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Nach Absturz von Engelberg: Martin Schmitt sucht nach der Form

Mit altem Material zu neuen Erfolgen?

Leipzig - Martin Schmitt ist verunsichert. Nach seinem Absturz von Engelberg sollen ihm jetzt seine Weltmeister-Ski und die x-mal geflickten Sprungschuhe zurück auf den Erfolgsweg bringen. Am Mittwoch trainierte der viermalige Weltmeister mit den alten "Flughilfen" außerplanmäßig in St. Moritz, am Freitag und Samstag soll sich der gar nicht mehr so kühle "Mr. Cool" beim Weltcup im italienischen Predazzo das für die Vierschanzentournee dringend benötigte Sebstbewusstsein holen.

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Fliegt hinterher: Martin Schmitt.

"Martin ist verunsichert, und wir sind es auch ein bisschen. Wir sehen einfach keine gravierenden Fehler in seinen Sprüngen, aber trotzdem fliegt er einfach zu kurz. Deshalb muss er etwas mit dem Material probieren, schließlich läuft die Zeit weg", erklärte Bundestrainer Reinhard Heß dem Sport-Informations-Dienst (sid). Sein nach drei überragenden Wintern in eine ernste Krise geflogener Musterschüler brauche "dringend Erfolgserlebnisse, sonst wird das eine ganz schwere Tournee für ihn". Den "Skisprung-Grand-Slam" zum Jahreswechsel hat Schmitt noch nie gewonnen.

Ratlosigkeit macht sich breit

Diesmal reist er im Gegensatz zu den Vorjahren als Außenseiter an: Nach zwei zweiten Plätzen in den ersten vier Weltcupspringen hatte sich Schmitt schon einmal zum Sondertraining und Materialtests nach Lillehammer verabschiedet, allerdings stürzte er am vergangenen Wochenende richtig ab. Auf Platz elf folgte Rang 48 und die große Ratlosigkeit. "Die Trainer sagen immer, dass sie nichts sehen und ich genauso wie bei meinen Topresultaten springe. Und so viel Vertrauen habe ich schon in sie, dass ich ihnen glaube. Ich habe einfach einen Fehler im Gesamtsystem", erzählt Schmitt. Momentan ist er hinter seinen jeweils einmal siegreichen Kollegen Sven Hannawald und Stephan Hocke nur die Nummer drei im Team.

Zu langsam in der Anlaufspur

In der Form soll der Makel nicht liegen (Heß: "Martin ist topfit"), also sollen die vor der Saison lange getesteten neuen Ski und Schuhe schuld sein. Zudem fuhr Schmitt wie nahezu das gesamte deutsche Team im Gegensatz zu den Vorjahren in der eminent wichtigen Anfahrtgeschwindigkeit der Weltelite hinterher. Auch das soll sich ändern, hofft Heß: "Bisher war nur der Stephan Hocke vorn dabei, aber der hat einen Schliff auf dem Ski, den andere bisher nicht wollten."

Griff in die Psycho-Kiste

Nun soll "Sorgenkind" Schmitt mit einem ähnlichen "Muster" wie sein junger Zimmerkollege unter den Brettern wieder schnell gemacht werden, die im Februar doppelt zu WM-Gold geflogenen "Wunderski" und die fünf Jahre alten Erfolgsschuhe tun hoffentlich ein Übriges. Heß: "Beim Skispringen spielt sich vieles in der Psyche ab. Ich hab' schon bei Jens Weißflog und Dieter Thoma erlebt, was ein Materialwechsel bewirken kann." Geht der psychologische Kunstgriff mit dem alten Erfolgsmaterial schief, könnte auch der Wechsel der Skimarke ("Rossignol") zum Thema werden.

Daran glaubt Heß aber nicht: "Wir müssen jetzt zu Martin stehen, er kommt als Siegspringer bestimmt wieder."

Von Lars Becker, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 20. Dezember 2001 13:45 von sab

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