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Machtkampf um die Kanzlerkandidatur:

Union streitet um Fraktions-Beteiligung

Berlin/Kreuth - Im Machtkampf zwischen CDU-Chefin Angela Merkel und dem CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber um die Unions- Kanzlerkandidatur ist ein Streit um die Beteiligung der Bundestagsfraktion entbrannt. Obwohl sich Merkel gegen eine solche Möglichkeit ausgesprochen hatte, brachten Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Michael Glos dies ausdrücklich ins Gespräch.

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CDU-Chefin Merkel und CSU-Chef Stoiber beim Parteitag im Dezember: Beide sind bereit für die Kanzlerkandidatur, aber wen will die Union?

Führende Unionspolitiker forderten erneut eine schnelle Kandidaten-Entscheidung. Entgegen der ursprünglichen Planung wollte Stoiber schon am Montag an der mit Spannung erwarteten Klausur der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth teilnehmen.

Merkel und Stoiber hatten am Wochenende erstmals öffentlich ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt und sich über die Medien einen Schlagabtausch geliefert. Während Merkel eine Beteiligung der Fraktion ablehnt, befürwortet Stoiber sie, sollten er und Merkel keine Einigung in der Kandidatenfrage finden.

Glos (CSU): "Druck im Kessel"

Glos sagte in Wildbad Kreuth, er wünsche sich eine einvernehmliche Lösung. Sollte es dazu aber nicht kommen, halte er das "nicht für ein Unglück". In diesem Fall werde es zu einer Abstimmung oder einem Meinungsbild in der Bundestagsfraktion kommen. Große Teile der Fraktion drängten auf eine rasche Einigung. "Es gibt einen wahnsinnigen Druck im Kessel." Der würde sich in der ersten Fraktionssitzung im neuen Jahr am 22. Januar entladen, "ob die Führungen es wollen, oder nicht".

Merz sagte im WDR: "Eine der denkbaren Möglichkeiten ist ohne Zweifel eine Entscheidung der Bundestagsfraktion." Die Fraktion habe schon zwei Mal in ihrer Geschichte entsprechende Entscheidungen getroffen. "Das kann durchaus auch ein drittes Mal geschehen." Fraktions-Vize Wolfgang Bosbach (CDU) warnte in der "Süddeutschen Zeitung" davor, die Entscheidung gegebenenfalls alleine der Fraktion zu überlassen. "Das ist eine Sache der Parteien und nicht der Fraktion." Bosbach rechnet damit, dass 60 bis 70 Prozent in der Fraktion für Stoiber stimmen würden.

Merz (CDU): "Es geht unseren Sympathisanten auf den Geist

Scharf forderte Merz eine Einigung in der Debatte bis zum Ende der parlamentarischen Winterpause am 21. Januar - einen Tag vor der ersten routinemäßigen Fraktionssitzung. "Es geht den Wählerinnen und Wählern, es geht unseren Sympathisanten langsam auf den Geist, wenn ich mal so salopp sagen darf, dass wir immer wieder durch Personalfragen abgelenkt werden von der Sachauseinandersetzung." Es müsse "ab dem 21. Januar ohne Wenn und Aber" wieder möglich sein, sich hart mit der rot-grünen Bundesregierung auseinander zu setzen.

Der Fraktionschef sagte, er habe "selbstverständlich" eine Meinung zu der optimalen Besetzung des Kandidatenpostens. Sie orientiere sich ausschließlich an der Frage "Mit wem haben wir die besseren Chancen?". In diesem Punkt gebe es eine "ziemlich eindeutige und klare Lage in den Umfragen". Derzeit liegt Stoiber in den Umfragewerten vor Merkel.

CDA-Chef sprach sich erneut für Merkel aus

Merkel drängt laut "Passauer Neuen Presse" (Montag) seit Wochen auf eine schnellere Kür des Kanzlerkandidaten als Stoiber. Nach Informationen des Blattes aus hochrangigen Unionskreisen in Berlin unternahm Merkel vor Weihnachten den ersten Versuch, das mit Spannung erwartete Gespräch mit Stoiber auf einen Termin vor Beginn der CDU- Präsidiumsklausur am 11. Januar in Magdeburg zu legen. Angedacht war den Angaben zufolge ein Treffen am 10. Januar in Bonn. Zumindest ein erstes Gespräch habe sie vor Magdeburg führen wollen. Stoiber blieb jedoch dabei, ein Treffen erst nach Magdeburg zu vereinbaren.

Der Bundesvorsitzende der CDU-Sozialausschüsse CDA, Hermann-Josef Arentz, sprach sich erneut für Merkel aus. Sie verschaffe der Union als Frau, als Ostdeutsche und als Protestantin vor allem in schwierig zu erreichenden Wählerschichten bessere Chancen als Stoiber, sagte Arentz der dpa in Düsseldorf. "Sie ist ein Himmelsgeschenk für die Union, und wir wären gut beraten, es zu nutzen."

Viele CDU-Landeschefs für Stoiber

Auch Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Eckhardt Rehberg bekannte sich eindeutig zur aus demselben Bundesland stammenden Merkel. Nach Zeitungsberichten vom Wochenende sind alle maßgeblichen CDU- Landeschefs außer NRW-Chef Jürgen Rüttgers für Stoiber.

dpa - Archivfoto: AP

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Zuletzt geändert am 7. Januar 2002 15:02 von aj

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