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Sonnenbaden, Eisschlecken, Joggen:

Deutsche erwachen aus dem Winterschlaf

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Bei frühlingshaften Temteraturen um 20 Grad und bester Fernsicht genießen diese Münchner am Starnberger See den warmen Februartag.

Die Deutschen erwachen aus dem Winterschlaf: Nach Wochen eisiger Temperaturen und grauer, nasskalter Tage haben Sonnenschein und Frühlingstemperaturen die Menschen am Wochenende ins Freie gelockt. Am wärmsten war es nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia am Samstag in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo die Temperaturen mancherorts über die 20-Grad-Marke kletterten.

Doch wer das Frühlingsintermezzo nicht für einen Ausflug nutzte, muss sich erst einmal gedulden. Für die kommende Woche sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) sinkende Temperaturen und Regenfälle voraus. Am Wochenende bestimmte jedoch fast überall die Sonne die Freizeitplanung: Tausende Radfahrer starteten zur ersten Tour des Jahres, Spaziergänger gönnten sich ein Eis in den vorzeitig eröffneten Straßencafés, Jogger wagten sich in kurzen Hosen auf ihre Runden.

An der Hamburger Außenalster lautete das Motto wieder "sehen und gesehen werden". "Hier ist ein Gedränge wie im Sommer", meinte eine junge Hamburgerin, die sich im Szene-Café "Cliff" in der Sonne aalte. Sportliche Naturen packten ihre Kanupaddel aus, Cabriofahrer drehten mit offenen Verdecken ihre Runden.

"Alles was Beine hat, geht am Strand spazieren"

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Ein außergewöhnlicher Wintertag im Biergarten.

Regen Betrieb meldete auch die Nordseeinsel Sylt: "Familien, Kinder, Hunde - alles was Beine hat, geht am Strand spazieren", sagte eine Tourismus-Sprecherin. Auch am Ostseestrand von Warnemünde herrschte nach Angaben eines Sprechers "ein Gewimmel fast wie im Sommer". Ähnlich ging es auch auf den Spazierwegen an Rhein und Main zu. Im Biergarten "Wäldches" in Ginnheim waren zur Mittagszeit fast alle 240 Sitzplätze belegt - Äppler, Bier und Radler waren angesagt.

Mountainbikes lösen Ski ab

Der Geruch von gegrillten Würstchen zog durch zahlreiche Parks in Baden-Württemberg. Besonders im Schwarzwald und im Remstal nutzten Wanderfreunde die Gunst der Stunde. Auf der Schwäbischen Alb wurden Schlitten und Ski von Mountainbikes abgelöst. Dazu stachen viele Biergarten-Wirte das erste Fassbier des Jahres an.

Viele Potsdamer ließen sich vom Sonnenschein am Samstag zu einem ausgedehnten Einkaufsbummel inspirieren. Die Innenstadt war so voll wie zuletzt zur Bundesgartenschau im vergangenen Sommer. In der Hauptstadt lockte der laut DWD wärmste Februarbeginn seit mehr als 100 Jahren Berliner und Touristen in Scharen auf die Prachtboulevards Unter den Linden und Kurfürstendamm sowie zum Brandenburger Tor.

Offenherzig in den Isar-Auen

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Erholung pur: In Berchtesgaden in Liegestühlen vor der Kulisse des Hohen Gölls und des Hohen Bretts (r) die warmen Sonnenstrahlen genießen.

Nach teils frostigen Nachttemperaturen zeigten sich die Münchner am Sonntag recht offenherzig. In den Isarauen ließen Wagemutige ihre Hüllen fallen, um die Sonnenstrahlen mit ganzem Körper zu genießen.    Doch nicht nur die Menschen reckten und streckten sich in der Sonne. Auch den Tieren gehe es hervorragend, sagte ein Kölner Zoo- Sprecher. "Alles, was laufen kann, tummelt sich in den Freigehegen." Allerdings spielen bei manchen die Hormone frühzeitig verrückt. Im Wuppertaler Zoo seien die Entenvögel bereits in Brutlaune, was wegen noch zu erwartender Nachtfröste nicht ganz ungefährlich sei, hieß es.

Wärmerekorde vielerorts überboten

Entscheidend für diesen "Frühling im Winter" sind nach Angaben der Meteorologen das Hoch "Carlos" sowie ein Orkantief über dem Atlantik, das sehr warme Luft aus Nordafrika nach Deutschland schaufelte. "Die Sonne trägt in dieser Jahreszeit kaum etwas zur Erwärmung bei", sagte DWD-Meteorologe Günther Hamm. Dennoch wurden die Wärmerekorde für das erste Februardrittel vielerorts bereits überboten. Etwa die Hälfte der über 120 Messstationen des DWD hätten jetzt schon höhere Temperaturen registriert, als im Vergleichszeitraum 1. bis 10. Februar der vergangenen 50 Jahre.

Neue Woche bringt typisches Februar-Grau

Der Wochenbeginn bringt dann wieder typisches Februar-Grau. Schon in der Nacht zum Montag ziehen Wolken heran. Die Temperaturen steigen am Tag nur auf 8 Grad an der Nordsee und bis zu 14 Grad am Rhein. Dabei kommt es in der Nordhälfte zu einzelnen, an den Küsten auch kräftigen Schauern. Am Dienstag bleibt es überwiegend trocken bei unveränderten Höchsttemperaturen zwischen 9 und 14 Grad. Wechselhaftes Schauerwetter bei 7 bis 13 Grad bestimmt den Mittwoch. Am Donnerstag wird es mit 5 bis 10 Grad noch etwas kühler.

dpa - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 3. Februar 2002 15:05 von aj

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