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Katholiken und Protestanten lieferten sich Straßenschlachten:

Schule in Belfast wegen Unruhen geschlossen

Belfast - Wegen der schweren Krawalle zwischen pro-britischen Protestanten und pro-irischen Katholiken nahe einer Schule im nordirischen Belfast ist der Unterricht am Donnerstag ausgesetzt worden. Die Leitung der katholischen Mädchenschule erklärte, sie fürchte um die Sicherheit der Grundschülerinnen.

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Ein ausgebranntes Polizeiauto steht nach den nächtlichen Unruhen in der Ardoyne Road in Belfast.

Rund 500 Katholiken und Protestanten hatten sich in der Nacht Straßenschlachten geliefert. Polizisten, die die Gewalttäter trennen wollten, gerieten zwischen die Fronten. Die Schule zum Heiligen Kreuz gilt als ein Symbol des sozialen Konflikts zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland. Sie liegt als katholische Enklave in einem Wohngebiet der Protestanten.

Im vergangenen Jahr hatten Protestanten den Schulweg blockiert. Die Eltern der Mädchen erzwangen den Zugang unter einen starken Polizei- und Armeeaufgebot. Tagelang wurden die völlig verängstigten Kinder in einem Korridor von Soldaten durch eine Menge laut schreiender und pfeifender Demonstranten geführt. Im November beendeten die Protestanten die Blockade des Schulwegs. Die Krawalle vom Mittwoch nährten jedoch die Befürchtung, dass sich die Bilder wiederholen könnten.

Provokationen von beiden Seiten alltäglich

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An den Spannungen zwischen den beiden Religionsgruppen habe sich seit damals nichts geändert, sagte ein Polizist im Rundfunk. Provokationen seien alltäglich, und sie kämen von beiden Seiten. Auslöser der Krawalle vom Mittwoch soll eine Auseinandersetzung zweier Frauen gewesen sein, als katholische Eltern ihre Kinder von Schule abholten. Die Situation eskalierte: Steine, Flaschen, Feuerwerkskörper und Brandsätze wurden geworfen. Polizisten versuchten, die Menge mit Plastikgeschossen auseinander zu treiben. 14 Polizisten und mehrere Randalierer wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Ein gepanzertes Polizeifahrzeug sei von einem Brandsatz zerstört worden.

In Nordirland herrscht seit Jahrzehnten ein Konflikt zwischen protestantischen Unionisten, die den Verbleib der Provinz Nordirland bei Großbritannien sichern wollen, und den katholischen Nationalisten, die für den Anschluss Nordirlands an die Republik Irland sind. Besondere Brisanz hat der Konflikt in jenen Teilen Nordirlands, wo es eine hohe Arbeitslosigkeit sowie einen harten Wettbewerb um Arbeitsplätze und Wohnraum gibt.

Appell: Ruhe bewahren

Mit dem 1998 unter britischer, irischer und US-Vermittlung geschlossenen Nordirland-Friedensabkommen sollte der Konflikt, der mehr als 3600 Menschen das Leben gekostet hat, beendet werden. Vertreter der Nordirland-Provinzregierung appellierten an Protestanten und Katholiken, Ruhe zu wahren.

Reuters - Foto: dpa - Grafik: dpa


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Zuletzt geändert am 10. Januar 2002 12:36 von aj

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