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Mo 17.12.2001
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Nächste Trainerentlassung in der 2. Liga: Oberhausen feuert Stepanovic"König Aleks" soll die "Kleeblätter" rettenOberhausen - Bei der Talfahrt bis auf Platz 17 der zweiten Fußball-Bundesliga hat Rot-Weiß Oberhausen die "Notbremse" gezogen und Trainer Dragoslav Stepanovic entlassen. Am Montagmorgen erfuhr der 53-Jährige von der Entscheidung der Klubführung, die sogleich einen Nachfolger präsentierte: Aleksandar Ristic, der bereits vom 2. Oktober 1998 bis zum 30. Juni 2000 erfolgreich bei den "Kleeblättern" gearbeitet hatte, leitete bereits um 13.00 Uhr das erste Training und soll das sportliche Regiment zunächst bis zum Saisonende führen.
Stepanovic hatte erst am 23. August Gerhard Kleppinger bei RWO abgelöst und ist der bereits elfte vorzeitig entlassene Coach der laufenden Saison um Fußball-Unterhaus. Die Trennung eineinhalb Jahre vor dem Ende des Vertrages (bis 2003) kam kurzfristig, zeichnete sich jedoch ab. "Den Grund kann man erkennen, wenn man auf die Tabelle schaut. Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Klassenerhalt zu sichern", erklärte RWO-Vizepräsident und Manager Manfred Rummel. Sieben Heimniederlagen unter "Stepi" Zwölf Punkte bei sieben Heimniederlagen lautete die Bilanz von "Stepi". Auch der überraschende Siegeszug bis ins Viertelfinale des DFB-Pokals (29./30. Jnauar), in dem RWO im Revierderby bei Schalke 04 antreten muss, konnte Fans und Funktionäre nicht überzeugen. Beim 0:2 am vergangenen Freitag gegen den MSV Duisburg verließen die Zuschauer vorzeitig und völlig frustriert das Niederrhein-Stadion. Mit Ristic soll die Wende kommen Mit Ristic soll die Wende kommen. Der 57-Jahre alte Bosnier hatte Oberhausen vor drei Jahren in einer ähnlich brisanten Situation übernommen und in der Saison 1999/2000 auf den sechsten Tabellenplatz und ins Halbfinale des DFB-Pokals geführt. Anschließend hatte Ristic das insgesamt dritte Engagement bei Fortuna Düsseldorf vorgezogen, das jedoch im Januar dieses Jahres mit einer Spielerrevolte im Trainingslager in Portugal unrühmlich endete. "Sehe kein Problem für den Klassenerhalt" "Ich sehe in Oberhausen kein Problem für den Klassenerhalt und auch nicht die Notwendigkeit, die Mannschaft zu verstärken. Sie hat in dieser Saison auch mit Verletzungen viel Pech gehabt. Wir werden das System spielen, dass ich immer bevorzugt habe. Ich freue mich auf diese Aufgabe", meinte Ristic vor seiner ersten Trainingseinheit. Abstieg in die Regionalliga hätte fatale Folgen "Wir haben den Kontakt zu Aleksandar Ristic nie abbrechen lassen", bestätigte Rummel, "wir wollen sehen, wie sich die Situation ergibt. Dann werden wir darüber nachdenken, ob wir den Vertrag verlängern." Das Ziel ist der Klassenerhalt, nachdem RWO zu Saisonbeginn neun neue Spieler verpflichtet hatte und eigentlich in der Spitzengruppe um die Aufstiegsplätze mitspielen wollte. Ein Abstieg wäre wirtschaftlich fatal, zumal der Etat in einem Kraftakt auf zehn Millionen erhöht wurde. Mangelnde Spielkultur und besonders taktische Defizite stellten die Oberhausener in der Amtszeit von Stepanovic fest. Ristic soll wieder für System, Ordnung und natürlich Erfolge sorgen. Rummel: "Ristic kennt die Verhältnisse in unserem Klub und kann seine Arbeit deshalb ohne Probleme sofort aufnehmen." Von Edmund Koch, sid - Foto: Archiv |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | ||||||||||||||
Zuletzt geändert am 17. Dezember 2001 13:49 von sab