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Nach Doppelerfolg im Eisschnelllauf: Pechstein verärgert über Friesinger

Zoff unter den "Golden Girls"

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Wertet den Erfolg nur als einen "wichtigen Schritt auf dem Weg nach Salt Lake City": Anni Friesinger.

Erfurt - Nur wenige Minuten nach dem großartigen Doppelerfolg der "Golden Girls" ist es am Sonntag bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften in Erfurt zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen der souveränen Titelträgerin Anni Friesinger und ihrer Berliner Rivalin Claudia Pechstein gekommen.

Auslöser war eine Bemerkung von Anni Friesinger, die in einem ARD-Interview zu Pechstein nach deren 5000-m-Sieg sagte: "So krank kannst Du ja nicht gewesen sein". Dies löste bei Claudia Pechstein heftige Empörung aus. "Ich finde das total unfair. Ich würde so etwas nie zu einer Gegnerin sagen. Aber das unterstreicht nur, wie ich sie einschätze: Sie sagt etwas, ohne zu überlegen. Es ist wie im Kindergarten", konterte die Berlinerin.

Friesinger hingegen unterstrich, dass sie keinerlei Verständnis habe für die ständigen Bemerkungen von Pechstein hinsichtlich ihrer Erkältung. "Ich habe das nicht bösartig gemeint, aber ich musste schon dazu etwas sagen. Schließlich sind wir alle total fertig nach diesen drei Tagen. Und wenn man krank ist, kann man sich nicht in der letzten Runde noch einmal um ein ganze Sekunde steigern", war auch Friesinger trotz ihres Mehrkampf-Erfolgs zunächst leicht angesäuert.

Rang zwei bedeutete die erste Niederlage

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Dass ich hier trotz Krankheit so gut mitgehalten habe, gibt mir Selbstvertrauen", meint Claudia Pechstein.

Zuvor hatte die Inzellerin, die nach drei Streckensiegen klar vor Pechstein lag, trotz massiver Schulter- und Rückenschmerzen nach ihrem Trainingssturz vom Freitag im Vierkampf bei ihrem Heimspiel vor fast 10.000 Zuschauern in der stets ausverkauften Eis-Arena durchgesetzt. Allerdings bedeutete Rang zwei in 7:09,19 im 5000-m- Rennen die erste Niederlange in diesem Winter auf den Strecken zwischen 1500 und 5000 m. Pechstein war mit Bahnrekord von 7:09,04 ganze 0,15 Sekunden schneller.

Mit ihrem zweiten EM-Titel nach 2000, für den sie ein Preisgeld von fast 10.000 Euro kassierte, trat die Inzellerin die Nachfolge der achtmaligen Gold-Gewinnerin Gunda Niemann-Stirnemann an, die dem modernen Thüringer Eis-Tempel ihren Namen gab. Den 17. Titel für eine deutsche Kufen-Spezialistin beim 27. Europa-Championat verdiente sich die Weltmeisterin mit einer sensationellen Ausgeglichenheit auf allen Strecken. Nach den drei Siegen an den Vortagen verpasste sie den ersten Vier-Strecken-Triumph seit 1995, als Gunda Niemann der "Durchmarsch" gelungen war, am Sonntag nur hauchdünn.

Friesinger: "Jetzt bin ich aber total glücklich"

"Ich hatte schon noch im Kopf, dass Claudia bei der WM in Budapest zehn Sekunden aufgeholt hat und es dort noch einmal eng wurde", war sich die überragende Eisschnellläuferin des Winters trotz ihres Vorsprungs von 13,82 Sekunden vor der letzten Strecke ihrer Sache noch nicht ganz sicher. "Jetzt bin ich aber total glücklich. Nach dem Dilemma vom Freitag war ich mir nicht sicher, dass es ein Happy End gibt", räumte Anni Friesinger ein, die den Erfolg aber nur als einen "wichtigen Schritt auf dem Weg nach Salt Lake City" einordnete. Mit Gesängen und Beifalls-Ovationen wurden die beiden deutschen "Eis-Eiligen" nach ihrer Show vom Publikum begeistert gefeiert.

Nachdem sie bereits im Vorjahr bei der EM schwer gestürzt war und wochenlang pausieren musste, hatte sich das Trauma am ersten Wettkampftag fortgesetzt, als sie bei Startübungen vom Erfurter Georg Taubenrauch erfasst worden und mit dem Rücken auf das Eis geknallt war. Mehrere Stunden musste sie danach ihre Schulterblockade vom Physiotherapeuten behandeln lassen und schmerzstillende Tabletten schlucken. Der zugleich eingetretene Defekt an ihrem Karbon- Schlittschuh erwies sich aber als nicht so hinderlich wie befürchtet. Insgesamt zufrieden war auch Claudia Pechstein mit ihrem dritten Vize-Platz nach 1999 und 2001. "Abgerechnet wird bei Olympia. Dass ich hier trotz Krankheit so gut mitgehalten habe, gibt mir Selbstvertrauen", meinte die Berlinerin heiser.

Dittrich: "Das Rennen lief super"

Mit einem tollen Erfolg für die Deutschen ging der Herren- Wettkampf zu Ende. Frank Dittrich erkämpfte über 10.000 m den Sieg und untermauerte damit seine olympischen Medaillen-Ambitionen. "Das Rennen lief super, für den Mehrkampf hatte ich aber schon auf den kurzen Strecken einen Spitzenplatz eingebüßt", meinte der Chemnitzer nach seinem Bahnrekord von 13:33,61 Minuten. Im Gesamt-Klassement kam er damit aber nur auf Platz 14. Bester deutscher Mehrkämpfer war Christian Breuer (Grefrath) auf Platz 10. Einen Doppelerfolg feierten die Niederländer Jochem Uytdehaage und Carl Verheijen.

dpa - Fotos: dpa, AP


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Zuletzt geändert am 6. Januar 2002 17:05 von aj

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