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Bei Euro-Umstellung muss der Handel an die Käuferpsyche denken:

"Attraktiver Schwellenpreis" ist das Zauberwort

Wiesbaden/Berlin - Mit der Einführung des Euro müssen im Handel Millionen von Preisen umgestellt werden - und meist ist der "attraktive Schwellenpreis" das Ziel. Darunter versteht die Branche Zahlen, die dem Verbraucher ein günstiges Angebot suggerieren und ihn so zum Kauf locken sollen. Ideal dafür sind Preise knapp unter psychologischen Grenzen. Ein Produkt für 19,95 oder 19,99 Euro wird sich immer besser verkaufen als eines für 20,02 Euro - obwohl der Unterschied nur wenige Cent beträgt.

Das Problem bei der Währungsumstellung: Werden die vorhandenen Preise einfach durch den offiziellen Kurs von 1,95583 geteilt, sind die meisten Schwellenpreise dahin. Um sie wieder zu bekommen, kann abgerundet oder aufgerundet werden. Leider wurde aus Sicht der Verbraucher bisher in drei Viertel der Euro-motivierten Fälle aufgerundet - der Einzelhandel verspricht aber Preissenkungen bei anderen Produkten zum 2. Januar.

Eiernudeln als Beispiel

Schönes Beispiel für das taktisch geschickte Vorgehen der Einzelhändler sind Eiernudeln: Diese verteuerten sich in vielen Geschäften bereits von 1,99 Mark (1,02 Euro) auf 2,19 Mark (1,12 Euro). Höchstwahrscheinlich wird der Preis zum Jahreswechsel dann wieder auf 1,09 Euro und damit auf einen Schwellenpreis geschoben. Damit wird eine Preissenkung suggeriert, obwohl unter dem Strich immer noch mehr gezahlt wird als zuvor.

Auch Leckermäuler trifft es hart

Auch Leckermäuler trifft es hart: Vollmilch-Schokolade gab es nach den Beobachtungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zum Jahresanfang oft noch für 99 oder sogar 89 Pfennig - also knapp 51 oder knapp 46 Cent. Dieser Preis ist inzwischen kaum noch zu finden. Stattdessen kostet eine Tafel zunehmend 1,15 Mark - und liegt damit exakt bei 59 Cent: einem Schwellenpreis. In einigen Geschäften müssen auch schon 1,19 Mark (61 Cent) gezahlt werden. "Die senken dann zum Jahresanfang wohl wieder ab auf 59 Cent", sagt Nadin Engelhardt von Destatis.

Neue Preise für Schreibblöcke

Ihren Beobachtungen zufolge stellt nicht nur die Lebensmittelbranche schon um. Schreibblöcke beispielsweise gibt es vielerorts für 3,11 Mark (1,59 Euro) oder 4,60 Mark (2,35 Euro) zu kaufen. Diese Preise existierten Anfang des Jahres überhaupt noch nicht. Da gingen die Blöcke hauptsächlich für 2,99 Mark oder 3,95 Mark über den Ladentisch.

AFP


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Zuletzt geändert am 18. Dezember 2001 14:48 von aj

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