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Feuerwehr erwartet noch stärkere Brände vor Sydney:

"Eine katastrophale Wettervorhersage"

Sydney - Die australische Feuerwehr rechnet am Wochenende mit einer erneuten Verstärkung der riesigen Buschbrände rund um die Millionenstadt Sydney im Südosten des Landes. "Für die nächsten beiden Tage, Samstag und Sonntag, gibt es eine katastrophale Wettervorhersage", sagte am Freitag ein Sprecher der Feuerwehr im Bundesstaat New South Wales, zu dem Sydney gehört.

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Experten begutachten die Ausbreitung der Feuer von einem Hubschrauber aus.

Es seien Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius und starke Südwinde zu erwarten. Die Feuer wüten seit Anfang der Woche und sind offiziellen Angaben zufolge noch nicht unter Kontrolle. Ein Experte wies darauf hin, dass große Waldbrände zum Kreislauf der Natur gehörten und dazu einen wichtigen Beitrag leisteten.

"Das Wetter wird ziemlich ähnlich wie an Weihnachten sein", sagte der Direktor des Wetterdienstes, Kevin O'Loughlin. Sommerhitze und böige Winde hatten über die Feiertage aus den Bränden regelrechte Feuerwände entstehen lassen, die sich mit ungewöhnlicher Schnelligkeit durch den Bundesstaat New South Wales und auf Sydney zu fraßen. Trotz einer leichten Verbesserung der Lage am Vortag waren die Buschbrände am Freitag weiter nicht unter Kontrolle. "Das Feuer wütet noch immer in einem Gebiet von 600 Kilometern und brennt unkontrolliert", sagte Feuerwehr-Chef Phil Koperberg.

Hafenstadt unter einer dichten Rauchwolke

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Feuerwehrleute machen ein Pause vom Kampf gegen die Flammen.

Die Brände flackerten an den Weihnachtstagen kilometerhoch, bildeten bis zu 60 Meter breite Wände und übersprangen auch einen Stausee in der Nähe Sydneys. Die Hafenstadt wurde teilweise vom Hinterland abgeschnitten und hängt seit Tagen unter einer dichten Rauchwolke. Während bei Bränden ähnlichen Ausmaßes vor sieben Jahren vier Menschen ums Leben kamen, liegen in diesem Jahr noch keine Berichte über Tote vor.

Koperberg sagte, ein großer Brand auf einer Fläche von 30 Kilometern sei nur noch wenige Kilometer von Städten in den Blauen Bergen entfernt, in denen viele Arbeitnehmer aus Sydney wohnten. Einsatzkräfte versuchten, vor den Städten eine Schneise durch den Wald zu schlagen und dann gezielt Feuer zu legen, das sich den Bränden entgegenarbeitet und ihnen jede Nahrung nimmt. "Die Strategie ist, davor muss ich allerdings warnen, riskant", fügte Koperberg hinzu.

Experten: Abschuss von Wasserbomben wirkungslos

Koperbergs Angaben zufolge wird bei der Brandbekämpfung inzwischen ein Spezial-Hubschrauber eingesetzt, der 9000 Liter Wasser transportieren könne. Feuerexperten sagten jedoch, der Abschuss von Wasserbomben sei im Prinzip wirkungslos. Nur ein Drehen des Windes oder Regen könne die Brände löschen.

Brände in dieser Größenordnung gebe es in dieser Gegend Australiens etwa alle zehn Jahre, sagte Phil Cheney von der nationalen Forschungseinrichtung CSIRO. Sie seien wichtig für die Natur. Samen bestimmter Bäume wie Eukalyptus und Banksie verbreiteten sich nur bei großer Feuerhitze und bräuchten für ihre Entwicklung aschebedeckte Erde. Noch vor 40 oder 50 Jahren sei das gezielte Abbrennen von Flächen zudem Teil der Bewirtschaftung des Landes gewesen.

Blitzschlag und Brandstiftung

Der große Teil der etwa 100 Brandherde ist offiziellen Angaben zufolge durch Blitzschlag entstanden, etwa 40 Feuer jedoch durch Brandstiftung. Die Polizei nahm inzwischen drei junge Männer wegen Brandstiftung fest, darunter zwei 15-Jährige. Die Jugendlichen seien für kleinere Brände in einem Vorort Sydneys verantwortlich, sagte die Polizei. Diese hätten schnell gelöscht werden können.

Reuters - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 28. Dezember 2001 13:05 von aj

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