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Hochtechnologie im Kampf gegen Terror in der Luft

Wie Katz und Maus

Hamburg - "Der Schlüssel für die Sicherheit in der Luft liegt vor allem am Boden. Dort muss der Schwerpunkt der Maßnahmen liegen", meint der Sprecher der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit, Georg Fongern. Aber das ultimative Kontrollgerät zur Überprüfung der Passagiere scheint noch nicht entwickelt zu sein.

Die Personenschleusen beim Check-in sprechen nur auf metallische Gegenstände an. Aber zunehmend sind Waffen aus nicht-metallischem Material - aus Kunststoff, Keramik oder Kohlefaser - verfügbar. Und gegen Sprengstoff, der am Körper getragen wird, helfen bislang nur Spürhunde, meint ein Sprecher der Pariser Flughafenverwaltung.

Plastiksprengstoff nur schwer zu entdecken

Röntgenstrahlen, die nicht-metallische Waffen oder Sprengstoff am Körper sichtbar machen würden, verbieten sich aus gesundheitlichen Gründen. Eine britische Firma hat nun ein Gerät entwickelt, das Fluggäste scannt, wobei die Kamera aber keine Strahlung aussendet, sondern passiv nur die natürliche Strahlung erfasst, wie sie von verschiedenen Materialien reflektiert wird. Die unterschiedliche Reflexion des Körpers und der an ihm getragenen Gegenstände wird dann auf einem Monitor sichtbar gemacht.

Ein amerikanischer Hersteller hat ein Gerät (EGIS) entwickelt, das auch Plastiksprengstoff entdeckt - allerdings nur über dessen Ausdünstungen in der Luft. Die Passagiere müssen dafür ihre Kleidung oder ihre Taschen öffnen.

"Sky Marshals" mit flugzeugtauglichen Spezialwaffen ausrüsten

Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol entbrannte kürzlich ein Streit über Sicherheitslücken beim Flughafenpersonal. Kritiker behaupteten, Angestellte von Duty-Free-Läden, Reinigungsfirmen oder anderen Dienstleistern könnten ohne Körperkontrolle und Durchleuchtung ihrer Taschen durch Seiteneingänge in den gesicherten Bereich des Flughafens gelangen, wo sie Terroristen Waffen zustecken könnten.

Nach den Anschlägen vom 11. September wurden erneut bewaffnete Flugbegleiter ("Sky Marshals") gefordert, gegen die sich Piloten und Fluggesellschaften - mit Ausnahme der israelischen El Al - lange gewehrt haben. Um Luftpiraten unschädlich zu machen, aber dabei nicht den Flugzeugrumpf durch Schüsse zu durchlöchern, wird über Munition nachgedacht, deren Durchschlagskraft nach wenigen Metern rapide abnimmt.

"Maschinen sollten nicht zu fliegenden Hochsicherheitstrakten werden"

Die Piloten seien offen für jede Diskussion, wie die Sicherheit verbessert werden könnte, sagt Cockpit-Sprecher Fongern. Aber einen "Aktionismus", den die USA nach dem Lockerbie-Anschlag 1988 praktiziert hätten und der für "tonnenschwere Kontrollgeräte mit 50- prozentiger Fehlerquote" auf US-Flughäfen gesorgt habe, müsse vermieden werden. Auch dürften die Maschinen nicht zu fliegenden Hochsicherheitstrakten werden.

dpa


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Zuletzt geändert am 23. Dezember 2001 16:50 von mwege

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