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So 27.01.2002
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Nationalelf: Oliver Kahn nach Bierhoff-Rückzug neuer KapitänDiskussionen sollen ein Ende haben
Hamburg - Die Ära Oliver Bierhoff als Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist beendet. Nach dem Verzicht des EM-Helden von 1996 auf die prestigeträchtige Spielführer-Binde ernannte DFB-Teamchef Rudi Völler rund vier Monate vor Beginn der WM in Japan und Südkorea erwartungsgemäß Torwart Oliver Kahn vom deutschen Meister und Champions-League-Sieger Bayern München zum neuen Kapitän des dreimaligen Welt- und Europameisters. Erstmals in der Geschichte der deutschen Nationalelf geht damit die Spielführer-Würde innerhalb der Mannschaft von einem noch aktiven Spieler auf einen anderen über. Der bislang 14-mal als Bierhoff-Vertreter fungierende Kahn führt die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 13. Februar im Testspiel in Kaiserslautern gegen Israel zum ersten Mal als Kapitän aufs Feld. "Guter Zeitpunkt, ein Zeichen zu setzen" "Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, ein Zeichen zu setzen", erläuterte Bierhoff gegenüber der Welt am Sonntag seinen "über Weihnachten" und nach mehreren Gesprächen mit Völler gereiften Entschluss. Der in 59 Länderspielen 31-mal erfolgreiche Torjäger vom französischen Renommierklub AS Monaco, der sich 1996 durch sein "Golden Goal" im EM-Finale von London gegen Tschechien in den deutschen Fußball-Annalen verewigt hatte, gehört trotz seines Rücktritts weiter dem Mannschaftsrat an. Freibrief für WM-Teilnahme "Es ist hilfreich, dass er dem überzogenen und ungerechtfertigten Wirbel um seine Person als Kapitän ein Ende gemacht hat", kommentierte Völler die Entwicklung und bekräftigte den nach den WM-Playoffs gegen die Ukraine ausgestellten "Persilschein" für den 33-Jährigen: "In unseren WM-Planungen spielt er weiter eine wichtige Rolle, und sein Rückzug als Kapitän hat darauf keinen Einfluss." Gegenüber der Bild am Sonntag unterstrich Völler die Bedeutung von Bierhoffs Entschluss für das Klima im Team: "Wir wollten mit dieser Entscheidung Ruhe in die Mannschaft bringen." Kahn gilt als rechte Hand von Völler Völler vollzog durch die Ernennung von Kahn, der telefonisch über seine neue Aufgabe informiert wurde, eine erwartete Zäsur. Zwar hatte der DFB-Teamchef gegenüber Bierhoff sein Wort gehalten und eine Entscheidung in der Kapitäns-Frage auf die Zeit nach der WM-Qualifikation verschoben. Doch schon vor den "Alles oder nichts"-Spielen gegen die Ukraine hatte "Rudi Riese" aus seiner Wertschätzung für den 41-maligen Nationalkeeper und Deutschlands zweimaligen "Fußballer des Jahres" im Tor keinen Hehl gemacht: "Er ist meine rechte Hand." Von Dietmar Kramer, sid - Foto. dpa [an error occurred while processing this directive] |
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Zuletzt geändert am 27. Januar 2002 16:24 von sab