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Weltwirtschaftsforum in New York:

Schröder fordert größere globale Gerechtigkeit

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Bis Montag wollen sich die Teilnehmer der Tagung im Waldorf-Astoria unter anderem mit den Ursachen des Terrorismus befassen, wobei sie gegensätzliche Standpunkte über mögliche Zusammenhänge zwischen Sicherheit und Armut vertreten.

New York - Auf dem Weltwirtschaftsforum in New York hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) stärkere internationale Anstrengungen für eine größere weltweite Gerechtigkeit gefordert. Nur in Verbindung damit werde der Kampf gegen den Terrorismus Erfolg haben, sagte Schröder am Freitag.

Weltweite Sicherheit sei nur in einem Zusammenspiel "von materieller, sozialer, ökologischer und Rechtssicherheit" zu erreichen. Schröder sagte, nach den Terroranschlägen vom 11. September müssten "neue Antworten auf die Bedrohung von Stabilität und Sicherheit" gegeben werden. "Innere" und "äußere" Sicherheit seien nirgends mehr voneinander zu trennen, weshalb eine stärkere internationale Partnerschaft erforderlich sei, "ob in der Wirtschafts- oder Sicherheitspolitik, ob bei der Bekämpfung von Armut oder beim Klimaschutz".

"Agenda für globale Sicherheit"

In diesem Zusammenhang schlug der Kanzler eine "Agenda für globale Sicherheit und globale Gerechtigkeit" vor. Dafür seien ein "echter Freihandel ohne nationale Egoismen" sowie soziale, ökonomische und ökologische Fortschritte notwendig. Schröder sprach sich für eine weitere Stärkung der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds, der Welthandelsorganisation und der Vereinten Nationen aus.

Der Bundeskanzler warnte davor, die Globalisierung mit der Entstehung von Terrorismus in Verbindung zu bringen. Jene Verunsicherung über eigene Perspektiven, die "den Boden für Terrorismus" bildet, entstehe gerade in den Regionen der Welt, die nicht an der Globalisierung teilhätten.

Massive Sicherheitsvorkehrungen

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Bis zu 6000 New Yorker Polizisten wurden zum Schutz der rund 2700 Teilnehmer abgestellt.

Das Weltwirtschaftsforum war am Donnerstag unter massiven Sicherheitsvorkehrungen eröffnet worden. Bis zu 6000 New Yorker Polizisten wurden zum Schutz der rund 2700 Teilnehmer abgestellt. Zu Protesten wurden tausende Globalisierungsgegner erwartet. Die größte offizielle Kundgebung war für Samstag im Central Park geplant. Dem Treffen eilte die Furcht vor Gewalttätigkeiten wie beim G-8-Gipfel in Genua im Juli voraus.

Bis Montag wollen sich die Teilnehmer der Tagung unter anderem mit den Ursachen des Terrorismus befassen, wobei sie gegensätzliche Standpunkte über mögliche Zusammenhänge zwischen Sicherheit und Armut vertreten. Die Veranstaltung war nach den Anschlägen des 11. September als Zeichen der Solidarität erstmals nach New York verlegt worden. Das Treffen von führenden Vertretern der internationalen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien findet sonst im Schweizer Skiort Davos statt.

Gegenveranstaltung in Brasilien

Link:

  • Davos-Forum
  • Globalisierungsgegner

  • Mit einer Friedenskundgebung mit 40.000 Teilnehmern begann im brasilianischen Porto Alegre die Gegenveranstaltung zur New Yorker Konferenz, das zweite Weltsozialforum. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Argentinier, die wie bei zahlreichen Protesten in ihrer Heimat mit scheppernden Kochtöpfen durch die Straßen zogen. "In der Welt, die wir wollen, gibt es keinen Platz für die Neoliberalen, die Argentinien in den Bankrott getrieben haben", rief der Bürgermeister von Porto Alegre, Tarso Geenro. Die zweistündige Kundgebung verlief vollkommen friedlich.

    Insgesamt wurden zum Weltsozialforum bis zu 60.000 Menschen erwartet, neben Vertretern von Regierungen, der Vereinten Nationen, Gewerkschaften und Kirchen Vertreter von Minderheiten sowie Mitglieder der Umweltschutz- und Landlosenbewegungen. Unter dem Motto "Eine andere Welt ist möglich" werden vier Tage lang rund 700 Workshops, hundert Seminare und 28 Konferenzen abgehalten.

    AFP - Foto: dpa


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    Zuletzt geändert am 1. Februar 2002 15:45 von aj

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