IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Do 20.12.2001

 Nachrichten

   vom 20.12.01

5000 Mann: UN-Truppe nach Afghanistan
Weg für Rot-Rot
in Berlin ist frei

Kartellamt genehmigt Tankstellen-Fusionen
Argentinien am Rande des Chaos: 16 Tote
Ein Golden Globe für "Herrn der Ringe"?
Forscher entdecken riesige Tintenfische
Sturm: Ostsee-Fähre auf Grund gelaufen
"Mercedes Golf"
wäre Traumauto

Wetter: Tanzende Flocken im Sturm
Karikatur
Foto des Tages


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

Auflagen: Shell/DEA sowie BP/Aral müssen 1500 Stationen verkaufen

Kartellamt genehmigt Tankstellenfusionen

Anklicken zum Vergrößern

Bonn - Das Bundeskartellamt hat die geplanten Megafusionen auf dem deutschen Tankstellenmarkt unter strikten Auflagen genehmigt. Wie die Behörde am Donnerstag in Bonn mitteilte, müssen Shell und DEA auf der einen sowie BP und Aral auf der anderen Seite die Zahl ihrer Tankstellen deutlich reduzieren.

Ihr gemeinsamer Marktanteil in Deutschland soll so unter 50 Prozent gedrückt werden. Zudem müssen sich die Unternehmen von Anteilen an Raffinerien trennen, um die Versorgung der freien Anbieter zu sichern. Damit soll es weiter fairen Wettbewerb und damit günstige Preise für die Verbraucher geben.

Insgesamt müssen die beiden neuen Großkonzerne rund 1500 Tankstellen verkaufen. Dabei müssen den Auflagen entsprechend Shell und die RWE-Tochter DEA 5,3 Prozent ihrer Zapfsäulen abgeben; British Petroleum (BP) und Veba Oel als Besitzerin der Aral-Tankstellen vier Prozent. Stilllegungen werden dabei explizit nicht mitgerechnet. Zudem muss die neue Shell & DEA Oil GmbH den Käufern ihrer Stationen für fünf Jahre Kraftstoff zu günstigen Bedingungen liefern.

Ohne Verkäufe 60 Prozent Marktanteil

Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit 16.000 Tanktellen. Ohne die Verkäufe hätten die beiden neuen Goßkonzerne einen Marktanteil von knapp 60 Prozent. Dies wäre nach Ansicht des Kartellamtes zu viel und würde den freien Wettbewerb einschränken.

Um die kleinen Tankstellenbesitzer zu schützen, schreiben die Wettberbshüter den Großkonzernen zudem Einschnitte in ihren Raffineriegeschäften vor: So muss Veba Oel 45 Prozent des Stammkapitals der Bayernoil-Raffinerie in Ingolstadt an einen Dritten verkaufen, der selbst nicht an einer größeren Raffinerie mit eigenem Tankstellennetz beteiligt ist. Dadurch wird nach Angaben des Kartellamtes der hohe Konzentrationsgrad im Raffinerie-Geschäft von über 60 Prozent Martkanteil durch die drei größten Unternehmen Shell/DEA, BP/Veba Oel sowie Esso deutlich vermindert.

Versorgung der unabhängigen Betreiber soll garantiert werden

Auf Einschnitte bei den Raffinerien hatten vor allem die freien Tankstellen gedrängt. Sie fürchteten, dass die Großkonzerne nach der Fusion ihre Raffinerien verstärkt zur Versorgung von eigenen Tankstellen nutzen würden. Durch die Auflagen will das Kartellamt nun sicherstellen, "dass insbesondere die Versorgungsmöglichkeit der unabhängigen Tankstellenbetreiber mit Kraftstoffen auch in Zukunft garantiert wird."

Müller bleibt unangenehme Entscheidung erspart

Durch die Genehmigung durch das Kartellamt bleibt Bundeswirtschaftsminister Werner Müller eine unangenehme Entscheidung erspart: Der parteilose Politiker hätte ein Veto des Kartellamtes per Ministererlaubnis überstimmen können. Über einen solchen Schritt war in den vergangenen Wochen stark spekuliert worden - nun braucht Müller nicht mehr darüber nachdenken.

AFP - Archivfoto: dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web




Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 20. Dezember 2001 12:21 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum