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Premierenfeier für Film "666" - Triviale Idee prominent besetzt

Teufel wird Claudia Schiffer und Boris Becker

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Ausgelassen zeigen sich Boris Becker, Produzent Bernd Eichinger, Claudia Schiffer und Verona Feldbusch (v. l.)

München - Was tut ein Regisseur, wenn er nur eine triviale Idee und einen müden Plot vorweisen kann, keine großen Stars engagiert hat und dennoch bundesweite Beachtung will?

Er spickt ihn mit Promi-Auftritten und hofft nach eigenen Worten, dass alle Prominenten "auch auf die Premierenfeier kommen". Sie kamen tatsächlich am Dienstagabend nach München, - und damit ist zumindest das Marketingkonzept von Rainer Matsutanis neuem Film "666 - Traue keinem, mit dem du schläfst" aufgegangen. Am 21. Februar startet der in den Kinos.

In dem Film geht es um den Versager Faust (Jan Josef Liefers), der einen Pakt mit dem Teufelssohn (Armin Rohde) schließt, um seine Freundin Jennifer (Sonsee Ahray Floethmann) zurückzugewinnen. Rohde als Teufel verwandelt sich in verschiedene Prominente, mit deren Hilfe es Faust am Ende gelingt, Jennifer zurückzuerobern.

Etwa 150 Journalisten, Fotografen und Kamerateams warteten am Dienstagabend vor den Münchener Maxx Kinos auf Rainer Matsutani und seine Crew, auf Verona Feldbusch, Henry Maske und Heiner Lauterbach, vor allem aber auf Boris Becker und Claudia Schiffer. Die kamen, wie es sich für internationale Stars gehört, erst ganz am Schluss.

Die Stars kamen zuletzt

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Verona Feldbusch im Blitzlichtgewitter

Beide hatten sich alle privaten Fragen streng verbeten und gaben sich freundlich, aber kühl. Boris Becker, im langen Sakko mit Nadelstreifen über Jeans, war "zufrieden mit der Rolle", immerhin seiner ersten. Ob sich gerne einmal in eine andere Person verwandeln würde? "Da gäb's so einige", sagte Becker.

Claudia Schiffer dagegen wäre gerne zwei Personen, damit sie gleichzeitig zum Beispiel in Los Angeles und Deutschland sein könne. Und natürlich würde auch sie für die Liebe verrückte Sachen machen. Vielleicht nicht gerade einen Pakt mit dem Teufel, doch immerhin "für einen abend in den Flieger steigen und sehr weit fliegen, um beispielsweise eine Beziehung zu retten".

Regisseur Matsutani erklärte, er habe "Faust in zeitgenössischem Gewand" darstellen wollen. Ein Faust-Zitat fiel ihm auf Anhieb allerdings ebenso wenig ein wie seinen Hauptdarstellern Rohde oder Liefers. Verona Feldbusch kann "eigentlich nur Shakespeare zitieren". Und Lauterbach meinte, dass "so viele schöne Sachen" im Faust stünden, dass er da jetzt kein Zitat herausgreifen wolle.

Verona hat "Tränen gelacht", Claudia fand"s "sehr lustig"

Produzent Bernd Eichinger, im blauen Anzug mit den unvermeidlichen Turnschuhen, braucht als Filmemacher "jeden Tag einen Pakt mit dem Teufel." Nebendarsteller Thure Riefenstein sagte, er habe "am Strand von Gomera eine Stunde lang gelacht", als er das Drehbuch gelesen habe. Auch Verona Feldbusch hat "Tränen gelacht", und Claudia Schiffer fand den Film "sehr lustig."

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Boris Becker und Claudia

Der Applaus des Premierenpublikums dagegen war angesichts der Ansammlung vorhersagbarer Slapsticks und Kalauer eher höflich. Erst als die Stars auf die Bühne kamen, wurde der Beifall lebhafter.

Eichinger forderte mehr "Respekt"

Matsutani lobte Claudia Schiffer: "Wir wussten, dass sie spielen kann, aber dass sie so gut spielen kann, das hat jeden überrascht." Mit Heiner Lauterbach würde er gerne einmal einen "langen Film drehen", Verona Feldbuschs "ansteckende Fröhlichkeit" sei der Grund, "warum ganz Deutschland sie liebe", und Jan Josef Liefers sei eine "schauspielerische Urgewalt". Boris Becker habe Humor und Charisma und sei der "geduldigste Mensch der Welt".

Bei der Premiere war Boris mit seiner Geduld aber offenbar am Ende. Mit einem energischen "Schscht!" rief er die Fotografen zur Ordnung, die sich an der Bühne drängelten und darauf hofften, dass er zwischen Verona und Claudia posieren würde. Auch Eichinger war sichtlich ungehalten, als die Fotografen nach Claudia riefen: "Habt doch ein bisschen Respekt vor dem, was ich sagen will."

Andrea Nitsche, AP


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Zuletzt geändert am 31. Januar 2002 11:10 von to

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