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Biathlon: Deutsche beim Heimspiel sieglos
Französischer Doppelsieg in Oberhof

Biathlon: Wilhelm Vierte, Groß Fünfter - Morgenstern vor Comeback

Deutsches Team beim Heimspiel sieglos

Oberhof/Leipzig - Lange Gesichter bei den deutschen Biathleten: Ausgerechnet in ihrer Schokoladen-Disziplin Massenstart haben die Einheimischen zum Abschluss des Weltcups in Oberhof beim Triumph der Tagessieger Olena Zubrilowa (Ukraine) und Raphael Poiree (Frankreich) einen Platz auf dem Treppchen verpasst. Die komplette Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV) erreichte an fünf Wettkampftagen nur zwei Podestplätze durch Lokalmatador Sven Fischer, allerdings keinen Sieg.

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12, 5-Kilometer- Massenstart der Frauen

Die deutschen Damen kegelten sich über 10,5 km im letzten Schießen selbst von der Spitze. Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) und Martina Glagow (Mittenwald) leisteten sich einen bzw. zwei Fehlschüsse und fielen auf die Ränge vier bzw. sechs zurück. Ihren ersten Saisonsieg feierte Zubrilowa vor Liv-Grete Poiree (Norwegen) und Weltcup-Spitzenreiterin Magdalena Forsberg (Schweden). Dagegen bleiben die deutschen Damen im Olympia-Winter sieglos.

Französischer Doppelsieg: Poiree vor Defrasne

Am Vortag hatten im 15-km-Massenstart der Herren Poiree und Vincent Defrasne für einen französischen Doppelsieg gesorgt. Ricco Groß (Ruhpolding) und Peter Sendel (Oberhof) belegten als beste deutsche Läufer die Ränge fünf und sechs. Sven Fischer, im Vorjahr an gleicher Stelle umjubelter Sieger, kam nur als Zehnter ins Ziel.

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Ein Küsschen für den Zweiten: Raphael Poiree (li.) küsst seinen Mannschaftskameraden Vincent Defrasne.

"Der eine Schießfehler zum Schluss war schade, dabei hatte ich mir extra Zeit gelassen. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden", bilanzierte Wilhelm, die ihr zweitbestes Saisonresultat erzielte. "Ich hatte Sichtprobleme, weil ich auf der Strecke Schnee in die Augen bekommen hatte. Läuferisch ging es aber bei mir sehr gut", kommentierte Martina Glagow.

"Da sieht man, wie eng die Weltspitze zusammen ist. Ein Platz auf dem Siegerpodest wäre schön gewesen, aber ich bin insgesamt nicht unzufrieden", sagte Herren-Bundestrainer Frank Ullrich. "Blöd, wenn man sich gleich beim ersten Schießen zwei Strafrunden einhandelt und dann hinterher rennen muss", ärgerte sich Fischer.

Gesamtweltcup: Forsberg und Rostowtsew vorn

Im Gesamtweltcup der Damen führt Forsberg nun mit 436 Punkten. Die im Massenstart neuntplatzierte Uschi Disl (Moosham/335) ist als beste DSV-Läuferin Vierte. Bei den Herren liegt Doppel-Weltmeister Pawel Rostowtsew mit 360 Punkten vor Vesa Hietalahti (Finnland/294) und Frank Luck (Oberhof/293). Der Routinier hatte im Massenstart bereits bei der ersten Schießübung alle Siegchancen eingebüßt, als er durch einen Defekt an seiner Waffe über eine Minute zurückfiel.

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Kati Wilhelm freut sich über den vierten Platz

Luck, der eine eingeklemmte Patrone am Schießstand per Schraubenzieher aus der Waffe entfernen musste, war sauer: "Da wäre ich am liebsten gleich abgeschwungen." Zufrieden war dagegen Ricco Groß: "Nach drei Tagen Krankheit kann ich über Platz fünf nicht meckern."

Carsten Heymann raus

Weil neun Herren die interne Qualifikationsnorm erfüllt haben, muss Ullrich noch drei Läufer aussortieren, denn nur sechs Aktive sollen die deutsche Olympia-Mannschaft bilden. Gesetzt sind Luck, Groß und Fischer. Dahinter hat Staffel-Olympiasieger Peter Sendel nach seinem sechsten Rang im Massenstart die besten Nominierungschancen.

Außerdem wurden Alexander Wolf (Oberhof), Michael Greis (Nesselwang) und Marco Morgenstern (Riesa) für den letzten Qualifikations-Weltcup in Ruhpolding (16. bis 20. Januar) nominiert. Morgenstern war nach seiner Kreislauf-Schwäche in Pokljuka zuletzt in den zweitrangigen Europacup versetzt worden. Seine Olympia-Ambitionen musste in Oberhof der langjährige DSV-Stammläufer Carsten Heymann (Altenberg) begraben, der nach längerer Erkrankung die Norm nicht schaffte.

Peter Stracke, sid


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Zuletzt geändert am 13. Januar 2002 14:49 von tea

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