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Seit zehn Tagen entführter Geschäftsmann im Jemen frei

Armee befreit deutsche Geisel

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Kairo/Sanaa - Jemenitische Sicherheitskräfte haben am Samstag in einem Überraschungsangriff den zehn Tagen zuvor entführten deutschen Geschäftsmann befreit. Der 46 Jahre alte Mann sei unversehrt, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit. Außenminister Joschka Fischer nahm die Befreiung der Geisel mit Erleichterung auf und dankte der jemenitischen Regierung für ihre Bemühungen.

Ein Sprecher der Kommunalvertretung der jemenitischen Provinz Marib sagte, die völlig erschöpfte Geisel sei zunächst in ein Militärlager gebracht worden. Nach Angaben des Auswärtigen wurde der Mann rund 170 Kilometer nord-östlich von Sanaa befreit. Er befinde sich inzwischen in der Obhut des deutschen Botschafters.

Jagd nach Entführern dauerte mehr als fünf Stunden

Die Jagd nach den Entführern habe mehr als fünf Stunden gedauert, hieß es in Sanaa. Die Spezialeinheiten hätten dabei unter anderem Hubschrauber eingesetzt. Die Soldaten hätten die Entführer so unter Druck gesetzt, dass diese ihre Geisel schließlich in einem Bergversteck zurücklassen mussten. Bisher sei nur einer der insgesamt vier Geiselnehmer von der Polizei festgenommen worden.

Die Bundesregierung hatte bei der Führung in Sanaa mehrfach darauf gedrungen, keine Gewalt anzuwenden, um das Leben des Deutschen nicht zu gefährden. Im Jemen hieß es allerdings, Präsident Ali Abdallah Salih, der sich zum Zeitpunkt der Geiselnahme zu einem offiziellen Besuch in Berlin aufgehalten hatte, habe sich durch die Entführung persönlich beleidigt gefühlt und auf einem schnellen Ende bestanden. Die Regierung in Sanaa hatte den Geiselnehmern zwei Mal Fristen von jeweils 48 Stunden gesetzt, um den Mitarbeiter einer deutschen Autovertretung im Jemen freizulassen. Die letzte Frist war am Freitagabend verstrichen. Wenige Stunden später begannen die Sicherheitskräfte ihre Befreiungsaktion.

Mitten in der Hauptstadt aus dem Auto entführt

Der deutsche Geschäftsmann war am 29. November mitten in der Hauptstadt aus seinem Auto heraus entführt worden. Die Kidnapper, die ihr Opfer mit vorgehaltener Waffe zum Einsteigen in ihr Fluchtfahrzeug zwangen, ließen sich auch durch mehrere Schüsse eines in der Nähe des Tatort postierten Wachmannes nicht von ihrem Vorhaben abbringen.

Über ihre Forderungen wurde offiziell nichts bekannt. Laut Presseberichten sollen sie ein Lösegeld von rund 500 000 US-Dollar (rund 562 000 Euro/1,1 Mio Mark) gefordert haben. In anderen Berichten hieß es, bei den Entführern vom Clan der El Zaijdi handele es sich um islamische Extremisten. Angehörige des gleichen Stammes hatten in diesem Jahr mehrere ausländische Geiseln genommen. Insgesamt wurden in dem südarabischen Land in diesem Jahr bereits vier Deutsche entführt, darunter auch einen Diplomaten.

dpa


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Zuletzt geändert am 8. Dezember 2001 13:13 von aj

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