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Mehrere Millionen Jugendliche weltweit betroffen - Weltkongress

UNICEF-Appell gegen Kinderprostitution

Berlin/New York - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat zu verstärkter internationaler Zusammenarbeit gegen Kinderprostitution und -pornografie aufgerufen. Mehrere Millionen Kinder und Jugendliche würden nach Schätzungen weltweit sexuell ausgebeutet, sagte der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, Dietrich Garlichs, am Mittwoch in Berlin. UNICEF-Direktorin Carol Bellamy appellierte in New York an die Regierungen in aller Welt, dem kriminellen Geschäft kompromisslos den Boden zu entziehen.

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Roger Moore zeigt in Berlin das gemalte Bild eines missbrauchten Kindes. Der britische Schauspieler setzt sich als UNICEF- Botschafter gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern ein.

Anlass der Erklärungen ist der zweite Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern vom 17. bis 20. Dezember in Yokohama in Japan. Experten von Regierungen sowie UN- und anderer Organisationen wollen dort nach Wegen suchen, um Heranwachsende besser vor diesen schweren Menschenrechtsverletzungen zu schützen.

Einträgliche kriminelle Tätigkeit

Garlichs erklärte, dass das Sex-Geschäft mit Kindern neben Drogen- und Waffenhandel eine der einträglichsten kriminellen Tätigkeiten sei. Nach Schätzungen von UNICEF setzen Verbrecherringe mit diesem Geschäft jährlich über elf Milliarden Mark (rund 5,62 Milliarden Euro) um.

Wachsende Armut, Konflikte in den Entwicklungsländern und den Staaten Osteuropas, die Angst vor Aids und der Siegeszug des Internets haben das Geschäft den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren weiter angetrieben. UNICEF-Botschafter Roger Moore sagte, dass die sexuelle Ausbeutung von Kindern ein abscheuliches Verbrechen sei. "Für Täter und Profiteure darf es keine Schlupflöcher mehr geben", erklärte Moore.

Armut, Diskreminierung, Gier und Rauschgift

Auch ein von UNICEF in New York veröffentlichter Bericht "Pofitieren vom Missbrauch" beklagt, dass Millionen von Kindern weltweit als Sexsklaven verkauft und missbraucht würden. UNICEF-Direktorin Bellamy forderte, den Schmuggel von Kindern, ihren Verkauf und Tausch, Gefangennahme und Folter zu beenden.

Die meisten Sexsklaven gibt es dem Bericht zufolge mit schätzungsweise 400.000 in Indien. Dann folgen die USA mit geschätzten 244.000 bis 325.000, Thailand mit 200.000, Ost- und Mitteleuropa mit 175.000, jeweils 100.000 in den Philippinen, Taiwan und Brasilien sowie 35.000 in Westafrika. Ursachen der sexuellen Ausbeutung seien Armut, Diskriminierung von Mädchen, Krieg, organisiertes Verbrechen, Globalisierung, Gier, Traditionen und religiöse Überzeugungen, zerstörte Familien und der Rauschgifthandel, hieß es weiter.

Gesetze gegen Kinderhändler verschärfen

UNICEF erinnerte daran, dass 191 Staaten die UN-Konvention über die Rechte des Kindes ratifiziert haben. Darin wird das Recht eines jeden Kindes auf Bildung und Spielen bestätigt und ihm garantiert, nicht sexuell missbraucht zu werden. Die Gesetze und Strafandrohungen gegen die Kinderhändler müssten verschärft werden, forderte UNICEF.

Auf dem ersten Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung 1996 in Stockholm versprachen den Angaben zufolge 122 Regierungen verstärkt gegen das Sex-Geschäft vorzugehen. Garlichs kritisierte, dass bis heute jedoch erst 34 Staaten nationale Aktionspläne verabschiedet hätten. Er forderte alle Länder auf, ihre Kinderschutzgesetze zu überprüfen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung auszubauen.

AP - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 12. Dezember 2001 13:47 von aj

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