IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Do 10.01.2002

 Nachrichten

   vom 10.01.02

Blick in die
Mitte des Himmels

Prozess: Mord "im Auftrag des Teufels"?
El-Kaida-Kämpfer auf dem Weg nach Kuba
Telefon & Internet: Ende des Preiskriegs
Belfast: Schule nach Unruhen geschlossen
Vergeltung: Israel
zerstört Häuser

Pakistan warnt vor
versehentlichem Krieg

Virus für neues Microsoft-Programm
Chinas Offiziere müssen abspecken
Wetter: Ideal für
den Wintersport

Karikatur
Foto des Tages


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

zurückblättern  ... Mord "im Auftrag des Teufels"?

Anklicken zum Vergrößern
Das Ehepaar Daniel und Manuela R. war nach tagelanger Flucht knapp eine Woche nach der Tat in der Nähe von Jena in Thüringen festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Laut Anklage lockten die Beschuldigten ihr wehrloses Opfer in ihre düster ausstaffierte Wittener Wohnung. Bereits kurz nach dem Eintreffen sollen den Mann die ersten Hammerschläge auf den Kopf getroffen haben. Es folgten zahlreiche Stiche und Machetenhiebe in Brust und Kopfbereich. Der frühere Arbeitskollege des 26-jährigen Angeklagten starb innerhalb weniger Minuten. Die Polizei fand die grausam zugerichtete Leiche drei Tage nach der Bluttat. Sie lag im Wohnzimmer neben einem Sarg. Nach der Gewalt-Orgie flohen die Eheleute mit ihrem Auto bis ins thüringische Jena. Dort wurden sie am 12. Juli 2001 festgenommen.

Tiefgreifende Persönlichkeitsstörung

Die Bochumer Staatsanwaltschaft geht auf der Basis von psychiatrischen Gutachten von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. Bei beiden Angeklagten soll eine tief greifende Persönlichkeitsstörung vorliegen. "Mit der Begehung weiterer, gleich gelagerter Straftaten ist deshalb zu rechnen", erklärte Staatsanwalt Justinsky.

Nach sechsmonatiger Untersuchungshaft sahen sich die Satanisten am Donnerstag im Gerichtssaal erstmals wieder. Über 60 Medienvertreter verfolgten den Prozessauftakt im voll besetzten Schwurgerichtssaal. "Meine Mandantin wird am kommenden Mittwoch ein umfassendes Geständnis ablegen", erklärte Verteidiger Siegmund Benecken dem Gericht. Der Ehemann der 23-Jährigen will von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. Einer Verlesung seiner polizeilichen und richtlichen Vernehmungen stimmte er jedoch ausdrücklich zu.

"Freut euch, ihr seid die Nächsten"

Im Vorfeld des Prozesses hatten die Satanisten davon gesprochen, ein Menschenopfer bringen zu müssen, um nicht zu ewigem Leben verdammt zu werden. In ihrer Wohnung hatten sie angeblich 16 Namen an die Wand geschrieben. "Freut euch, ihr seid die Nächsten", soll darunter gestanden haben. Sie selbst wollten sich auf der Flucht angeblich umbringen. Ein Autofahrer erkannte das auffällige Paar an einem Friedhof in Jena und gab der Polizei den entscheidenden Tipp. Das Bochumer Schwurgericht will das Urteil Ende Januar verkünden.

Zuvor wegen Verstoß gegen Waffengesetz verurteilt

Wie die Fahnder nach der Festnahme mitgeteilt hatten, war der 26-Jährige vor der Bluttat von Witten wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt worden. Seine Ehefrau, die demnach bis Januar 2001 in einer Bäckerei in Witten arbeitete, war zuvor noch nicht polizeilich in Erscheidung getreten.

dpa, AFP - Fotos: dpa, AP


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Schnee-Spaß Ski-Special



Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 10. Januar 2002 15:01 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum