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Tiefpunkt im Flugzeugbau erst 2003 erwartet

Airbus kündigt Kurzarbeit an

München - Die Krise in der Luftfahrt trifft Airbus härter als zunächst erwartet. Der Mutterkonzern EADS korrigierte jetzt seine Prognosen nach unten und kündigte schon für kommendes Jahr Kurzarbeit in einigen Flugzeugwerken an. Im Jahr 2003 würden voraussichtlich sogar noch weniger Maschinen gebaut werden. "Wir stehen in der Luftfahrt vor schweren Zeiten", sagte EADS-Vorstandschef Rainer Hertrich am Dienstagabend in München.

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Flugzeugbauer bei Airbus in einer Montagehalle in Hamburg Finkenwerder: Der europäische Flugzeugbau- und Rüstungskonzern EADS stellt sich mit seiner Tochter Airbus auf zwei harte Jahre ein.

Nach einem Rekord von 320 ausgelieferten Flugzeugen im laufenden Jahr rechnet Airbus im nächsten Jahr nur noch mit 300 Maschinen. "Wir werden im nächsten Jahr nicht ohne Kurzarbeit auskommen im einen oder anderen Werk - aber sicher nicht in größerem Umfang", sagte Hertrich. Zwar lägen 375 feste Bestellungen vor, aber einige Fluggesellschaften seien Bankrott gegangen, mehrere verhandelten über spätere Liefertermine.

"Das Jahr der Wahrheit kommt 2003. Das zweite Jahr der Krise wird das schwierigere", sagte Hertrich. "Wir gehen davon aus, dass wir bei der Produktion 2003 möglicherweise niedriger liegen werden als 2002 - also unter 300 Maschinen." Bei einem starken Rückgang müssten wohl auch Stellen gestrichen werden.

Boeing hat bereits Massenentlassungen angekündigt

Airbus beschäftigt heute fast 17.000 Mitarbeiter im Großraum Hamburg und Bremen und weitere 28.000 in Frankreich, Großbritannien und Spanien. Die Betriebsräte wurden am Mittwoch in Toulouse unterrichtet. Der US-Konkurrent Boeing hatte Massenentlassungen angekündigt.

Im kommenden Jahr will Airbus die Kosten um 600 Millionen Euro (1,1 Milliarden Mark) senken. Das Unternehmen müsse seinen Kunden mit Zwischenfinanzierungen helfen und seine Profitabilität sichern, ohne das Know-How und die Arbeitsplätze zu gefährden, erklärte Hertrich. Der Entwicklungsetat für das Großraumflugzeug A 380 werde wie geplant verdoppelt. Niemand wisse, wie lange die Krise dauere, aber mit Sicherheit sei sie nur vorübergehend. Längerfristig sei im Luftverkehr wieder mit den hohen Wachstumsraten wie vor den Terror-Anschlägen vom 11. September zu rechnen.

Hoffnung auf wachsendes Rüstungsgeschäft

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Airbus A 400 M (Computergrafik).

Das laufende Jahr sei für EADS mit 20 Prozent mehr Umsatz und 15 Prozent mehr Gewinn ein gutes Jahr gewesen, betonte Hertrich, der zusammen mit dem Franzosen Philippe Camus an der Spitze des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns steht. Airbus habe einen Marktanteil von über 50 Prozent und den US-Konkurrenten Boeing erstmals auch beim Auftragswert überflügelt. Das Auftragsbuch sei mit über 1.600 Bestellungen so voll wie noch nie. Für nächstes Jahr gab Hertrich keine Umsatz- oder Gewinnprognose, bekräftigte aber das Ziel von zehn Prozent Rendite im Jahr 2004.

Airbus gehört zu 80 Prozent dem deutsch-französisch-spanischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS und zu 20 Prozent der British Aerospace (BAE). EADS wolle den Anteil der Rüstung an seinem Gesamtgeschäft mittelfristig von derzeit 20 auf 30 Prozent steigern, sagte Hertrich. Nach den Anschlägen habe Sicherheit und Verteidigung für Politiker einen neuen Stellenwert bekommen.

Mit Hilfe von Kooperationen und Beteiligungen sollen aber auch neue Märkte in Amerika und Asien erobert werden. Der Stammmarkt Europa sei zu eng. Für EADS spiele neben dem Eurofighter und Hubschraubern der geplante europäische Militärtransporter Airbus A 400 M eine besondere Rolle. Im Raumfahrtgeschäft wollten die EADS-Partner ihre Aktivitäten Anfang kommenden Jahres zusammenführen.

AP - Archivfotos: dpa, AP


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Zuletzt geändert am 12. Dezember 2001 14:01 von aj

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