IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Sa 05.01.2002

 Nachrichten

   vom 05.01.02

Feuer: Mutter und
vier Kinder sterben

US-Soldat bei
Gefecht getötet

Schlimmste Busch-
Feuer aller Zeiten

Winterchaos in
Athen und Istanbul

Stoiber läutet die Schlussrunde ein
Vergewaltiger von Anna festgenommen
Chip-Preise steigen: Neuer Aufschwung?
Klon-Schaf Dolly
hat Arthritis

Schülerin (18) ist Miss Rheinland-Pfalz
Bilderbuch-Winter in Süddeutschland
Foto des Tages


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

Noch immer kein rettender Regen in Australien in Sicht - Minister:

Schlimmste Buschfeuer aller Zeiten

Sydney - Die Buschbrände im Südosten Australiens sind nach Einschätzung des Katastrophenschutzminister Bob Debus die schlimmste Feuerkatastrophe in der Geschichte des Landes. "Am 13. Tag dieser Krise haben wir nicht einmal die Aussicht auf Regen für die kommenden Tage", sagte der Minister des Bundesstaates New South Wales am Samstag.

Anklicken zum Vergrößern
Seit zwei Wochen kämpfen die Feuerwehrleute in Australien vergeblich gegen die Flammen.

Bei andauernd ungünstiger Witterung befürchten die Feuerwehrleute eine weitere Zuspitzung der Lage in den Waldbrandgebieten. Nach einem Bericht des Radiosenders ABC besteht die Gefahr, dass sich die Feuer im Norden und Nordwesten Sydneys in der kommenden Woche zu einer einzigen Feuerfront vereinigen könnten.

Eine leichte Entspannung an der Wetterfront, mit abflauenden Winden und geringfügig niedrigeren Temperaturen erlaubte den Brandbekämpfern am Samstag, mit Planierraupen Schneisen zu ziehen und sich auf Brandrodungen zur Eindämmung der Flammen zu konzentrieren. Doch die Atempause wird nur von kurzer Dauer sein, sagte Feuerwehrchef Phil Koperberg. "Die nächsten beiden Tagen sind entscheidend." Für Sonntag und Montag wurden hohe Temperaturen sowie starke Westwinde erwartet, die die Feuer wieder anfachen würden.

Am Rande der Erschöpfung

Bei diesen Wetterbedingungen ist es nach Meinung des US- Brandbekämpfers Murry Taylor kaum möglich, die Feuerbrünste in den Griff zu bekommen. Dafür bräuchte es einen Wetterumschwung mit kühleren Temperaturen und abschwächenden Winden, sagte der 60-jährige Kalifornier, der über 25 Jahre als "Feuerspringer" gegen Brände kämpfte. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass die Feuerwehrleute in Australien nach fast zweiwöchigem Einsatz am Rand der Erschöpfung sind. Er warnte vor den Gefahren einer langwierigen Brandbekämpfung. "Dann sind die Fettvorräte des Körpers aufgebraucht, man ist müde, die Konzentration lässt nach, und die Zahl der Fehler und Unfälle nimmt zu", sagte Taylor in San Francisco.

Anklicken zum Vergrößern
Ray Lucan und seine Frau Rose stehen auf den Ruinen ihres abgebrannten Hauses bei Sussex (New South Wales).

Zwei weitere Feuerwehrleute erlitten am Samstag Verletzungen. In den Blue Mountains fiel ein Retter bei einer Brandrodungsaktion in die Flammen. Er erlitt Verbrennungen am Arm. Ein anderer Brandbekämpfer wurde bei Löscharbeiten im Ferienort Bendalong von einer Schlange gebissen und musste in eine Klinik geflogen werden.

Zwei Helikopter zur Verstärkung

Derzeit warten die Feuerwehrleute auf zwei weitere Lösch- Hubschrauber vom Typ Erickson, die besonders bei der Brandbekämpfung in Siedlungsgebieten hilfreich sind. Eine Antonow-Frachtmaschine, die zuvor wegen eines Schneesturms in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) stecken geblieben war, konnte mittlerweile in den Bundesstaat Oregon weiterfliegen, wo sie die beiden Helikopter aufnehmen soll. Die beiden Hubschrauber "The Incredible Hulk" (Der unglaubliche Hulk) und "Georgia Peach" (Georgia Pfirsich) sollen an diesem Montag zur Verstärkung des Lösch-Hubschraubers "Elvis" in Sydney eintreffen.

Inzwischen wurden 24 mutmaßliche Brandstifter festgenommen, die für etliche Feuer verantwortlich sein sollen. Viele Politiker Sydneys forderten ein Register von Brandstiftern. Der Ministerpräsident von New South Wales, Bob Carr, unterstützte dieses Anliegen. "Wir können nicht hart genug gegen jene vorgehen, die Feuer legen und sich daran ergötzen, wie sie Schaden und Zerstörung anrichten und sogar den Verlust von Leben herbeiführen", sagte er.

dpa - Fotos: dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Schnee-Spaß Ski-Special



Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 5. Januar 2002 15:38 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum