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Polizeiwache in Gaza bombardiert - Mindestens 20 Verletzte

Israel setzt Luftangriffe fort

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Polistensische Polizisten gehen über die Trümmer ihres zerbombten Hauptquartiers in Gaza.

Gaza - Israel setzt seine militärischen Vergeltungsangriffe auf palästinensische Ziele fort: Am Freitag bombardierten Kampfflugzeuge eine Polizeiwache in Gaza und verletzten dabei mindestens 20 Menschen.

Der israelische Verteidigungsminister Binjamin Ben Elieser sagte nach dem Angriff, Israel sehe sich nach wie vor von Terroristen bedroht. In einer Erklärung der israelischen Armee hieß es, es seien palästinensische Einrichtungen angegriffen worden, die Terroroperationen unterstützt hätten.

Familien flohen in UN-Gebäude

Die beiden angegriffenen Gebäude gingen in Flammen auf. Staub und schwarzer Rauch erfüllten die Luft. Im Umkreis von 200 Metern gingen die Fensterscheiben der Häuser zu Bruch. Einige Familien flohen in Gebäude der Vereinten Nationen. Der Angriff erfolgte gegen drei Uhr Ortszeit (2.00 Uhr MEZ) - in dieser Zeit stehen die Moslems im Fastenmonat Ramadan auf, um vor Sonnenaufgang die erste Mahlzeit vorzubereiten. Im Schifa-Krankenhaus von Gaza behandelten die Ärzte 18 verletzte Polizisten. Außerdem wurden ein Mann und sein Sohn verletzt, die auf dem Weg zum Morgengebet waren. Die militärischen Operationen würden fortgesetzt, um die Sicherheit der israelischen Bevölkerung zu verteidigen, hieß es.

Panzervorstoß im Gaza-Streifen

Bei einem israelischen Panzervorstoß im Gazastreifen wurden mehrere Personen verhaftet. Drei Heerespanzer und ein Schützenpanzer stießen im südlichen Gazastreifen bei Abassan auf palästinensisches Gebiet vor. Die Soldaten durchsuchten etwa zehn Häuser und nahmen mehrere Personen mit, als sie nach 90 Minuten wieder abrückten. Unter ihnen war auch ein Reporter der palästinensischen Nachrichtagentur WAFA.

Israel hatte den Palästinensern nach zweitägiger Pause mit weiteren Angriffen gedroht, falls Präsident Jassir Arafat nicht gegen die Anführer militanter Organisationen vorgeht. Nach palästinensischen Angaben wurden seit Sonntag 180 antiisraelische Aktivisten verhaftet. Die israelischen Behörden haben jedoch erklärt, dass es sich bei diesen nicht um die Verantwortlichen für die Selbstmordanschläge vom Wochenende handelt. Bei diesen waren 26 Menschen ums Leben gekommen.

Unterdessen zog sich die palästinensische Polizei vom Haus des Gründers und geistigen Führers der Hamas, Scheich Ahmed Jassin, zurück. Man habe sich darauf geeinigt, dass er in seinem Haus bleiben und nicht mit Reportern sprechen werde. Am Donnerstag hatten sich deswegen Hamas-Anhänger Straßenschlachten mit den palästinensischen Sicherheitskräften geliefert.

Mehr Israelis laut Umfrage für Militäraktionen

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Zerstörter Bus in Haifa (Israel): Bei dem Anschlag vom 2. Dezember, zu dem sich die extremistische Hamas- Bewegung bekannte, kamen 16 Menschen ums Leben.

In der israelischen Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge die Unterstützung für ein militärisches Vorgehen gegen die Palästinenser gestiegen. Dagegen sprechen sich nach der Anschlagsserie vom Wochenende weniger Israelis als zuvor für Verhandlungen aus, wie aus der am Freitag in der Zeitung "Maariv" veröffentlichten Umfrage hervorgeht. 71 Prozent der Befragten befürworteten massive Militäraktionen gegen die Palästinensische Autonomiebehörde, und 56 Prozent würden die Ausweisung des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat begrüßen, hieß es weiter. Für die Gallup-Umfrage wurden 596 erwachsene Israelis befragt.

AP - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 7. Dezember 2001 12:01 von aj

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