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"Monsieur 100 000 Volt" schrieb 400 Chansons - Welterfolg "Nathalie":

Gilbert Bécaud nach Krebsleiden gestorben

Paris - Der weltbekannte französische Chanson-Sänger Gilbert Bécaud ist am Dienstag im Alter von 74 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Das teilte der Rundfunksender RTL in Paris mit, für den Bécauds Sohn Gaya arbeitet. Bécaud starb auf seinem Seine-Hausboot am Rande von Paris.

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Zu seinem 70. Geburtstag 1997 machte er sich selbst das schönste Geburtstagsgeschenk - mit dem 30. Auftritt im legendären "Olympia" in Paris.

Der in Toulon geborene Chansonnier, der mit "Nathalie" einen riesigen Welterfolg hatte, war vor allem auch Komponist. Er schrieb 400 Chansons. "Monsieur 100 000 Volt", wie der Sänger wegen seiner dynamischen Auftritte genannt wurde, hatte schon 1998 an Krebs in der Mundhöhle gelitten. Die Krankheit hielt den Mann, der zu den größten Botschaftern des französischen Chansons in der Welt zählte, nicht davon ab, bis zum Ende zu komponieren und noch Konzerte zu geben.

Mehrere rauschende Comebacks

Der vielseitige Künstler, der eigentlich François Léopold Silly hieß, war in den 50er und 60er Jahren zu einem internationalen Größe des französischen Chansons geworden. Zu seinen großen Hits zählten Dauerbrenner wie "L'important c'est la rose" und "Et maintenant", das als "What now my love" zu einem Riesenerfolg in Nordamerika wurde. Mehrfach nahm der Chansonnier später Abschied von der Bühne, um dann nur ein umso rauschenderes Comeback zu feiern. In Deutschland war besonders auch das eingängige "Am Tag, als der Regen kam" beliebt.

Fünf Jahrzehnte war Bécaud, der als Pianist in Nachtclubs begonnen hatte und 1952 von Edith Piaf entdeckt wurde, im Show-Geschäft aktiv. Zu seinen Tourneen, Fernsehgalas sowie Film- und Festivalauftritten gehörte eine dreiwöchige Auftritts-Serie am Broadway in New York. Mit seinem nachtblauen Anzug und der getupften Krawatte als Markenzeichen hatte der Franzose auch die Amerikaner erobert. Frank Sinatra und Barbra Streisand sind unter den über 150 Interpreten seiner Lieder.

Geschauspielert und Filmusik geschrieben

Auch in mehreren Filmen spielte Bécaud mit und schrieb dazu die Musik. 1956 kam sein erster Film "Le Pays où je viens" heraus. Es folgten der Revuefilm "Casino de Paris" (1957) mit Caterina Valente, "Croquemitoufle" (1958) und "Les Petits Matin" (1961). 1959 komponierte Bécaud die Musik für den Film "Babette zieht in den Krieg" mit Brigitte Bardot.

Zu seinem 70. Geburtstag 1997 machte er sich selbst das schönste Geburtstagsgeschenk - mit dem 30. Auftritt im legendären "Olympia" in Paris. Im Jahr 1999 veröffentlichte Bécaud seine Einspielung "Faut faire avec", die ernster war als seine üblichen Produktionen und dabei auch die Krebserkrankung erkennen ließ. Bécaud hinterlässt ein Album "Mon Cap", das er gerade noch vor seinem Tod fertig stellte.

Zwei Mal verheiratet, sechs Kinder

Zwei Mal verheiratet, lebte der Vater von sechs Kindern (darunter ein Adoptivkind aus Laos) in der westfranzösischen Region Poitou, in einem Haus auf Korsika und auf seinem Seine-Hausboot bei Paris. Unter Bécauds zahlreichen Ehrungen ist auch das Bundesverdienstkreuz.

dpa - Archivfoto: dpa


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Zuletzt geändert am 18. Dezember 2001 12:06 von aj

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