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Zweifel an Fahrfehler-Theorie: Italiener glauben Schumi nicht

Beim Testen den Bogen überspannt?

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Schumis Abflug in Barcelona sorgt in Italien für heftige Diskussionen.

Rom - Erste Zweifel an der "Fahrfehler-Theorie" sind einen Tag nach den spektakulären Unfällen der Ferrari-Stars Michael Schumacher und Rubens Barrichello in Italien laut geworden. "Es war eine verdächtige Szenerie, die zu denken gibt", bewertete die "Gazzetta dello Sport" das Geschehen nach den misslungenen Testfahrten der Scuderia auf dem Grand-Prix-Kurs in Barcelona.

Während der 33 Jahre alte Schumacher nach seinem "Abflug" mit 240 Stundenkilometern die Schuld auf sich nahm, heizte Barrichello, der wenig später ebenfalls in einer Kurve von der Piste geschossen war, die Spekulationen über die Unfallursache kräftig an: "Es scheint so, als sei es ein Fehler von mir gewesen. Aber das ist alles sehr seltsam abgelaufen."

"Kein Problem an den Autos"

Der viermalige Weltmeister Schumacher und sein Helfer aus Brasilien hatten am Mittwoch bei den Probefahrten zwecks Reifen- und Elektroniktests auf dem Circuit de Catalunya binnen zwei Stunden die Kontrolle über ihre Rennautos verloren, waren aber unverletzt geblieben. Da die beiden Autos nur noch Schrott waren und kein Ersatzwagen zur Verfügung stand, beendete Ferrari die Tests. "Wir schließen absolut aus, dass ein Problem an den Autos der Grund für die Unfälle war", hieß es. Der italienische Rennstall bekräftigte zudem, dass beide Piloten mit den Autos der vergangenen Saison unterwegs gewesen waren. Lediglich Testfahrer Luca Badoer habe auf dem Toskana-Kurs in Mugello bei Florenz in einem anderen Auto die neue Schaltung ausprobiert, sei aber 41 Runden ohne Probleme gefahren.

"Baukasten-System" gilt als technische Revolution

Immerhin steht viel auf dem Spiel: Der neue rote Renner, der schon vor der Präsentation am 6. Februar als technische Revolution gefeiert wird, soll nach einer Art "Baukasten-System" funktionieren. Die Hauptelemente des neuen und des alten Autos sollen total kompatibel sein. Mit diesem Trick können die Italiener das Chassis des Jahres 2001 mit dem Motor und dem Getriebe der aktuellen Saison oder auch umgekehrt kombinieren. Somit ist Ferrari in der Entwicklung für die am 3. März in Melbourne beginnende Saison flexibel. Neue Elemente könnten so lange getestet werden, bis sie reibungslos funktionieren. Vor diesem Hintergrund bestehen Befürchtungen, dass Ferrari in der Entwicklungsphase überreizt. "Zwei Crashs zum Fürchten", fand der "Corriere della Sera" und brachte die Gefühle der Schumacher-Anhänger auf den Punkt: "Wir haben Angst." Auch die "La Stampa" schlug in die gleiche Kerbe: "Angst ohne Grenzen".

Von Bernhard Krieger, dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 31. Januar 2002 14:48 von sab

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