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Ein Rückblick auf die Zitate des Jahres 2001_

Hofschranzen und grüne Frösche

Vom Sex-Appeal des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber über Hofschranzen und Armleuchter bis hin zu Männern, die ihren dicken Bauch nicht auf die leichte Schulter nehmen sollen, reicht die Spanne denkwürdiger Zitate des Jahres 2001. Die Höhepunkte:

  • "Sie sollten aus der Tatsache, dass ich freundlich mit Ihnen umgehe, keine falschen Schlüsse ziehen".
    (Bundeskanzler Gerhard Schröder am 10. Januar in Berlin zur Bemerkung einer Journalistin auf der Pressekonferenz, er wirke angesichts BSE-Katastrophen ruhig und unbesorgt.)

  • "Demenz fördert Lust auf Popmusik"
    (Überschrift eines Artikels der "Ärztlichen Praxis" am 17. Januar. Demenz ist der Verlust intellektueller Fähigkeiten als Folge einer Hirnschädigung.)

  • "Uns Katholiken ist der Wunderglaube in der Theologie durchaus zu eigen, aber nicht in der Politik."
    (Bundesaußenminister Joschka Fischer am 19. Januar im Bundestag zu dem evangelischen Theologen und CDU-Abgeordneten Peter Hintze.)

  • "Am Ende bleiben nur noch Hofschranzen, Speichellecker und Armleuchter übrig."
    (Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im sächsischen Landtag, Thomas Jurk, während einer Parlamentsdebatte am 19. Januar über die Auswirkungen von drei Legislaturperioden absoluter CDU-Mehrheit im Freistaat.)

  • "Gerhard Schröder sieht von allen Seiten gut aus - besser als Frau Merkel."
    (SPD-Generalsekretär Franz Müntefering am 23. Januar in Berlin zu dem umstrittenen Kampagnenplakat der CDU, das Bundeskanzler Schröder wie auf einem Verbrecherfoto en face und im Profil zeigt und ihn des "Rentenbetrugs" bezichtigt.)

  • "Wir haben durch umfangreiche Recherchen herausgefunden: Im Grund genommen unterliegt auch die New Economy den ökonomischen Gesetzen."
    (Der Vizepräsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Frank Niethammer, am 26. Januar in Bonn bei der Vorstellung einer Studie über die Zukunftsperspektiven der deutschen Industrie.)

  • "Die Kuh ist umzingelt."
    (Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast am 7. Februar nach der Agrarministerkonferenz in Potsdam, bei dem sich die Agrarminister der Länder auf einen einheitlichen Gesetzentwurf zur BSE-Bekämpfung einigten.)

  • "Es wird Frühling: Der Zigarettenschmuggel blüht"
    (Überschrift einer am 26. Februar veröffentlichten Pressemitteilung des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main zur Sicherstellung unversteuerter Zigaretten.)

  • "Nur die CSU-Staatsregierung bleibt garantiert BSE-frei, denn sie hat den besten BSE-Schutz, den es gibt: Kein Hirn, kein Rückgrat."
    (Der Landesvorsitzende der bayerischen SPD, Wolfgang Hoderlein, beim politischen Aschermittwoch seiner Partei in Vilshofen am 28. Februar.)

  • "Das bedeutet aber keinesfalls, dass Männer ihren dicken Bauch auf die leichte Schulter nehmen dürfen..."
    (Aus einer Pressemitteilung des Deutschen Instituts am 14. Februar für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen über Reduktionskost.)

  • "Wir Deutsche müssen keine stolzen Spanier sein."
    (Der Psychoanalytiker Horst Eberhard Richter über Nationalstolz in der Münchner "Abendzeitung" am 20. März.)

  • "Sie wissen, Handys sind nur dann erlaubt, wenn jemand eine ganz neue Melodie hat."
    (Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Bundesratspräsident Kurt Beck am 30. März in der Länderkammer. Als Beck die Sitzung eröffnete, klingelte ein Handy.)

  • "Startschuss für Kampagne 'Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte."
    (Untertitel einer am 30. März veröffentlichten Pressemitteilung des hessischen Innenministeriums zur Eigensicherung von Polizisten bei Polizeikontrollen.)

  • "Es gibt diese schwarzen Schafe, die billige Ferkel unklarer Herkunft kaufen."
    (Bundesverbraucherministerin Renate Künast am 4. April in Berlin bei ihrer Pressekonferenz zur Maul- und Klauenseuche.)

  • "Gregor Gysi war der Meister der Talk-Shows - bis ich kam."
    (Guido Westerwelle, FDP-Generalsekretär und designierter Parteivorsitzender, am 8. April auf dem Landesparteitag der Liberalen in Magdeburg.)

  • "Edmund Stoiber ist vor allem sexy, dies ist für uns Frauen besonders wichtig."
    (Fürstin Gloria von Thurn und Taxis laut Hessischem Rundfunk am 10. Mai in der Sendung "Friedman" zu der Diskussion um den geeigneten Kanzlerkandidaten von CDU/CSU.)

  • "Der Mensch ist nicht für die Tastatur gemacht. Wenn es so wäre, hätte er nicht zehn, sondern 20 Finger."
    (Der designierte Vorsitzende der Geschäftsführung der Microsoft GmbH, Kurt Sibold, am 18. Mai in Frankfurt am Main.)

  • "Ich würde mir niemals erlauben, mit der Ministerin zu schmusen."
    (Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Manfred Richter-Reichhelm, am 21. Mai in Ludwigshafen auf die Frage, ob es zwischen Ärzteschaft und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt einen Schmusekurs gebe.)

  • "Ich werde immer wieder gefragt, warum ich denn so schwarz male. Meine Kollegen würden immerhin noch Licht im Tunnel sehen. Da antworte ich: Die stehen entweder in einem anderen Tunnel, oder es kommt ihnen eine Lokomotive entgegen."
    (Der Präsident des Verbandes der Deutschen Bauindustrie, Ignaz Walter, am 28. Mai in Berlin zu den Konjunkturaussichten seiner Branche.)

  • "Ich bin schwul - und das ist auch gut so."
    (Der damalige Berliner SPD-Fraktionschef und jetzige Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, am 10. Juni auf einem Sonderparteitag.)

  • "Wer seine Haare färbt, wird auch nicht davor zurückschrecken, die Schul-, die Unterrichtsstatistiken zu fälschen."
    (Der niedersächsische CDU-Chef Christian Wulff am 22. Juni auf dem Landesparteitag der Union in Hannover über Ministerpräsident Sigmar Gabriel.)

  • "Die SPD hat beschlossen, Otto Schily müsse den Listenplatz Nummer eins erhalten. Man weiß nur noch nicht, bei welcher Partei."
    (Bundeskanzler Gerhard Schröder über die Vorbereitungen der bayerischen SPD für die Bundestagswahl, am 10. Juli in München zitiert von dem bayerischen SPD-Abgeordneten Bundesinnenminister Schily.)

  • "CDU-Landesregierung betreibt gelungene Kombination aus sparsamer Haushaltsführung und unwichtiger Politik."
    (Überschrift einer am 10. Juli in Wiesbaden veröffentlichten Pressemitteilung des finanzpolitischen Sprechers der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Frank Lortz.)

  • "Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Stelle."
    (Allianz-Vorstandschef Henning Schulte-Noelle am 11. Juli auf der Hauptversammlung in München zur geplanten Übernahme der Dresdner Bank.)

  • "Ich habe kein großes Problem mit einer Politik der ruhigen Hand, solange einem die Hand dabei nicht einschläft."
    (Der saarländische SPD-Vorsitzende Heiko Maas am 26. August auf einem Landesparteitag in Homburg unter Anspielung auf Vorwürfe gegen Bundeskanzler Schröders Haltung zur Konjunkturpolitik.)

  • "Die Frauen haben ohne Probleme ihren Mann gestanden."
    (Der Kommandeur der Marineunteroffizierschule Plön, Kapitän zur See Wolfgang Brasack, am 30. August in einer Bilanz der ersten Grundausbildung weiblicher Offiziersanwärter.)

  • "Es gibt in der Bundesregierung viele, die einen hohen Zigarrenkonsum haben, aber sich nicht mehr an Ludwig Erhard erinnern."
    (FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt am 31. August in Berlin.)

  • "Wenn Herr Scharping seine Not noch um zweieinhalb Stunden hätte verschieben können, wäre er auch mit Linie nach Mallorca gekommen." (Der CSU-Landesgruppenvorsitzende Michael Glos am 3. September zur "Flugaffäre" von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping.)

  • "Mit der ruhigen Hand schaffen Sie keine Arbeitsplätze, mit der ruhigen Hand schieben Sie eine ruhige Kugel."
    (Angela Merkel am 3. September auf einem CDU-Kongress in Hamburg.)

  • "Ich hoffe, dass die Union mit sich selbst klarkommt. Denn wir können ja nicht die Bundestagswahl am 22. September verschieben." (Bundeskanzler Gerhard Schröder am 14. November in Berlin auf die Frage von Schülern, wann er mit einem Kanzlerkandidaten der Union rechne.)

  • "Ludwig Erhard als Wirtschaftsminister, denn nach ihm hatten sie keinen mehr, der von Wirtschaft das Nötigste versteht. Walter Leisler-Kiep, Finanzminister, er kennt Quellen. Roland Koch, Minister für Justiz, der wird alles im Griff haben. Friedrich Merz, Minister für Verkehr und Sport, als Spezialist für Moped-Rennen. Michael Glos, Minister der Verteidigung, denn etwas Abschreckung muss sein. Laurenz Meyer, zuständig für Plakate."
    (SPD-Generalsekretär Franz Müntefering auf dem Bundesparteitag der Sozialdemokraten am 21. November in Nürnberg, wo er ironisch ein "Schattenkabinett" der Unionsparteien vorstellte)

  • "Sie können diesen grünen Frosch küssen oder Sie können ihn weiter gegen die Wand werfen - es wird nie ein Prinz draus."
    (FDP-Vorsitzender Guido Westerwelle am 28. November im Bundestag zum Umgang von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit dem Koalitionspartner.)

  • "Ich trenne mich sehr schwer davon - ich habe mich immer schwer von ihr getrennt."
    (Entertainer Heinz Schenk am 16. Dezember in der ARD-Talk-Show "Sabine Christiansen" zum Abschied von der D-Mark)

    AP


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    Zuletzt geändert am 20. Dezember 2001 15:08 von aj

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