IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Mi 12.12.2001

 Nachrichten

   vom 12.12.01

Schily verbietet
den "Kalifstaat"

Kino: Gut, aber
kaum weihnachtlich

Wieder Anschlag in Israel: Acht Tote
Die Grippewelle
bei Computern

USA wollen ABM-
Vertrag kündigen

Unicef-Appell gegen Kinderprostitution
Airbus kündigt
Kurzarbeit an

"Mord ohne Leiche" wird neu aufgerollt
Kohl-Akten im
Keller von Habibie?

Rekordschmerzensgeld für Carolines Baby
Wetter: Sibirische
Kälte und Sonne

Karikatur


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

US-Bombenangriffe auf Tora Bora nach Ablauf des Ultimatums

El-Kaida-Kämpfer stellen neue Forderungen

Anklicken zum Vergrößern
US- Spezialeinheiten üben den Gebäudekampf auf dem Kriegsschiff "Whidbey Island" für einen eventuellen Einsatz bei der Jagd nach Bin Laden. Auf das Time- Titelbild des mutmaßlichen Terroristen- Chefs wurde ein Fadenkreuz gemalt.

Tora Bora - Die in der Bergfestung Tora Bora verschanzten El-Kaida-Kämpfer haben das Ultimatum für ihre Kapitulation am Mittwoch verstreichen lassen. US-Kampfflugzeuge flogen daraufhin weitere Angriffe auf die Berge im Osten Afghanistans, in denen sich die Anhänger des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden versteckt halten.

Vermittler der örtlichen Anti-Taliban-Truppen brachen die Kapitulationsverhandlungen mit den El-Kaida-Kämpfern ab. Der neue EU-Afghanistanbeauftragte Klaus-Peter Klaiber sprach sich für die Stationierung einer zunächst nur kleinen internationalen Friedenstruppe in Afghanistan aus.

Wie ein Sprecher des afghanischen Kommandeurs Hasrat Ali sagte, ergaben sich die El-Kaida-Kämpfer nicht wie am Vortag vereinbart bis 04.30 Uhr MEZ. Stattdessen stellten sie neue Bedingungen, wie die Taliban-nahe Nachrichtenagentur AIP meldete. Sie forderten ihre Auslieferung an die Vereinten Nationen in Gegenwart der Diplomaten ihrer jeweiligen Herkunftsländer. Die meisten der in Tora Bora verschanzten Männer Bin Ladens sind Araber. Nach dem Abbruch der Kapitulationsverhandlungen bereiteten sich die Anti-Taliban-Einheiten in Tora Bora auf "Krieg" vor, sagte der Sprecher weiter. Am Dienstag hatte der örtliche Kommandeur Mohammed Saman bekannt gegeben, dass Bin Ladens Anhänger zur bedingungslosen Kapitulation bereit seien.

US-Geheimdienste: Bin Laden in Nähe der Bergfestung

Anklicken zum Vergrößern
Einer der gestürmten El Kaida-Bunker wird von Anti- Taliban- Kämpfern untersucht.

US-Geheimdienste machten Bin Laden offenbar in der Nähe der Bergfestung ausfindig. Es gebe Hinweise darauf, dass Bin Laden dort gewesen sei, als US-Kampfflugzeuge am Wochenende die schwerste Bombe in dem Gebiet abgeworfen hätten, sagte ein Mitarbeiter des Pentagon. Nach einem Bericht des US-Fernsehsenders ABC brach nach der Explosion unter den rund 1000 Männern in den Höhlen Panik aus. Die Bin-Laden-Anhänger hätten zahlreiche Anrufe über Funktelefone geführt, aus denen klar hervorgehe, dass sich der mutmaßliche Terroristenführer in dem unterirdischen Labyrinth verstecke.

Ein Sprecher des von den USA angeführten Anti-Terror-Bündnisses sagte am Mittwoch, möglicherweise sei eine kleine Gruppe von El-Kaida-Kämpfern nach Pakistan geflohen. Die pakistanische Regierung wies US-Medienberichte über eine Massenflucht von El-Kaida-Mitgliedern nach Pakistan zurück. Zuvor hatte der US-Fernsehsender NBC berichtet, Hunderte von Kämpfern der Taliban und der Terrororganisation El Kaida seien nach Pakistan geflohen. Unter ihnen seien auch die meisten der 22 verbliebenen Anführer der Taliban gewesen.

UN-Soldaten sollen noch vor Weihnachten nach Afghanistan

Die Vorbereitungen für eine rund 1.000 Mann starke UN-Friedenstruppe unter britischer Führung nehmen Gestalt an, wie aus Kreisen der Vereinten Nationen verlautete. Der Sicherheitsrat wartet auf eine formelle Bewerbung Großbritanniens, um dann schnellstmöglich ein Mandat zur Unterstützung der Übergangsregierung zu erteilen, hieß es am Dienstag. Möglich erscheine eine Abstimmung am kommenden Freitag. Erwartet wird, dass bis zum 22. Dezember britische und französische Truppen in Afghanistan stationiert und dann auch mit deutschen und kanadischen Soldaten verstärkt werden.

Bundeswehr nach Kandahar und Dschalalabad?

Deutsche Einheiten der UN-Schutztruppe sollen nach Zeitungsinformationen möglicherweise in Kandahar und Dschalalabad eingesetzt werden. Die "Welt" (Mittwochausgabe) berichtet unter Berufung auf Bundeswehrkreise, falls Großbritannien die Führungsrolle bei der Schutztruppe übernehme, würden die Bundeswehreinheiten nicht in Kabul eingesetzt werden. Das britische Konzept sehe eine Stationierung in Städten wie Kandahar und Dschalalabad vor, hieß es. Diese Regionen seien erheblich unsicherer als der Raum Kabul.

Australier von El Kaida ausgebildet

Ein am Wochenende von der Nordallianz gefasster Australier wurde umfassend in einem Trainigscamp der El Kaida ausgebildet, wie der australische Generalstaatsanwalt Daryl Williams am Mittwoch mitteilte. Es habe den Anschein, dass er weitaus enger mit El Kaida verstrickt sei als der Amerikaner John Walker, der ebenfalls vor kurzem in Afghanistan gefangen wurde.

AFP, AP - Fotos: AP


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web




Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 12. Dezember 2001 10:45 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum