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US-Bundespolizei entwickelt Internet-Spionageprogramm "Magic Lantern"

Ein Virus Marke "FBI"

San Francisco/Berlin - Die US- Bundespolizei FBI arbeitet nach eigenen Angaben an der Entwicklung einem neuartigen Spionageprogramms für den Einsatz im Internet. Die Software "Magic Lantern" (Wunderlampe) sei noch nicht einsatzbereit, heißt es vom FBI.

Dabei soll es sich nach früheren Berichten um ein Trojanisches Pferd handeln, das per E-Mail vom FBI an Computer von Verdächtigen geschickt wird. Dort registriert das Programm Tastaturanschläge auf und sendet die aufgezeichneten Zeichenkombinationen an das FBI zurück.

Noch in einem Entwicklungsstadium

Die Bundespolizei wäre somit unter anderem in der Lage, Computer-Passwörter von Verdächtigen auszuspionieren. Sie könnte damit beispielsweise verschlüsselte E-Mails oder andere Dateien dechiffrieren. Es sei aber noch zu früh, über die Fähigkeiten von Magic Lantern zu diskutieren, da es sich noch in einem Entwicklungsstadium befinde, sagte das FBI. Es solle wie alle Techniken, die vom FBI entwickelt werden, im Rahmen der Gesetze eingesetzt werden.

Anti-Viren-Programme wollen keine Ausnahme machen

Für einen effektiven Einsatz von Magic Lantern dürfte die Schnüffelsoftware allerdings nicht von Anti-Viren-Programmen erkannt werden. Führende Hersteller von Viren-Scannern hatten wiederholt bestritten, mit dem FBI zusammenzuarbeiten. Es habe auch keine entsprechenden Anfragen gegeben. Für die Unternehmen habe es höchste Priorität, die Kunden vor bösartigen und illegalen Viren-Attacken zu schützen, sagte der Chef von Symantec, John W. Thompson. Tony Thompson von Network Associates sagte: "Wir sind im Geschäft, um unseren Kunden ein Virus-freies Umfeld zu schaffen und da machen wir keine Kompromisse." Er widersprach damit einem Bericht der Zeitung "Washington Post", wonach die Networks Associated-Tochter McAfee mit dem FBI zusammenarbeiten soll.

Firmen zur Zusammenarbeit zwingen?

Der Computer-Experte Michael Erbschloe bezweifelte allerdings, dass die Industrie sich nach den Anschlägen vom 11. September dauerhaft den Wünschen der US-Regierung nach einer Zusammenarbeit entziehen könne. "In früheren Kriegen, auch im Zweiten Weltkrieg, hatte die Regierung die Macht, Unternehmen zu Hilfe zu rufen - Technologie zu requirieren", sagte der Vizepräsident der Forschungsabteilung des unabhängigen Instituts Computer Economics in Kalifornien. Im Kriegsfall könne die Regierung die Industrie zur Zusammenarbeit zwingen.

Bei AOL Verdächtige gefunden

Unmittelbar nach den Anschlägen auf New York und bei Washington, bei denen mehr als 3000 Menschen ums Leben kamen, hatte das FBI die Anbieter von Internetdiensten ersucht, ihnen bei den Ermittlungen nach den Tätern zu helfen. Auf den Fahndungslisten fanden sich kurz darauf zahlreiche E-Mail-Adressen von Verdächtigen, die den Online-Dienst AOL nutzten.

Reuters - Screenshot: Red.


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Zuletzt geändert am 13. Dezember 2001 17:45 von mwege

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