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Argentinische Regierung weiter unter Druck - Rücktritt angeboten

Menschenmenge stürmte Regierungssitz

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Kein Ende der Unruhen in Buenos Aires: Ein Demonstrant bedeckt sein Gesicht.

Buenos Aires - Eine Woche nach dem Rücktritt der argentinischen Staatsführung bleibt auch die neue Regierung unter dem Druck der Straße. Nach militanten Demonstrationen gegen Wirtschaftskrise und Sparpolitik bot das Kabinett von Übergangspräsident Rodriguez Saa am Samstag geschlossen seinen Rücktritt an.

Es wurde nicht erwartet, dass Saa dieses Angebot annimmt. Möglicherweise wird er aber einige Ressorts neu besetzen. Der Präsident rief die Bevölkerung eindringlich zur Ruhe auf. Außerdem wies er die Banken an, am letzten Tag des Jahres zwölf Stunden und damit doppelt so lange wie normal geöffnet zu bleiben. Am Freitag und Samstag gingen erneut mehrere tausend Menschen in Buenos Aires auf die Straßen und demonstrierten unter anderem gegen die weiter bestehende Einschränkung von Barauszahlungen. Seit dem 1. Dezember dürfen Privatkunden nur noch noch 1.000 Pesos (2.220 Mark - 1.134 Euro) von ihren Konten abheben. Die Regierung will so verhindern, dass es in Erwartung eines Zusammenbruchs der Staatsfinanzen zu einer massiven Kapitalflucht kommt.

Polizei setzte Tränengas und Hartgummigeschosse ein

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Die Polizei ging mit Tränengas und Hartgummigeschossen gegen eine Menschenmenge vor, die den Regierungssitz zu stürmen versuchte.

Am Samstag ging die Polizei mit Tränengas und Hartgummigeschossen gegen eine Menschenmenge vor, die den Regierungssitz, die Casa Rosada, zu stürmen versuchte. Zuvor waren einige Demonstranten in das Parlamentsgebäude eingedrungen. Sie zerschlugen Fenster und zerstörten Teile des Mobiliars. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften wurden mindestens zehn Polizisten und eine unbekannte Zahl von Demonstranten verletzt. Die Polizei nahm 33 Personen fest. Andere Demonstranten plünderten Geschäfte und setzten Banken in Brand. Nach ähnlichen Unruhen mit 26 Toten war vor einer Woche Präsident Fernando de la Rua zurückgetreten.

Einführung einer Drittwährung angekündigt

Zur Überwindung der Wirtschaftskrise hat Saa die Bedienung der Auslandsschulden ausgesetzt und die Einführung einer Drittwährung angekündigt: Der Argentino soll ab 15. Januar zusätzlich zu den aneinander gekoppelten bisherigen Zahlungsmitteln Peso und Dollar gültig sein soll. Es wird jedoch erwartet, dass der Argentino schnell an Wert verlieren und die Inflation antreiben wird.

AP - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 30. Dezember 2001 10:55 von aj

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