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Internationales Forscherteam machte Entdeckung in der Tiefsee:

Eigentümliche, riesige Tintenfische

Washington - Ein internationales Forscherteam hat einen neuartigen Riesentintenfisch in der Tiefsee entdeckt. Acht Exemplare der bis zu sieben Meter langen Tiere wurden bei Tauchfahrten mit speziellen Unterwasserbooten beobachtet. Dass so große Lebewesen nicht schon früher gesehen wurden, beweist "wie wenig wir über das Leben in der Tiefsee wissen", schreiben die Autoren im US-Magazins "Science" (Bd. 294, S.2505) vom Freitag.

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Die Riesentintenfische besitzen extrem große Schwanzflossen und schweben in einer charakteristischen Körperhaltung durchs Wasser. Von den Meeresriesen, die bisher nur auf Foto und Videoaufnahmen dokumentiert sind, konnte noch keiner gefangen werden.

Die Riesentintenfische wurden in vier verschiedenen Ozeanbereichen in Tiefen von 2000 bis 4700 Metern beobachtet. Sie besitzen extrem große Schwanzflossen und schweben in einer charakteristischen Körperhaltung durchs Wasser. Dabei sind ihre Arme beziehungsweise Tentakel vom Körper abgespreizt und dann nach vorne hin abgeknickt. So entsteht eine Art Tentakelkranz. Die insgesamt zehn Gliedmaßen lassen sich morphologisch nicht unterscheiden, jedoch besitzen nur jeweils die dem Körper zugewandten Abschnitte die typischen Saugnäpfe.

Tentakel extrem dünn

Wenn die Tintenfische fliehen, klappen sie die Armkrone zusammen und ziehen sie hinter sich her. "Ich habe noch nie zuvor ein ähnliches Geschöpf gesehen", sagt William Sager von der Universität Texas. "Seine Tentakel sind extrem dünn und überragen den Körper des Tieres um mehr als die zehnfache Länge."

Von den Meeresriesen, die bisher nur auf Fotos und Videoaufnahmen dokumentiert sind, konnte noch keiner gefangen werden. Daher ist eine eindeutige Charakterisierung nicht möglich. Zwar unterscheiden sie sich im Aussehen deutlich von Vertretern anderer Tintenfisch- Familien, dennoch ist nach Aussage der Autoren eine enge Verwandtschaft mit den so genannten Magnapinnidae nicht auszuschließen. Von dieser erst kürzlich identifizierten Familie wurden bisher nur zwei Jungtiere eingefangen. Die Forscher vermuten nun, dass es sich bei den Riesenexemplaren um die bisher unbekannten erwachsenen Tiere handeln könnte.

Tier- und Pflanzenwelt der Ozeane kaum erforscht

Die Tatsache, dass innerhalb weniger Jahre mehrere dieser Tintenfische in den verschiedenen Ozeanen gesehen wurden, lässt vermuten, dass die Tiere vergleichsweise häufig vorkommen. Atlantischer, Indischer und Pazifischer Ozean, die zusammen mehr als zwei Drittel der gesamten Erdoberfläche bedecken, stellen das weltweit größte Ökosystem dar. Doch die Tier- und Pflanzenwelt darin ist bisher kaum erforscht.

dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 20. Dezember 2001 16:57 von aj

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