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Trend: Täglich werden etwa 3 000 DE-Domains registriert

Häufigstes Internet-Länderkürzel der Welt

Frankfurt/Main - Ein unscheinbares Bürohaus unweit des Frankfurter Hauptbahnhofes - doch was darin passiert, hat weit reichende Folgen. In den oberen Etagen des achtstöckigen Gebäudes residiert die Genossenschaft DENIC (DE Network Information Center).

Die meisten Internetnutzer in Deutschland können mit diesem Namen wahrscheinlich nichts anfangen. Doch DENIC gehört inzwischen zu den wichtigsten Einrichtungen überhaupt, die dafür sorgen, dass das Internet seinen Surfern weltweit zur Verfügung steht. "Bei unseren 60 Mitarbeitern laufen die Informationen über alle Domainnamen zusammen, die unter dem deutschen Länderkürzel DE registriert sind", sagt DENIC-Sprecher Klaus Herzig. Und das sind inzwischen eine ganze Menge.

5-millionste DE-Domain: "sonja-und-shawn.de"

Vor wenigen Wochen wurde mit "sonja-und-shawn.de" die 5-millionste DE-Domain registriert. Damit ist DE nach Darstellung Herzigs das häufigste Länderkürzel der Welt im Netz. Knapp vor der Endung NET ist es zudem das zweithäufigste Kürzel überhaupt. Die meisten Internetseiten haben nach wie vor die Endung COM, wie Herzig sagt. Internetseiten aus den USA enden vor allem auf NET und COM. Täglich kommen derzeit etwa 3 000 DE-Domains hinzu. Das DENIC trägt in seine Datenbanken ein, wer den Namen registriert hat und auf welchem Rechner die entsprechende Domain beheimatet ist. Dementsprechend kann man bei DENIC auch herausfinden, welche DE-Domains noch frei sind www.denic.de/servlet/Whois.

Bis 1994 wurden nur rund 1 000 DE-Domains angemeldet

"Was nur wenige wissen: die Möglichkeit, eine DE-Domain anzulegen, wurde bereits vor 15 Jahren geschaffen", sagt Herzig. Doch die ersten Jahre waren eher ereignislos. Das Internet diente damals lediglich der Kommunikation von Wissenschaftlern. Bis 1994 wurden nur rund 1 000 DE-Domains angemeldet. Die Verwaltung der Domains hatte bis zu diesem Zeitpunkt das Rechenzentrum der Universität Dortmund inne, auf freiwilliger Basis. Dann wechselte die Verwaltung an die Uni Karlsruhe.

Nachdem das Internet Anfang der 90er Jahre zum World Wide Web (WWW) und damit grafisch und bunt geworden war, stieg das Interesse an DE-Domains auch außerhalb von Forschungseinrichtungen steil an. Als Reaktion darauf wurde die Registrierung aus den ehrenamtlichen Händen in eine eigens gegründete Genossenschaft überführt. Derzeit hat die DENIC-Genossenschaft etwa 160 Mitglieder. Es sind Internet- Provider, die ihren Kunden, Normalbürgern und Firmen, lokalen Zugang zum Internet verschaffen.

Eigene Domain in Deutschland: "einfach und günstig"

Die Organisationsweise vom DENIC als Genossenschaft hat nach Herzigs Worten zur Folge, dass es in Deutschland vergleichsweise einfach und günstig ist, an eine eigene Domain zu kommen. In anderen Ländern ist dies weitaus schwieriger - sei es, weil die Registrierung kommerzialisiert und teuer ist oder aber, dass per Gesetz nur Firmen eine eigene Internetseite unterhalten dürfen, wie beispielsweise in Frankreich. In Deutschland gibt es hingegen seit einigen Jahren einen starken Trend zur privaten Homepage.

Sicherheitsloch: "Die Sache wurde aufgebauscht"

Kritik an DENIC kommt immer wieder aus Fachkreisen. Zum einen gibt es Internetnutzer der ersten Stunde, die ganz pauschal die Kommerzialisierung des Netzes insgesamt missbilligen und der Vision eines basisdemokratischen und unkontrollierten Mediums nachhängen, in dem nichts und niemand registriert wird. Zum anderen gibt es auch technische Kritik. So hatten Recherchen des Computer-Magazins CT ergeben, dass ein Sicherheitsloch bei DENIC monatelang Manipulationen an sämtlichen DE-Domains erlaubt hätte. Hacker hätten jederzeit online Personendaten in der Datenbank verändern können, schrieb das Magazin.

DENIC hat dieses Sicherheitsloch inzwischen eingestanden. Für Änderungen ist nun ein Provider-Passwort erforderlich. DENIC-Sprecher Herzig: "Die Sache wurde aufgebauscht. Damit man als Unbefugter hätte Daten ändern können, hätte man ein extremer Experte mit wirklich bösen Absichten sein müssen."

Von Gregor Tholl, dpa


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Zuletzt geändert am 3. Januar 2002 17:14 von tea

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