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zurückblättern  ... Bundeswehr plant Einsatz von 770 Mann

Der Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Karl-Henning Kröger, sagte am Wochenende, hinzu kämen möglicherweise weitere Soldaten, die außerhalb des Landes stationiert würden, etwa zur Umladung von Transportgütern. Die Zahl 770 spiegele eine Momentaufnahme der Vorbereitungen, die sich aufgrund der anhaltenden Gespräche der beteiligten Staaten ändern könne. Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) wollte sich am Sonntag mit Teilnehmern des Erkundungsteams treffen, dessen Abflug nach Kabul sich durch Sicherheitsprobleme verzögerte.

Rund 250köpfiges Vorauskommando startet Anfang Januar

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In der Potsdamer "Henning- von- Tresckow- Kaserne" wird der Einsatz von bis zu 1. 200 deutschen Soldaten der UN- Schutztruppe für Afghanistan geplant. Die Offiziere des Einsatzführungskommandos müssen exakt kalkulieren, um Soldaten, Ausrüstungsteile und Nachschub in das Krisengebiet zu transportieren.

Die rund 5000 Mann starke "International Security Assistance Force" (ISAF) soll unter britischer Führung die Sicherheit in Kabul und Umgebung gewährleisten und so die Interimsregierung in Afghanistan unterstützen. Die Vereinbarung mit der Regierung über die Stationierung sollte nach britischen Angaben bald unterzeichnet werden. Die Bundesrepublik will sich mit bis zu 1200 Soldaten an der Truppe beteiligen. Der Bundestag hatte einem entsprechenden Mandat kurz vor Weihnachten zugestimmt. Nach dem Erkundungsteam soll Anfang Januar ein rund 250köpfiges Vorauskommando nach Kabul entsandt werden, dem neben deutschen auch dänische und niederländische Soldaten angehören sollten. Das Hauptkontingent soll bis Ende Janur stationiert sein.

Kröger sagte, die Zusammensetzung der ISAF und damit die Zahl der dafür eingesetzten deutschen Soldaten sei zwar in der am Freitag beendeten Arbeitssitzung der beteiligten Militärs in London geplant worden. Diese Planungen müssten aber noch mit den beteiligten Regierungen abgestimmt werden. Die Zahlen könnten noch nicht genau genannt werden, weil über einzelne Elemente der Truppe am Wochenende weiter beraten werde. Dies sei jedoch kein Zeichen von Konflikten, sagte Kröger. Zuvor hatte es geheißen, die genauen Zahlen sollten nach Ende der Londoner Beratungen am Freitagabend bekanntgegeben werden.

Transport mit Luftwaffen-Airbus

Scharping wollte nach seinem Treffen mit deutschen Mitgliedern des multinationalen Erkundungsteams in Bonn eine Erklärung abgeben. Ob er dabei Einzelheiten zum deutschen ISAF-Kontingent nennen würde, blieb zunächst offen.

Geplant sei, in einem deutschen Luftwaffen-Airbus das Erkundungsteam und in einer weiteren Maschine seine Fahrzeuge zu transportieren, sagte Kröger. Von deutscher Seite würden sechs Soldaten für das Erkundungsteam reisen sowie zwei Soldaten, die als Verbindungsoffiziere dem britischen Hauptquartier zugeordnet würden. Das Erkundungsteam soll klären, auf welchem Flughafen das Hauptkontingent und Material für die ISAF landen und wie die Soldaten untergebracht und versorgt werden können.

Fallschirmjäger bilden den Kern

Kröger sagte, der Kern des deutschen ISAF-Beitrags werde aus Fallschirmjägern bestehen. An dem internationalen Bataillon würden sich neben niederländischen auch österreichische Soldaten beteiligen. Dieses Bataillon solle "Sicherheit herstellen", die anderen Truppenteile, darunter Pioniere, Minenräumer und Sanitäter, dienten vor allem seiner Unterstützung.

Rühe (CDU): Noch zentrale Fragen offen

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Rühe (CDU), sagte, bei dem Afghanistan-Einsatz seien noch zentrale Fragen offen. Im Deutschlandfunk nannte er als Beispiel die Frage, wtan-Einsatz seien noch zentrale Fragen offen. Im Deutschlandfunk nannte er als Beispiel die Frage, welche Nation die Führung des Einsatzes von Großbritannien übernehmen werde. Großbritannien will diese spätestens Ende April abgeben. Scharping hat eine deutsche Führung, die offenbar von den USA, den Vereinten Nationen und afghanischen Politikern gewünscht wurde, ausgeschlossen. Als künftige Führungsnation ist die Türkei im Gespräch. Das Verteidigungsministerium wandte sich gegen einen Bericht der "Bild am Sonntag", wonach die Bundeswehr möglicherweise einen Einsatz im Rahmen der Terrorbekämpfung über Afghanistan hinaus plant. Die Zeitung beruft sich auf einen Impfplan der Bundeswehr, der Impfungen gegen Krankheiten vorsieht, die in Nachbarländern Afghanistans und in Nordost-Afrika aufträten. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, die Bundeswehr handele auf der Grundlage der Beschlüsse von Bundesregierung und Bundestag, die einen Einsatz geographisch eingrenzen.

dpa, Reuters - Fotos: AP, dpa


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Zuletzt geändert am 30. Dezember 2001 12:16 von aj

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