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zurückblättern  ... Freier Blick in die Mitte des Himmels

Anklicken zum Vergrößern Chandras Falschfarbenbild zeigt die Zentralregion unserer Milchstraße. Die helle, punktförmige Lichtquelle in der Mitte ist ein Röntgenstrahlenausbruch, der sich in unmittelbarer Nähe des zentralen Schwarzen Lochs ereignete. Der Ausbruch dauerte nur wenige Stunden und zeugt quasi vom letzten Aufbäumen der Materie, die für immer in das Schwarze Loch stürzt. Die Strahlenquelle lag etwa soweit vom Schwarzen Loch entfernt, wie die Erde von der Sonne entfernt ist. Das Schwarze Loch ist etwa 2,6 Millionen Mal so schwer wie unser Heimatstern. (Die Farben entsprechen unterschiedlichen Strahlungsenergien.)

Stadtplan

Projektleiter Daniel Wang von der Universität Massachusetts verglich das Gesamtbild der Milchstraße mit einem Stadtplan: Im Zentrum liegt das riesige schwarze Loch, das Gravitationszentrum der Galaxie mit einer Dichte von drei Millionen Sonnen. Um das Zentrum herum werden ständig Sterne geboren oder explodieren in einer Supernova.

Wiege des Lebens

"Was dort passiert, ist bedeutsam für den Rest der Galaxie", sagte Wang. Um das Zentrum der Milchstraße erstreckt sich ein Gasnebel mit einer Temperatur von schätzungsweise zehn Millionen Grad Celsius, was deutlich weniger ist als die ursprünglich vermuteten Temperatur von 100 Millionen Grad. Die Gase entfernen sich laut Wang vermutlich vom Zentrum der Galaxie, kühlen am Rand ab und strömen dann wieder zurück. Bei dieser Bewegung könnten sie Elemente, die in Sternen entstehen, wie etwa Kohlenstoff, in der Galaxie verteilen und wären dann letzlich Grundlage allen Lebens, das wir kennen.

Ein ruhiger Platz im Vorort

Unser Sonnensystem liegt laut Wang in einem "Vorort der Stadt", etwa 25.000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt in einem der spiralförmigen Arme der Milchstraße. Von der weiteren Analyse der Aufnahmen erhoffen sich die Wissenschaftler Aufschluss unter anderem über die Details der Entwicklung von Galaxien und die Entstehung von Sternen. Ein Lichtjahr entspricht rund zehn Billionen Kilometern.

Die Aufnahmen enthüllen die Quellen der Röntgenstrahlung aus dem galaktischen Zentrum, über deren Herkunft die Astrophysiker rund 20 Jahre lang gerätselt haben. Insgesamt entdeckte Chandra rund 1000 starke Röntgenquellen wie Neutronen- und Weiße Zwergsterne, von denen bisher nur rund 20 bekannt waren. Zu unserer Galaxie ("Milchstraße") gehören neben der Sonne etwa 300 Milliarden weitere Sterne.

AP, dpa, jo; Foto: http://chandra.harvard.edu

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Zuletzt geändert am 10. Januar 2002 23:26 von jo

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