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Schröder empfängt den russischen Präsidenten in seiner Privatwohnung:

Kanzlergattin zündete für Putin alle vier Kerzen an

Hannover - Die Temperaturen lagen nur knapp über dem Gefrierpunkt, als die Maschine von Präsident Wladimir Putin mit dem weiß-rot-blauen Streifen am Rumpf und dem russischen Wappen am Heck kurz vor 10.30 Uhr am Sonntagmorgen in Hannover-Langenhagen landete. Umso wärmer fiel die Begrüßung des russischen Präsidenten durch Bundeskanzler Gerhard Schröder aus. Der hatte trotz eines kalten Ostwinds die Krawatte abgelegt, eilte mit offenem weißen Hemd seinem Gast auf dem roten Teppich zur Umarmung entgegen.

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Herzliche Begrüßung: Gerhard Schröder umarmt Wladimir Putin bei dessen Ankunft am Flughafen.

Auch Putin, mit dem Schröder in der bereit stehende dunklen Limousine sogleich eine lebhafte Unterhaltung begann, trug lediglich ein schwarzes Strickhemd und keinen Schlips. "Mit ist gesagt worden, Herr Putin hätte auch keine Krawatte", hatte Schröder schon vor der Landung sein beinahe sommerliches Outfit erklärt.

Nicht nur die Kleidung war leger

Nicht nur die Kleidung war leger bei dem knapp zweistündigen Arbeitsessen, für das Schröder und Putin die zehn Kilometer zwischen dem Flughafen und der Privatwohnung des Kanzlers am hannoverschen Zoo zwei Mal gemeinsam im Auto zurücklegten. Der russische Präsident lobte später die "Wohnung der Familie des Herrn Bundeskanzlers" als "sehr bescheiden, dafür aber sehr gemütlich". Schröder selbst hob hervor "dass meine Frau sich sehr gefreut hat, Wladimir Putin bei uns zu Hause zu haben". Zusammen mit seiner Gattin sei er dem russischen Präsidenten und seiner Familie "persönlich freundschaftlich verbunden".

Den Brunch, den es in der Kanzlerwohnung gab, hatte Doris Schröder-Köpf selbst zusammengestellt. Putin beeindruckte besonders, dass die Kanzlergattin ihm zu Ehren schon am zweiten Advent alle vier Kerzen des Kranzes entzündete, damit "es gemütlicher ist". Bei dem kurzen Abstecher nach Hannover, den Putin bei seiner Rückreise von einem Besuch in Griechenland einlegte, blieb dann bei so viel Gemütlichkeit auch kein Raum mehr für politische Differenzen.

Putin: Afghanistan-Konferenz fand optimale Lösung

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In ihren Abschluss-Statements lobten sich Putin (l) und Schröder gegenseitig.

In dem Hangar am Flughafen Hannover-Langenhagen, in den Schröder und Putin die Presse für ihre Abschlussstatements bestellt hatten, lobten sich beide Politiker denn auch vor allem gegenseitig. Schröder schrieb seinem Gast aus Russland einen großen Anteil an dem relativen Erfolg in Afghanistan zu. Der sei "nicht zuletzt durch die Unterstützung des Präidenten zu Stande gekommen". Putin seinerseits lobte die Afghanistan-Konferenz auf dem Bonner Petersberg. Dort habe man die optimalste der möglichen Lösungen gefunden.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland konnte Schröder dann "problemfrei" nennen. Auf wirtschaftlichen Gebiet, auf dem Gebiet des Handels sei die Entwicklung positiv. Putin unterstrich dies mit dem Hinweis, dass man sich mit dem Erdöl, dessen Preisen und "der stabileren Lieferung von Energieträgern aus Russland nach Europa und besonders nach Deutschland" befasst habe.

Übereinstimmung selbst bei den Sorgen

Übereinstimmung zeigten Schröder und sein Gast selbst noch bei ihren Sorgen. "Wir haben miteinander geredet über den Nahost-Konflikt, der uns besorgt macht", sagte der Kanzler. "Wir sind beide der Auffassung, dass Druck ausgeübt werden muss auf beide Seiten, damit es zu einer Deeskalation der Gewalt kommt und der Friedensprozess wieder eine Chance erhält".

Über die Beteiligung Deutschlands an einer Friedenstruppe in Afghanistan habe man zwar gesprochen, "aber noch nicht konkret". Zunächst einmal müssten die Vereinten Nationen durch einen Sicherheitsratsbeschluss die Basis schaffen.

Von Jürgen Voges, AP - Fotos: dpa, AP


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Zuletzt geändert am 9. Dezember 2001 17:39 von aj

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