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Neue US-Luftangriffe auf Truppen-Reste im Osten der Taliban

Blair sagt bei Afghanistan-Besuch Hilfe zu

Bagram/Washington - Kurz vor der Ankunft der deutschen Soldaten in Afghanistan haben die USA am Dienstag massive Luftangriffe gegen vermutete Taliban-Einheiten geflogen. Die USA befürchten nach einem Bericht des US-Senders CNN, dass sich Reste der Taliban im Osten Afghanistans neu formieren könnten. Der britische Premierminister Tony Blair sagte Afghanistan bei einem überraschenden mitternächtlichen Besuch auf dem Flughafen Bagram Hilfe zu. "Unsere Verpflichtung gegenüber Afghanistan ist langfristig", sagte Blair.

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"Unsere Verpflichtung gegenüber Afghanistan ist langfristig", sagte Blair bei einem Besuch des Chefs der Übergangsregierung, Hamid Karsai.

Wegen fehlender Sicherheit können Hunderttausende Menschen in Afghanistan bislang nicht mit Lebensmitteln versorgt werden. Das teilte das Welternährungsprogramm WFP in Genf mit. Das WFP habe zwar genug Hilfsgüter im Land, um den sechs Millionen hungernden Menschen zu helfen. Sie könnten aber nicht verteilt werden. In Kandahar im Süden warteten 400 000 Menschen seit September auf Hilfe, und auch südlich von Masar-i-Scharif im Norden und in Dschalalabad im Osten sei die Lage problematisch, sagte Christiane Berthiaume vom WFP.

Blair war nach seinen Gesprächen in Pakistan zusammen mit seiner Frau Cherie in einer Transportmaschine vom Typ Hercules der britischen Luftwaffe nach Afghanistan geflogen. Britische Truppen halten den Flughafen Bagram, der anderthalb Autostunden von der Hauptstadt Kabul entfernt liegt und auf dem auch das deutsche Kontingent der internationalen Schutztruppe landen wird.

"Zu lange ein gescheiterter Staat"

Blair blieb in der Nacht zum Dienstag drei Stunden in Bagram, fuhr aus Sicherheitsgründen aber nicht nach Kabul. In Bagram traf er den afghanischen Regierungschef Hamid Karsai. "Afghanistan war zu lange ein gescheiterter Staat, und die ganze Welt hat dafür bezahlt, durch den Export von Terror, den Export von Drogen, und zuletzt durch Tod und Zerstörung auf den Straßen der USA", sagte Blair.

Weitere US-Elitesoldaten

Die USA flogen nicht nur Angriffe im Osten Afghanistans, sondern brachten mit Hubschraubern auch weitere Elitesoldaten in die Region. Der britische Sender BBC berichtete, vier Hubschrauber hätten Soldaten in der Nähe von Zhawar in der Provinz Paktia abgesetzt, wo sie Taliban und El Kaida-Kämpfer suchen sollten. Die in Pakistan ansässige afghanische Presse-Agentur AIP meldete, die Angriffe zielten auf Einheiten des Taliban-Kommandeurs Dschlalaluddin Hakkani ab.

Nach Ansicht von Beobachtern haben die Reste der Taliban keine Chance, in Afghanistan erneut die Macht zu ergreifen. Sie könnten aber die Bemühungen um Sicherheit und Wiederaufbau stören und eine Bedrohung für ausländische Helfer und Soldaten der internationalen Schutztruppe darstellen. AIP berichtete, die USA hätten auf Flugblättern jedem Strafe angedroht, der flüchtenden Kämpfern Bin Ladens hilft.

Pakistan will keine US-Truppen bei Suche nach El Kaida

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Zerstörte Höhle eines El Kaida-Trainingscamps.

Pakistan lehnte die Beteiligung von US-Truppen an der Suche nach El-Kaida-Kämpfern ab. Pakistanische Truppen seien selbst fähig, über die Grenze flüchtende Kämpfer zu fassen, sagte Außenamtssprecher Aziz Ahmed Khan. Die pakistanische Menschenrechtskommission kritisierte die Regierung, weil sie den früheren Taliban-Botschafter Abdul Salam Saif nach Afghanistan abgeschoben und so den USA ausgeliefert hatte.

In Herat im Westen Afghanistans werden mit deutscher Hilfe Mädchenschulen wieder eröffnet. Die Schulen seien repariert und für den Unterricht vorbereitet worden, sagte Dominik Zwicky von der Hilfsorganisation HELP. In der Stadt werden vier Schulprojekte von HELP gemeinsam mit dem Malteser-Auslandsdienst und weitere fünf Schulen vom Kinderhilfswerk UNICEF finanziert. Unter den Taliban konnten Mädchen in Afghanistan nicht zur Schule gehen.

dpa - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 8. Januar 2002 13:57 von aj

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