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US-Vermittler Zinni trifft Scharon und Arafat

Israel kapert Schiff mit 50 Tonnen Waffen

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Unter den beschlagnahmten Waffen sollen auch auch Mörser und Panzerabwehrraketen gewesen sein, die die Palästinenser nach den bestehenden Verträgen mit Israel nicht besitzen dürfen.

Jerusalem - Der US-Gesandte Anthony Zinni hat zum Auftakt seiner neuen Nahost-Mission am Freitag Gespräche mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon und dem palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat geführt.

Israel habe Zinni bei dem Gespräch auf Scharons Schaffarm in Südisrael Vorschläge unterbreitet, wie eine Waffenruhe erreicht werden könne, erklärte das Büro des Ministerpräsidenten. Anschließend traf Zinni Arafat in Ramallah. Überschattet wurden die Gespräche von einem großen Waffenfund und neuen Unruhen im Westjordanland.

Elitesoldaten stürmten Schiff

Israel brachte im Roten Meer 500 Kilometer vor der israelischen Küste ein Schiff mit 50 Tonnen Waffen auf, die für das palästinensische Autonomiegebiet bestimmt gewesen sein sollen. Der israelische Generalstabschef Generalleutnant Schaul Mofas erklärte auf einer Pressekonferenz, Elitesoldaten hätten das palästinensische Schiff am Donnerstag gestürmt, das die vor allem in Iran hergestellten Waffen geladen hatte. Darunter seien auch Mörser und Panzerabwehrraketen gewesen, die die Palästinenser nach den bestehenden Verträgen mit Israel nicht besitzen dürfen.

Mofas: Autonomiebehörde in Schmuggel verwickelt

Mofas sagte, die palästinensische Autonomiebehörde sei tief in die Schmuggelaktion verwickelt: Das Schiff sei von der Autonomiebehörde gekauft worden, Kapitän und Besatzung seien Mitglieder der palästinensischen Marinepolizei. Die Autonomiebehörde wies jede Verbindung zu dem Schiff zurück. Arafats Berater Nabil Abu Rdeneh sagte, die israelische Darstellung verfolge den Zweck, die Palästinenser während des Besuchs von Zinni zu diskreditieren.

Die israelischen Streitkräfte riegelten unterdessen das Dorf Tel bei Nablus im Westjordanland ab, um mutmaßliche palästinensische Extremisten zu verfolgen. Bei einer Suchaktion in dem Dorf wurde nach Armeeangaben ein bewaffneter Palästinenser getötet, zwei weitere wurden festgenommen. Das Trio habe einen Angriff auf Israelis geplant, hieß es. Nach Angaben von Dorfbewohnern war der Getötete Mitglied von Arafats Fatah-Bewegung und ehemaliges Mitglied der palästinensischen Sicherheitskräfte.

Unruhen stark zurückgegangen

Die Unruhen in den palästinensischen Gebieten sind in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen. Damit stieg die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen und die Umsetzung der im Juni von CIA-Chef George Tenet ausgehandelten Waffenruhe. Gemäß dem Tenet-Plan sollen beide Seiten die Empfehlungen der so genannten Mitchell-Kommission erfüllen. Diese sehen unter anderem vor, dass die Palästinenser die Gewalt unterbinden und Israel den Ausbau der jüdischen Siedlungen auf palästinensischem Territorium beendet.

Als Voraussetzung für eine Waffenruhe fordert Scharon allerdings eine Woche ohne Gewalt. Die Palästinenser verlangen dagegen einen Zeitplan zur Wiederaufnahme von Gesprächen. Parlamentspräsident Ahmed Kureia sagte, die Forderung nach sieben Tagen absoluter Waffenruhe sei ein Mittel, um die Umsetzung des Mitchell-Plans zu verhindern.

russland entsendet Nahost-Beauftragten

Die Vereinigten Staaten und Deutschland begrüßten unterdessen eine gewisse Beruhigung der Lage im Nahen Osten. Das russische Außenministerium kündigte die Entsendung des Nahost-Beauftragten Andrej Wdowin für Sonntag an. Er werde sich eng mit Zinni abstimmen, hieß es.

AP - Foto: AP


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Zuletzt geändert am 4. Januar 2002 17:31 von aj

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