätze zwei und drei. Dahinter folgten die Österreicher Christoph Gruber (0,93) und Fritz Strobl (1, 26). Schon beim Riesenslalom-Auftakt in Sölden hatte Eberharter Platz zwei belegt, dieses Mal aber ließ er alle Rivalen hinter sich. Von einer Favoritenrolle für den Gesamt-Weltcup wollte der WM-Zweite im Super-G dennoch nichts wissen. `Ich bin gut in Form, und das war ein guter Einstieg in den Weltcup. Aber mein großes Ziel ist Olympia."

Herminator" gratulierte zum "großen Sieg"

In Nagano gewann Eberharter Silber im Riesenslalom, wie so oft musste er sich auch damals nur Hermann Maier geschlagen geben. Sein Verhältnis zu Österreichs Superstar war immer gespannt, nach dem Sieg in Val d'Isere aber verstanden sich die beiden Erzrivalen auf einmal bestens. Eberharter gratulierte dem "Herminator" noch im Zielraum per Handy zum 29. Geburtstag, der grüßte aus seinem Trainingslager in Obertauern freundlich zurück und gratulierte dem langjährigen Rivalen zum "großen Sieg".

Von Markus Seyrer, sid


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Zuletzt geändert am 7. Dezember 2001 14:49 von tea

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