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Laut Vajpayee alle Optionen offen - Toter und Verletzte bei Anschlag:

Indien schließt Krieg gegen Pakistan nicht aus

Neu-Delhi - Indien schließt nach dem blutigen Terroranschlag auf das Parlament in Neu-Delhi einen Krieg gegen das Nachbarland Pakistan nicht aus. Der indische Ministerpräsident Atal Bihari Vajpayee sagte am Mittwoch, Pakistan wisse, dass Terroristen von seinem Gebiet aus operierten, und müsse gegen diese vorgehen. Seine Regierung versuche, den diplomatischen Weg zu gehen, "andere Optionen sind aber ebenfalls offen", sagte Vajpayee. Die Streitkräfte beider Länder befinden sich in Alarmbereitschaft.

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Der indische Ministerpräsident Atal Bihari Vajpayee: Pakistan wisse, dass Terroristen von seinem Gebiet aus operierten, und müsse gegen diese vorgehen.

Die Frage sei nicht, ob es Krieg geben sollte oder nicht, sagte Vajpayee in einer Ansprache vor dem Parlament. "Die zu diskutierende Frage ist, unter welchen Umständen es zum Krieg kommen könnte." Indien gibt Pakistan die Schuld an dem Anschlag auf das Parlament in Neu-Delhi, bei dem am vergangenen Donnerstag 13 Menschen getötet worden waren, darunter auch fünf Attentäter. Es soll sich um eine gemeinsame Aktion der extremistischen Gruppierungen Jaish-e-Mohammad und Lashkar-e-Tayyaba gehandelt haben, hinter denen die Inder den pakistanischen Geheimdienst vermuten. Pakistan hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und angeboten, an einer unabhängigen Untersuchung des Anschlags mitzuwirken.

"Mit gleicher Münze zurückzahlen"

Der pakistanische Außenminister Abdul Sattar sagte am Mittwoch, Präsident Pervez Musharraf beabsichtige nach wie vor, an einem südasiatischen Gipfeltreffen Anfang Januar in Nepal teilzunehmen. Es sei aber keine gesonderte Unterredung mit Vajpayee vorgesehen. Regierungssprecher Anwar Mahmood sagte, Krieg sei für Pakistan keine Option. Wenn Indien jedoch diesen Weg wähle, werde Pakistan "mit gleicher Münze zurückzahlen".

Angesichts des amerikanischen Appells an Indien und Pakistan zur Mäßigung sagte Vajpayee, Indien habe die Spitze der Zurückhaltung bereits erreicht. Er habe US-Präsident George W. Bush gesagt, dass die Terroristen Verbindungen nach Pakistan hätten, unter Kontrolle der pakistanischen Regierung stünden und auf deren Geheiß agieren würden.

Weißes Haus: Aktionen gegen Terroristen

"Indien hat ein begründetes Recht zur Selbstverteidigung", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, am Dienstag. Der Terroranschlag auf das Parlament sei kein Grund, gegeneinander Krieg zu führen. "Jetzt ist die Zeit für Indien und Pakistan, Aktionen gegen Terroristen zu starten", sagte Fleischer.

Nach den Worten des indischen Innenministers Lal Advani berät die Regierung mit Armee und Parteien über eine angemessene Reaktion auf den Anschlag. "Wenn solche Angriffe andauern, dann kann es zwischen Indien und Pakistan keinen Frieden geben", sagte Advani vor dem Parlament.

Gefechte in Kaschmir

Im indischen Unionsstaates Jammu-Kaschmir kam unterdessen bei einem Anschlag ein Passant ums Leben, und mehr als 60 Personen wurden verletzt. Die Polizei teilte mit, islamische Extremisten hätten am Mittwoch eine Granate auf einen belebten Markt in der Stadt Pulwama geworfen. Eigentliches Ziel des Anschlags seien offenbar Polizisten und paramilitärische Kräfte gewesen. Bei Gefechten in Jammu-Kaschmir wurden im Laufe des Tages nach Polizeiangaben außerdem zwölf Mitglieder der Extremistengruppierung Lashkar-e-Tayyaba getötet.

AP - Foto: dpa - Grafik: dpa


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Zuletzt geändert am 19. Dezember 2001 17:01 von aj

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