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Amtlicher Kurs um 40 Prozent gesenkt - Plan für Umschuldung

Argentinien wertet Peso drastisch ab

Buenos Aires - Die neue argentinische Regierung hat die Landeswährung Peso drastisch abgewertet und weitere Schritte eines wirtschaftspolitischen Notstandsprogramms angekündigt, um die schwere Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen. Die Regierung gab am Sonntag die Abwertung des Peso um 40 Prozent bekannt, wenige Stunden nachdem der Kongress Sondervollmachten für den neuen Präsidenten Eduardo Duhalde zugestimmt hatte.

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Ein Händler in Buenos Aires stockt schon mal das Angebot auf und hofft auf einen Nachrfageschub.

Als neuen amtlichen Kurs legte Wirtschaftsminister Jorge Remes Lenicov in Buenos Aires ein Verhältnis von 1,40 Pesos für einen Dollar fest. Dieser Kurs gilt für den Außenhandel und andere Kapitaltransaktionen. Daneben gibt es einen freien Peso-Kurs, der sich nach Angebot und Nachfrage richtet und für den Devisenumtausch von Privatleuten gilt. Es wird erwartet, dass dieser Kurs noch sinken wird, wenn die Banken am Mittwoch nach zweitägiger staatlich angeordneter Pause wieder geöffnet werden. Remes Lenicov betonte, der zweigeteilte Wechselkurs werde die Wirtschaft befreien und die Voraussetzungen für neues Wachstum schaffen.

"Dies ist ein Kurswechsel"

"Dies ist ein Kurswechsel", sagte Remes Lenicov nach mehr als zehnjähriger Eins-zu-Eins-Bindung des Pesos an den Dollar. "Der alte Weg führte nirgendwohin." Die neue Regierung werde sich aber nicht abschotten, sondern wolle sich weiterhin dem Ausland öffnen und wettbewerbsfähiger werden.

Bis zum 20. Januar will die Regierung einen Haushalt für das Finanzjahr 2002 vorlegen, dessen Leitlinien eine Fortsetzung der Sparpolitik und das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben sein sollen. Damit will Argentinien die Unterstützung des Internationalen Währungsfonds (IWF) für ein Umschuldungsabkommen erzielen. Weil der Staat faktisch zahlungsunfähig ist, wurde die Bedienung der Auslandsschulden von insgesamt 141 Milliarden Dollar ausgesetzt.

Weit reichende Sondervollmachten

Kurz vor der Entscheidung hatte nach dem Abgeordnetenhaus auch der Senat dem Notstandsprogramm des neuen argentinischen Präsidenten zugestimmt. Damit kann Duhalde in den nächsten zwei Jahren mit weit reichenden Sondervollmachten in der Wirtschaftspolitik regieren, ohne die Zustimmung des Parlaments einholen zu müssen.

Die Peso-Abwertung bedeutet für ausländische Unternehmen, dass sie mehrere Milliarden Dollar an Investitionen in Argentinien abschreiben müssen. Betroffen sind vor allem spanische und französische Konzerne. Präsidentensprecher Eduardo Amadeo kündigte an, dass die Regierung in Kürze in einen "ernsthaften Dialog" mit den ausländischen Investoren eintreten werde.

Rezession dauert seit fast vier Jahren an

Die feste Bindung des Peso an den Dollar war 1991 beschlossen worden. Die Kopplung hatte die damalige Hyperinflation gestoppt, in den vergangenen Jahren aber zunehmend zu Wettbewerbsnachteilen für die Exportindustrie geführt. Die Rezession in Argentinien dauert seit fast vier Jahren an, die Arbeitslosigkeit liegt bei 18 Prozent. Nach schweren Unruhen, die fast 30 Todesopfer forderten, war am 20. Dezember der damalige Präsident Fernando de la Rua zurückgetreten.

AP - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 7. Januar 2002 11:27 von aj

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