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Familientragödie bei Hausbrand nahe Aachen - Fünf Verletzte

Drei Geschwister ums Leben gekommen

Aachen - Bei einem verheerenden Brand in einem Mehrfamilienhaus in Alsdorf bei Aachen hat ein Elternpaar trotz verzweifelter Rettungsversuche am Dienstag drei Kinder verloren. Fünf Menschen wurden leicht verletzt, teilte die Polizei in Aachen mit. In den Flammen starben ein neunjähriger Junge sowie dessen 13 und 18 Jahre alte Schwestern. Die unverletzten Eltern wurden nach dem nächtlichen Drama psychologisch betreut. Die Brandursache war zunächst unbekannt.

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Der 46-jährige Vater war in der Nacht durch einen lauten Knall geweckt worden. Als er nachsehen wollte, schlugen ihm aus dem Wohnzimmer Flammen entgegen. Seinen schlafenden Kindern konnte er nicht helfen: Das Feuer schnitt ihm den Weg in die Kinderzimmer ab. In seiner Verzweiflung habe er seine 44 Jahre alte Frau durch das Fenster des elterlichen Schlafzimmers gehoben und damit gerettet, sagte der Einsatzleiter der Alsdorfer Feuerwehr, Werner Kellermann.

Keine Chance im Flammen-Inferno

Weder Eltern noch Helfer hatten in dem Flammen-Inferno der Parterrewohnung eine Chance, die Kinder zu retten. Nach Einschätzung der Feuerwehr hatte sich das Feuer bitzschnell in der Wohnung ausgebreitet und erfasste später auch zwei darüber liegende Wohnungen in dem zweigeschossigen Haus. Daraus konnten sechs Menschen unverletzt fliehen.

"Vater schrie laut um Hilfe"

"Der Vater lief auf die Straße und schrie laut um Hilfe", erzählte der Bewohner eines gegenüberliegenden Hauses, Heinz Breuer. Auch andere Nachbarn seien von den verzweifelten Hilferufen geweckt worden. Einer von ihnen, ein 42-jähriger Mann, habe nicht lange gezögert: Mit einem Holzbalken habe er noch vor Eintreffen der Feuerwehr eine Fensterscheibe der Wohnung eingeschlagen, um einen Rettungsversuch zu unternehmen. "Doch er konnte nichts machen, ihm schlugen die Flammen entgegen", sagte Breuer.

"Als wir kamen, stand das ganze Haus in Flammen", berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Kellermann. Den Jungen hätten die Feuerwehrleute während der Löscharbeiten aus seinem Zimmer bergen können. Ärzte hätten kurze Zeit später jedoch seinen Tod festgestellt. Der Junge sei vermutlich an einer Rauchvergiftung gestorben.

Eltern unter Schock

Unter den Verletzten sind nach Angaben der Polizei vier Feuerwehrmänner. Auch der 42-jährige Nachbar habe sich beim Einschlagen der Scheibe Schnittwunden zugezogen. Die Eltern hätten am Dienstag wegen des Schocks noch nicht vernommen werden können. Neben dem Paar werden auch Feuerwehrleute psychologisch betreut.

Die Einsatzkräfte brachten das Feuer mit rund 60 Kräften nach über zwei Stunden unter Kontrolle. Das ausgekohlte Haus war nach den Löscharbeiten unbewohnbar. Der Sachschaden wurde auf 250 000 Euro (489 000 Mark) geschätzt. Drei Sachverständige hätten die Arbeit aufgenommen. Die Ermittlung der Brandursache sei mühselige Kleinarbeit, sagte ein Polizeisprecher. Mit einem Ergebnis wurde frühestens am Mittwoch gerechnet.

Pflicht für Rauchmelder in Privatwohnungen gefordert

Erst am Samstag waren bei einer Brandkatastrophe in Tegernheim (Bayern) eine Mutter und ihre vier Kinder ums Leben gekommen. Zuvor waren im Dezember in Thüringen fünf Menschen - die Eltern, zwei Kinder und ein achtjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft - getötet worden. Angesichts der neuerlichen Familientragödie bekräftigte die Kinderschutzorganisation Children's Health Support (Meinhard/Hessen) ihre Forderung, wonach Rauchmelder in Privatwohnungen gesetzlich vorgeschrieben werden sollten. In Deutschland kommen jährlich etwa 600 Menschen bei Wohnungsbränden ums Leben.

dpa


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Zuletzt geändert am 8. Januar 2002 16:13 von aj

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