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Finale am Sonntag gegen Schweden - Nach 28:23 gegen Dänemark:

Handballer greifen erstmals nach EM-Titel

Stockholm - Deutschlands Handballer greifen zum ersten Mal nach dem Europameistertitel. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand feierte mit einem 28:23 (13:12)-Erfolg im EM-Halbfinale gegen Dänemark den bislang größten Erfolg einer DHB-Auswahl seit dem WM-Titelgewinn 1978 und trifft am Sonntag auf Titelverteidiger und Gastgeber Schweden (18.00 Uhr/live im DSF).

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Vor 14.000 Zuschauern in der ausverkauften Stockholmer Globen-Arena besiegelten die beiden Lemgoer Volker Zerbe (7 Tore) und Markus Baur (7/4) mit ihren Treffern neben dem Final-Einzug auch die direkte Qualifikation für die WM 2003 in Portugal. Für den WM-Achten geht es am Sonntag im Duell gegen die mit neun Bundesliga-Legionären antretenden Schweden, die im ersten Semifinale Island klar mit 33:22 (14:12) besiegten, neben dem Titel auch um die Siegprämie von 40.000 Euro.

"Das war das I-Tüpfelchen auf unsere bisherige Leistung. Wir sind alle über uns hinausgewachsen. In so einer Mannschaft fühlt man sich einfach wohl", meinte Zerbe und gab die Losung für Sonntag aus: "Jetzt wollen wir auch den Titel." Auch sein Teamkollege Christian Schwarzer, der im Getümmel am Kreis einen Zahn einbüßte, freut sich auf das Finale. "Ich war noch nie in einem Endspiel. Jetzt wollen wir uns gut verkaufen", sagte Schwarzer.

Deckung zeigte Schwächen

Erstmals bei dieser 5. Europameisterschaft zeigte die deutsche Mannschaft im Angriff von Beginn an eine konzentrierte Vorstellung und steigerte gegenüber den bisherigen Spielen die Chancenauswertung entscheidend. Folgerichtig wurde eine schnelle 4: 1 (6.)-Führung erspielt. Als goldrichtig erwies sich die Maßnahme, statt Baur dessen Klubkollegen Daniel Stephan als Spielmacher anfangen zu lassen. Der Ex-Welthandballer zog geschickt die Fäden und glänzte als Anspieler und Vollstrecker. Dagegen zeigte die bis dato so sichere Deckung Schwächen. Nicht zuletzt weil der Kieler Jubilar Henning Fritz in seinem 100. Länderspiel nicht seinen besten Tag erwischt hatte und bereits nach 17 Minuten gegen den sicheren Christian Ramota (Lemgo) ausgewechselt wurde.

Die mit vier Flensburger Bundesliga-Profis angetretenen Dänen, die Schweden am Donnerstag die erste Turnierniederlage beschert hatten (26:27), hielten die Partie lange offen, doch nach dem 17:17 (41.) zog Deutschland auf 22:17 (47.) davon. Die Warnungen vor dem Halbfinale (Zerbe: "Wir haben noch nichts erreicht") hatten gefruchtet. Nach drei bitteren Viertelfinal-"Sekundentoden" in den letzten vier Jahren (Brand: "Das tut noch immer weh") will Deutschland die Chance auf den ersten Titel nach dem Olympiasieg der DDR 1980 beim Schopf packen.

"Enormer Siegeswille" soll Garant für den großen Wurf sein

"Es war immer ein Traum von mir, gegen Gastgeber Schweden im Finale zu stehen. Und dann zu gewinnen", erklärte Brand, der die Nationalmannschaft seit 1997 betreut und bislang als größten Erfolg vor vier Jahren den Gewinn der Bronzemedaille bei der EM in Südtirol verbuchte. Vor allen Dingen der "enorme Siegeswille und eine stabile Abwehr" sollen laut Bundestrainer Garanten für den großen Wurf sein. Bislang gewann Deutschland 32 von 80 Begegnungen gegen Schweden (39 Niederlagen).

Auch DHB-Präsident Ulrich Strombach äußerte sich optimistisch: "Ich habe schon vor der EM gesagt, dass wir noch nie so eine gute Mannschaft hatten und sogar Gold gewinnen können, wenn wir nur fest daran glauben." Selbst die Bundesliga könnte angesichts der ab Mitte des Jahres geplanten Gesamt-Vermarktung von DHB-Auswahl und Liga vom EM-Erfolg profitieren.

"Medaille könnte Handball einen großen Schub geben"

"Die Medaille könnte dem deutschen Handball einen großen Schub geben", meint Uwe Schwenker, Manager von Ex-Meister THW Kiel. Der frühere Nationalspieler hatte auch aus anderem Grund zur Freude. Für den Sieg der Schweden im ersten Halbfinale hatten seine Kieler Profis Johann Petterson, Stefan Lövgren (beide 6) und Magnus Wislander (5) den Grundstein gelegt. "Wir haben mit dem Erreichen des Finales unser Ziel erreicht. Jetzt können wir frei aufspielen", sagte Pettersson.

sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 2. Februar 2002 20:31 von aj

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