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Terror, Krieg, Weltraumtourismus, Euro, Traumpaare und Kino-Furore:

2001 - Nicht nur ein Jahr des Unheils

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Das noch junge 21. Jahrhundert steht unter unheilvollen Vorzeichen: Der verheerende Terroranschlag vom 11. September in New York und Washington war nicht nur blutiger Beweis für die Verwundbarkeit der sich fast unverletzlich wähnenden Supermacht USA.

Es war auch der Beginn eines Kriegs neuen Stils, dessen Folgen nicht absehbar sind. Nicht Staaten und Armeen stehen sich gegenüber, sondern alle etablierten Mächte der Welt fühlen sich herausgefordert vom krakenartigen, schwer auszumachenden Netzwerk des Terrorismus.

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Von einer Bürde befreit: Kinder in Kabul spielen nach dem Ende der Taliban- Herrschaft mit einem selbstgebauten Karussell.

Einstweilen wird dieses Netzwerk geprägt von islamistischen Extremisten, deren Symbolfigur der aus Saudi-Arabien stammende Multimillionär Osama bin Laden ist. Amerika dürstet nach Vergeltung für die Massenmorde in den Türmen des World Trade Centers, in den vier Flugzeugen und im Pentagon. Die Jagd auf den für seine Anhänger charismatischen Araber und dessen Organisation El Kaida hat den Krieg in Afghanistan ausgelöst. Die bislang dort regierenden Taliban, mit ihrem Gast Bin Laden offenbar untrennbar verstrickt, hat der amerikanische Gegenschlag ihre Macht gekostet. Und wieder verloren auch unschuldige Zivilisten im Bombenhagel Leben und Gesundheit.

Von einer Bürde befreit

Das seit vielen Jahren von Krieg und Gewalt schwer gezeichnete Land in Zentralasien ist von einer Bürde befreit, an der die USA gleichwohl Anteil hatten. Ob sich Hoffnungen auf eine bessere Zukunft erfüllen, die vom positiven Ergebnis der Konferenz auf dem Petersberg bei Bonn genährt wurden, ist ungewiss. Afghanistan steht ein Winter bevor, der für viele seiner Bewohner einen Kampf ums nackte Überleben bringen wird. Und auch die inzwischen ins Land eingedrungenen US-Bodentruppen haben Bin Laden und seine engsten Anhänger nicht dingfest machen können.

Für viele Menschen in der islamischen und Dritten Welt ist dieser bärtige Fanatiker keineswegs ein Mörder, sondern der Held, der den vermeintlich machttrunkenen Amerikanern samt dem reichen Westen die Stirn geboten hat. Dieser Westen, zu dem Deutschland mit seinen immer zahlreicher werdenden militärischen Verpflichtungen inzwischen als eine der Führungsmächte zählt, wurde nicht nur vom Terrorismus gebeutelt, sondern auch von einer anderen, ebenfalls folgenreichen Gefahr: Weltweit zeichnet sich ein wirtschaftlicher Abschwung ab, der vom 11. September zwar nicht ausgelöst, aber doch verschärft wurde.

Helden des Börsenparketts straucheln

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Nach den vorausgegangenen Boomjahren, allen hochfliegenden Fantasien aus New Economy, Internet und Globalisierung folgte bereits im ersten Halbjahr eine derbe Bruchlandung. Eben noch begehrte Helden des Börsenparketts, wurden milliardenschwere Aktiengesellschaften zu Problem- oder gar Sanierungsfällen: Telekom kriselte, der Chip-Hersteller Infineon auch, die jungen Medienriesen Kinowelt der Gebrüder Kölmel wie auch EM.TV der Haffa-Brüder gerieten ins Straucheln. Vielen anderen erging es kaum besser. Die Luftverkehrsbranche, trägt schwer an den Folgen der im World Trade Center explodierten Passagiermaschinen.

Die Folgen dieses ökonomischen Bebens, dessen Zentrum die viele Jahre scheinbar unerschütterlich prosperierende US-Wirtschaft ist, sind nicht abzusehen. Der einstige Musterschüler Deutschland, im Export noch immer stark, doch auch gerade deshalb verwundbar, gehört jedenfalls in der EU bei den Wachstumsraten inzwischen zu den Schlusslichtern.

Bundesfinanzminister Hans Eichel, zu Jahresbeginn noch eine Trumpfkarte der rot-grünen Regierung in Berlin, wurde vom Wegbrechen der Steuereinnahmen eingeholt. Nun erwarten die Deutschen noch immer sehr unlustig die Umstellung der geliebten D-Mark auf den Euro.

Nicht nur BSE und MKS verschwanden in der Versenkung

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Nach dem historischen 11. September verschwanden viele Tehemen in der Versenkung oder wurden zumindest nachrangig: etwa die Viehkrankheiten BSE und Maul- und Klauenseuche.

Es gehört zu den Eigentümlichkeiten von 2001, dass es in der ersten Hälfte von Themen und Ereignissen geprägt war, die nach dem historischen 11. September in der Versenkung verschwanden, zumindest nachrangig geworden sind: Die Viehkrankheiten BSE und Maul- und Klauenseuche, die in Großbritannien und auch in Deutschland zur Massentötung von Zuchttieren führten, wie auch zur Proklamierung einer Agrarwende; der nur knapp verhinderte Bürgerkrieg in Mazedonien; die Auslieferung des ehemaligen jugoslawischen Machthabers Slobodan Milosevic an das internationale Tribunal in Den Haag.

Medienzar Berlusconi gewinnt Wahl in Italien

In Italien konnte der umstrittene Medienzar Silvio Berlusconi nach gewonnener Wahl abermals das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen, aus dem er einmal davon gejagt worden war. Neue schwere Unruhen peinigten Nordirland. Die amerikanisch-chinesische Krise wegen eines notgelandeten US-Aufklärungflugzeugs konnte nicht ohne Gesichtsverlust für die Amerikaner beigelegt werden. Politische Wirren in Indonesien führten zum Präsidentenwechsel. Perus Machthaber Alberto Fujimori floh in Schimpf und Schande. Der gestürzte philippinische Präsident Estrada wird als Krimineller vor Gericht gestellt. Kongos Alleinherrscher Laurent Kabila fiel einem Attentat zum Opfer.

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Zuletzt geändert am 21. Dezember 2001 11:50 von aj

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