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Eiszeit in Nahost: Elf Tote bei Anschlag auf Bus

Israel bricht Beziehungen zu Arafat ab

Gaza - Nach den jüngsten Anschlägen im Nahen Osten hat Israel alle Kontakte zum palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat abgebrochen. Das israelische Sicherheitskabinett erklärte nach einer Sondersitzung in der Nacht zum Donnerstag, Arafat sei direkt verantwortlich für die Attentate, bei denen zehn Israelis getötet worden waren. "Darum ist er für Israel nicht länger relevant, und Israel wird keine Kontakte mehr zu ihm unterhalten." Die Autonomiebehörde sprach von einer Kriegserklärung Israels.

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Ein Gebäude palästinensischer Sicherheitskräfte brennt nach einem Bombenangriff der israelischen Luftwaffe.

Die von Arafat noch am Mittwochabend angeordnete Schließung der Büros von Hamas und Islamischem Dschihad wurde umgehend rückgängig gemacht. Auch die Zusicherung Arafats, gegen palästinensische Extremisten vorzugehen, sei nicht länger durchzusetzen, hieß es. "Es ist der palästinensischen Führung nicht möglich, ihre Zusagen im Schatten dieses umfassenden Krieges gerecht umzusetzen", sagte Informationsminister Jassir Abed Rabbo. "Dieser Krieg wird der Region noch größere Instabilität und Zerstörung bringen", mahnte Arafats Sprecher Nabil Abu Rdeneh.

Justizminister: "Zeit, sich zu verteidigen"

Der israelische Justizminister Meir Scheetrit sagte nach der Kabinettssitzung, Israel habe einen Moment der Wahrheit in seinem Kampf gegen den Terrorismus erreicht. Arafat sei in diesem Kampf für Israel nicht länger ein Gesprächspartner. "Wir haben zwei Jahre mit den Palästinensern auf allen Ebenen gesprochen", erklärte Scheetrit. "Jetzt ist es Zeit für Israel, sich zu verteidigen." Es werde keine weiteren Kontakte zu Vertretern der Autonomiebehörde geben. Dies schließe auch Treffen der Sicherheitsvertreter beider Seiten unter Vermittlung des US-Gesandten Anthony Zinni ein. Nach Berichten des israelischen Militärrundfunks sollen lediglich Gespräche auf unterer Ebene weitergeführt werden.

Luftangriffe fortgesetzt

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Rettungskräfte stehen neben dem zerstörten israelischen Bus. Bei dem Hamas- Anschlag starben zehn Israelis.

Israel setzte seine Luftangriffe im Westjordanland und im Gazastreifen am Donnerstag fort. Auch ein Gebäude in Arafats Hauptquartier in Ramallah und Polizeieinrichtungen in Gaza wurden beschossen. Der palästinensische Präsident selbst sei allerdings kein Ziel der Militäroperation, betonte Generalmajor Dan Harel, der die Offensive leitet. Arafat sei vor den Angriffen in Sicherheit gebracht worden, hieß es aus palästinensischen Regierungskreisen.

Zwei Tote in Autonomiegebieten

Nach palästinensischen Angaben wurde ein Mann in Ramallah tödlich getroffen. Eine Frau in Gaza sei an Schock gestorben, 40 Menschen verletzt worden. In Ramallah wurde außerdem die Sendeanlage der Radiostation der Autonomiebehörde von israelischen Raketen und Sprengsätzen zerstört. Bulldozer zerstörten einen Großteil des Sendegebäudes. Israelische Truppen rückten in Ramallah ein.

Zehn Israelis starben bei Hamas-Anschlag

Bei dem Überfall auf einen israelischen Bus im Westjordanland am Mittwoch waren zehn Israelis getötet und etwa 30 verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die Organisation Hamas. Etwa zur selben Zeit sprengten sich zwei Selbstmordattentäter im Gazastreifen nahe der jüdischen Siedlung Gusch Katif in die Luft. Dabei wurden mehrere Israelis leicht verletzt.

Die Eskalation hat die internationalen Vermittlungsbemühungen vorerst zunichte gemacht. Seit Zinnis Ankunft in der Region Ende November wurden bei Anschlägen bereits 50 Palästinenser und 44 Israelis getötet.

AP - Foto: AP


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Zuletzt geändert am 13. Dezember 2001 13:31 von aj

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