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Verkehrsfachleute üben Kritik an Autofahrern:

LKW-Fahrer sind Hauptschuldige am Chaos

Angesichts des Verkehrschaos auf deutschen Autobahnen in den vergangenen Tagen hat der Automobilclub AvD eine Winterreifen-Pflicht für Lastkraftwagen gefordert. Lkw mit Sommerreifen dürften in den Wintermonaten auf deutschen Straßen überhaupt nicht mehr unterwegs sein, verlangte AvD-Sprecher Jochen Hövekenmeier am Donnerstag in Frankfurt am Main. An anderen Strecken sollten verstärkt Verkehrsschilder aufgestellt werden, die je nach Wetterlage den Einsatz von Schneeketten vorschreiben.

Anklicken zum Vergrößern Liegengebliebene LKW blockierten am Samstag, 22. Dezember, die Sauerlandlinie A 45 bei Haiger in Fahrtrichtung Dortmund. Nach starken Schneefällen war die Autobahn seit Freitag abend auf über 50 Kilometer durch liegengebliebene und querstehende LKW unpassierbar.

Auch schlecht ausgerüstete PKWs hätten zu den Staus beigetragen, kritisierten die Fachleute Den Räumdiensten seien dagegen keine Versäumnisse vorzuwerfen. Das Chaos auf vielen Autobahnen sei "vorhersehbar und damit hausgemacht". " geswesen, kritisierte der Automobilclub. In den meisten Fällen stand der Verkehr still, weil einer oder mehrere Lastwagen quer auf der Fahrbahn standen und damit jegliches Vorwärtskommen unmöglich gemacht haben" Auf gefährdeten Autobahnabschnitten sollten zwischen November und April überhaupt keine Fahrzeuge ohne Winterreifen fahren, forderte der AvD.

Keine "Winterfahrkultur"

"In Deutschland gibt es keine Winterfahrkultur". In Kanada oder in Skandinavien seien die Menschen viel besser auf derartiges Wetter vorbereitet als in Deutschland. Die Folge sei, dass viele Menschen beim Wintereinbruch übertrieben vorsichtig gefahren seien. Andere dagegen missachteten die Wetterwarnungen und seien weiter mit Sommerreifen gefahren.

Anklicken zum Vergrößern Überholen, bis nichts mehr geht: LKW blockieren alle drei Spuren der A 45

Scharfe Kritik an Autofahrern übte auch der Gießener Polizeivizepräsident Karl-Heinz Reinstedt. "Sie haben die Rettungswege immer wieder zugefahren, Rundfunkwarnmeldungen vollkommen ignoriert und uns mit wüsten Beschimpfungen per Handy die Notrufe blockiert."

Räumdienste überfordert

Trotz guter Vorbereitung bei den Räumdiensten auf Schneefall und Frost ist ein Verkehrschaos nicht immer zu vermeiden, betonte die Sprecherin des Landesbetriebes Straßenbau in Nordrhein-Westfalen, Ingrid Scholtz, in Münster. "Gerade auf der Sauerlandlinie hat sich nach einsetzendem Schneefall sofort ein Stau wegen quer stehender Lkw gebildet - da kamen dann auch die Streuwagen nicht mehr durch."

Nach Ansicht von Harald Herberg vom Verkehrswarndienst des sächsischen Innenministeriums sind einseitige Schuldzuweisungen an den Winterdienst fehl am Platz. "Gegen Schneeverwehungen mit bis zu zwei Metern Höhe ist jeder Räumdienst chancenlos." Für die meisten Staus auf Sachsens Straßen waren den Angaben zufolge Lkw-Fahrer verantwortlich. Auch viele Autos seien schlecht ausgerüstet gewesen. "Bei solchen Wetterprognosen gehören außer Winterbereifung auch Hilfsmittel wie Schaufel, Decke und Streusand an Bord."

Die Bahn kommt ... auch nicht immer durch

Die Bahn hatte nach eigenen Angaben bis zu 5000 zusätzliche Helfer im Einsatz, die Strecken und Bahnhöfe frei räumten. Trotzdem kam es teilweise zu erheblichen Verspätungen; einige Strecken mussten gesperrt werden. "Im Vergleich zu den Zuständen auf der Straße haben wir den Wintereinbruch gut bewältigt", sagte Bahnsprecher Hans-Georg Kusznir.

dpa, AFP; Fotos: dpa

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Zuletzt geändert am 27. Dezember 2001 15:46 von jo

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