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Mehr als zehn Verletzte - Scharon kündigt Vergeltung an:

Selbstmordanschlag in Haifa

Haifa - Der palästinensische Präsident Jassir Arafat kann die Selbstmordattentäter der extremistischen Organisationen offenbar nicht stoppen: Am Sonntagmorgen sprengte sich an einer belebten Kreuzung in der Nähe der israelischen Küstenstadt Haifa wieder ein Mann in die Luft und verletzte mindestens elf Menschen. An der Kreuzung hielten sich zum Zeitpunkt des Anschlags viele Soldaten auf, die zu ihren Stützpunkten zurückkehren wollten. Zuvor waren israelische Streitkräfte in den Ort Anabta im Westjordanland eingedrungen und hatten vier palästinensische Polizisten erschossen.

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Soldaten untersuchen den Tatort und die Leiche des Selbstmordattentäters, dessen Pläne noch zum Teil vereitelt werden konnten.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon sagte am Rande einer Kabinettssitzung: "Im Licht der Ereignisse müssen wir unsere militärischen Aktionen offenbar verstärken." Aus israelischen Behördenkreisen verlautete, der Attentäter habe zwei Bomben zünden wollen. Er habe geplant, zunächst eine kleine Explosion auszulösen, um dann nach dem Eintreffen der Rettungskräfte einen zweiten Sprengsatz zu zünden. Die Polizei habe den verletzten Täter jedoch nach der ersten Bombe erschossen. Der Sonntag ist in Israel ein normaler Arbeitstag. Wie es hieß, galt der Anschlag der Haltestelle israelischer Soldaten. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Attentat.

Erst vor einer Woche 15 Tote

Haifa war erst am vergangenen Sonntag Schauplatz eines schweren Bombenanschlags, für den ein palästinensischer Selbstmordattentäter verantwortlich war. Dabei wurden 15 weitere Menschen getötet. Tags zuvor hatten zwei andere Selbstmordattentäter in Jerusalem zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Einer der damals Schwerverletzten, ein 17-Jähriger, erlag am Samstag seinen Verletzungen. Die beiden Anschläge, zu denen sich die Organisation Hamas bekannte, führten zur jüngsten Eskalation des Nahostkonflikts. Die israelische Armee greift seitdem die Einrichtungen der palästinensischen Sicherheitskräfte und der Autonomiebehörde von Präsident Jassir Arafat an.

Kaltblütig erschossen oder Feuer erwidert?

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In einer Stellungnahme der israelischen Streitkräfte hieß es, Soldaten seien am Sonntag in mehrere Dörfer östlich von Tulkarem eingedrungen, um mutmaßliche Terroristen festzunehmen. Der Bürgermeister von Anabta, Hamdallah Hamdallah, erklärte, die vier Polizisten seien kaltblütig erschossen worden. Das israelische Radio berichtete, die Polizisten hätten auf israelische Soldaten geschossen, die dann das Feuer erwidert hätten. Ebenfalls am Sonntag wurde ein palästinensischer Taxifahrer im Westjordanland von israelischen Soldaten erschossen. Die Tat ereignete sich nach Angaben der Palästinenser in der Nähe von Dschenin.

Arafat fordert Stopp der Angriffe

Noch am Samstag hatte Arafat in einem Interview bekräftigt, dass die Autonomiebehörde weiter gegen militante Palästinenser vorgehen werde. Nach seinen Angaben nahmen die palästinensischen Sicherheitskräfte bereits 17 von 33 militanten Palästinensern fest, deren Festnahme Israel verlangt hatte. Arafat forderte aber auch die USA auf, größeren Druck auf Israel auszuüben, um ein Ende der israelischen Angriffe gegen palästinensische Ziele im Westjordanland und dem Gazastreifen zu bewirken.

Israelische Kampfflugzeuge schossen am Samstagmorgen neun Raketen auf eine Milizeinrichtung im Flüchtlingslager Rafah ab. Der Raketenangriff richtete sich gegen Gebäude der Milizeinheit Force 17, die Arafat als persönliche Garde dient.

AP, dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 9. Dezember 2001 14:24 von aj

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