IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

Deutschland verstärkt Engagement im Anti-Terror-Kampf:

Bundeswehr stationiert Truppen in Kenia

Anklicken zum Vergrößern
Seefernaufklärer vom Typ "Brequet Atlantic" der Deutschen Marine sollen demnächst den Schiffsverkehr im Indischen Ozean kontrollieren.

Berlin/Washington - Deutschland wird seine Engagement im Kampf gegen den internationalen Terrorismus verstärken, die Führungsrolle der internationalen Schutztruppe in Afghanistan aber nicht übernehmen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte nach einem Gespräch mit US-Präsident George W. Bush in Washington, die Führungsrolle habe dabei "ganz und gar keine Rolle gespielt. Im Gegenteil, ich habe großen Respekt vorgefunden für das Maß und die Intensität unseres Engagements sowohl auf dem Balkan als auch im Rahmen der Friedenstruppe in Afghanistan." Nach den Worten Schröders kann Deutschland in Afghanistan einen wichtigen Beitrag bei der Ausbildung einer nationalen Polizei leisten.

"Wir können uns vorstellen, dass wir dort einen Schwerpunkt setzen", sagte der Kanzler nach dem Gespräch mit dem Präsidenten. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin erläuterte, dass Deutschland aber keine Polizisten nach Afghanistan entsenden werde. Schwerpunkt der Hilfe werde die Ausbildung sein.

Überwachung der Ostküste Somalias

Inzwischen überprüft ein deutsches Erkundungsteam in der kenianischen Hafenstadt Mombasa die Voraussetzungen zur Verlegung von drei Flugzeugen des Seeaufklärer-Typs "Breguet Atlantic". Wie in Kenia bekannt wurde, würden dann etwa 120 Marineflieger auf dem Flughafen der Hafenstadt stationiert. Ihre Aufgabe soll die Überwachung der Ostküste Somalias sein. An diesem Samstag sollen aus dem Hafen des ostafrikanischen Dschibuti die drei Fregatten "Bayern", "Köln" und "Emden" sowie zwei Begleitschiffe auslaufen. Ihre Aufgabe: Sicherung der Seewege zur Verhinderung terroristischer Aktivitäten oder Waffenschmuggel. Auf den Schiffen befinden sich etwa 1000 Marinesoldaten.

Deutsch-amerikanische ABC-Übung in Kuwait

Wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, befinden sich 40 Bundeswehrsoldaten auf dem Flughafen Termez in Usbekistan, um ihn für die Ankunft des Hauptkontingents der deutschen Schutztruppen für Afghanistan vorzubereiten. Diese Arbeiten würden in etwa zwei Wochen abgeschlossen sein. 340 Soldaten befinden sich bereits vor Ort. Ferner wird die deutsch-amerikanische ABC-Übung in Kuwait vorbereitet, die im Laufe des Februar unter Beteiligung von 250 deutschen Soldaten stattfinden soll. Das Gerät, unter anderem Spürpanzer des Typs "Fuchs", seien bereits auf dem etwa dreiwöchigen Seeweg.

Unterdessen berichtete die Tageszeitung "Die Welt" am Freitag, dass trotz der ablehnenden Haltung der Bundesregierung das Thema einer deutschen Führungsrolle in Afghanistan noch nicht vom Tisch sei. In diesem Fall würde mit Kosten von 900 Millionen Euro (1,75 Milliarden DM) gerechnet, schrieb die Zeitung unter Berufung auf eine "streng geheim Untersuchung".

dpa - Archivfoto: dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 1. Februar 2002 14:53 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum