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Holsten zieht mit - Brauer-Bund schließt weitere Erhöhungen nicht aus

Viele Biermarken werden teurer

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Euro- Münzen liegen neben einem Glas Bier: Ein Sprecher des Deutschen Brauer- Bundes kündigte an, dass nach den Preiserhöhungen einiger führender Privat- Brauereien mit weiteren Preiserhöhungen auch anderer Hersteller zu rechnen sei.

Für ihr geliebtes Bier müssen die Deutschen in diesem Jahr tiefer in die Tasche. Einen Tag nach den führenden Privatbrauereien hat Deutschlands größter Getränkehersteller Holsten ebenfalls Preiserhöhungen angekündigt. Die Holsten-Gruppe werde die Preise noch im Frühjahr anheben, sagte Unternehmenssprecher Udo Franke am Mittwoch in Hamburg. Das Ausmaß der Preissteigerung stehe noch nicht fest.

Auch der Dortmunder Getränke-Konzern Brau und Brunnen räumte Überlegungen zu Preiserhöhungen ein. Einen konkreten Beschluss gebe es aber noch nicht, sagte Sprecher Udo Dewies. Zumindest die zum Brau & Brunnen-Konzern gehörende Iserlohner Brauerei will zur Jahresmitte ebenfalls höhere Preise durchsetzen. Dann soll der Kasten Bier nach Worten von Geschäftsführer Günter Enning "knapp zehn Euro" kosten.

Der Deutsche Brauer-Bund schließt Preiserhöhungen von weiteren bedeutenden Unternehmen der Branche nicht aus. "Viele Brauereien haben angekündigt, dass sie im ersten Halbjahr 2002 erhöhen", sagte Pressesprecher Erich Dederichs. "Bier ist ein Lebensmittel wie viele andere, bei denen ab und zu die Preise erhöht werden." Der Bierabsatz in Deutschland sei im vergangenen Jahr zwischen 1 und 2 Prozent gesunken.

Mit den hohen Energie- und Rohstoffkosten begründet

Holsten begründete den geplanten Aufschlag mit den hohen Energie- und Rohstoffkosten. "Die Preissteigerung kann nicht verwundern, wir haben die gleiche Kostenstruktur wie die Privatbrauereien", sagte Franke. Zwar seien Preisaufschläge nicht populär, aber "sie kommen nicht jedes Jahr vor, anders als beispielsweise bei Energie". Von der Preisanhebung seien alle Marken des Konzerns (Holsten, König, Lübzer) in unterschiedlicher Höhe betroffen. "Die Preiserhöhung wird moderat sein", sagte Franke.

Mit gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten begründen auch die vier größten deutschen Privatbrauereien Warsteiner, Krombacher, Bitburger und Veltins ihre Pläne zu Preiserhöhungen in den nächsten Monaten. Warsteiner will den Eckpreis für eine Kiste Flaschenbier bereits zum 1. Februar um 7,5 Prozent auf 10,99 Euro (21,49 DM) anheben.

Wer dreht noch an der Preisschraube?

Ein gemischtes Bild ergibt sich bei den deutschen Töchtern des belgischen Interbrew-Konzerns. Während die Bremer Brauerei Beck's weitere Preiserhöhungen zunächst ausschließt, will der niederrheinische Altbier-Spezialist Diebels an der Preisschraube drehen. Bereits Ende November sei eine Preiserhöhung zum März 2002 angekündigt worden, sagte Diebels-Sprecherin Marion Holbeck. Die Aufschläge lägen bei "guten sechs Prozent". Beck's hatte im Mai 2000 die Preise um sechs Prozent erhöht.

Deutschlands viertgrößter Getränkhersteller, die Frankfurter Oetker-Tochter Binding, will sich zum Thema Preiserhöhungen derzeit nicht äußern. Zu dieser Brauerei-Gruppe gehören unter anderem DAB, Berliner Kindl und Radeberger.

Hotel- und Gaststättenverband warnt

Offen bleibt zunächst, wie weit sich die Preise der Brauer im hart umkämpften deutschen Einzelhandel und in der Gastronomie durchsetzen lassen. Im Einzelhandel bilden sich derzeit durch die Euro-Umstellung neue Eckpreise für viele Lebensmittel heraus. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband warnte vor einer Preiserhöhung: "Eine Erhöhung der Fassbierpreise wäre eine Katastrophe", betonte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Verbandes, Ingrid Hartges.

dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 9. Januar 2002 15:24 von aj

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