IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Mi 12.12.2001

 Nachrichten

   vom 12.12.01

Schily verbietet
den "Kalifstaat"

Kino: Gut, aber
kaum weihnachtlich

Wieder Anschlag in Israel: Acht Tote
Die Grippewelle
bei Computern

USA wollen ABM-
Vertrag kündigen

Unicef-Appell gegen Kinderprostitution
Airbus kündigt
Kurzarbeit an

"Mord ohne Leiche" wird neu aufgerollt
Kohl-Akten im
Keller von Habibie?

Rekordschmerzensgeld für Carolines Baby
Wetter: Sibirische
Kälte und Sonne

Karikatur


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

Bush-Rede zu nationaler Sicherheit -Putin offenbar schon informiert:

USA wollen ABM-Vertrag kündigen

Washington - Zur Verwirklichung der geplanten US-Raketenabwehr will Präsident George W. Bush in Kürze den ABM-Vertrag mit Russland kündigen. Die USA wollen sich dabei auf eine Klausel in dem 1972 geschlossenen Abkommen zum Verbot einer Raketenabwehr berufen, nach der beide Seite mit halbjähriger Kündigungsfrist aus dem Vertrag aussteigen können, wie am Dienstag aus Regierungskreisen in Washington verlautete. Dies habe Bush dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bereits telefonisch mitgeteilt, hieß es.

Anklicken zum Vergrößern
Zum Wohle des Friedens müsse Washington über den ABM-Vertrag hinausgehen, der in einer anderen Ära für einen anderen Feind geschrieben worden sei, sagt US-Präsident Bush.

Nach Angaben aus dem Weißen Haus wurde als Zeitpunkt für die Kündigung des Vertrages der Donnerstag erwogen. Die formelle Mitteilung könne aber auch erst im Januar erfolgen. Ein Sprecher des Weißen Hauses ließ den Termin offen und sagte: "Es kommt die Zeit, in der wir über den ABM-Vertrag hinaus gehen müssen."

Bush machte seinen Willen zur Entwicklung der Raketenabwehr in einer Grundsatzrede zur nationalen Sicherheit in Charleston deutlich. Zum Wohle des Friedens müsse Washington über den ABM-Vertrag hinausgehen, der in einer anderen Ära für einen anderen Feind geschrieben worden sei, erklärte Bush in der Militärakademie Citadel. Washington müsse Amerika und seine Freunde gegen alle Formen des Terrors schützen, "einschließlich des Terrorismus, der mit einer Rakete ankommen könnte".

Russland warnt vor neuem Wettrüsten

Aus US-Regierungskreisen hieß es, Putin habe Bush bei seinem Besuch im Oktober signalisiert, dass die bilateralen Beziehungen von einer einseitigen Kündigung des ABM-Vertrags durch die USA nicht beschädigt würden. Russland hat jedoch vor einem neuen Wettrüsten gewarnt, sollten die USA aus dem Abkommen aussteigen. Die Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf einen ranghohen Mitarbeiter des russischen Außenministeriums, Moskau sei sich der Absicht der USA wohl bewusst und verfolge die Entwicklung aufmerksam.

Bush begründet die Notwendigkeit der Raketenabwehr mit möglichen Angriffen aus Nordkorea, Iran oder Irak. Russland, China und einige NATO-Staaten bewerten das Projekt jedoch skeptisch. Auch im US-Kongress stößt das Vorhaben auf Kritik: Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Tom Daschle, erklärte im Fernsehsender CNN, er sei gegen den Ausstieg aus dem Abkommen. Das sei ein Schlag ins Gesicht vieler Leute, die sich Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte für Rüstungskontrolle eingesetzt hätten, sagte er.

Entscheidung gilt als Sieg Rumsfelds über Powell

In Washington wird die Entscheidung für die Raketenabwehr als Sieg der Kräfte um Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und dessen Stellvertreter Paul Wolfowitz über den eher gemäßigten Außenminister Colin Powell bewertet. Aus Regierungskreisen verlautete, Bushs Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice habe zunächst zwischen beiden Seiten vermitteln wollen, dann aber die Haltung von Rumsfeld unterstützt.

Der zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion abgeschlossene ABM-Vertrag verbietet praktisch die Aufstellung von Raketenabwehrsystemen, mit denen die Strategie der Abschreckung zwischen den Großmächten untergraben würde.

AP - Foto: AP

[an error occurred while processing this directive]
Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web




Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 12. Dezember 2001 15:28 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum