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"Jeder ist ein Star!" - Satire über das Show-Geschäft

Scharfer Blick hinter die Kulissen

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"And I Am A Material Girl" schmettert in schrillen, schiefen Tönen eine pummelige Siebzehnjährige (Eva van der Gucht), die sich für einen Karaoke-Wettbewerb in ein hautenges Bustier gezwängt hat. Doch das Madonna-Double findet weder beim Publikum noch bei den Juroren großen Anklang. Nur die Eltern applaudieren ihrer Tochter stolz.

In der satirischen Komödie "Jeder ist ein Star!" schildert der belgische Regisseur Dominique Deruddere ("Crazy Love") die verzweifelten Anstrengungen eines Vaters (Josse de Pauw), seine heranwachsende Tochter um jeden Preis berühmt zu machen. Die tragikomische Kino-Geschichte brachte ihm eine "Oscar"-Nominierung für den besten ausländischen Film ein.

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Um die passende Besetzung für die weibliche Hauptrolle zu finden, lud der Autor, Regisseur und Produzent hunderte von Mädchen zu Probeaufnahmen ein. Seine Wahl fiel schließlich auf die holländische Studentin Eva van der Gucht, die in "Jeder ist ein Star!" ihr Leinwand-Debüt gibt. Für den Schauspieler Josse de Pauw ist der Film bereits die vierte Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Seit seiner Hauptrolle in Derudderes erstem Spielfilm "Crazy Love", für den er 1987 den Preis als bester belgischer Darsteller erhielt, gehört er zu den gefragtesten Akteuren in den Benelux-Staaten.

Glück und Geld - mit Gewalt

Geblendet vom schönen Schein des Show-Business versucht der einfache Fabrikarbeiter, seinen Traum von Glück und Geld zu erzwingen. Doch weder die Gesangs-Wettbewerbe noch seine selbst komponierten Songs bringen der Tochter den erhofften Erfolg. Als der frustrierte Familienvater auch noch den Job verliert, liegen seine Nerven blank.

Kurzentschlossen kidnappt er eine bekannte Sängerin (Thekla Reuten) und verlangt statt eines Lösegeldes von ihrem Manager (Viktor Löw), seine Tochter zum Star zu machen. Dieser willigt ein, zumal der Medien-Wirbel um das mysteriöse Verschwinden des Schlager- Sternchens die Plattenverkäufe rasant in die Höhe steigen lässt.

Voll Naivität und skurrilem Charme

Derudderes Streifen gewährt einen Blick hinter die Kulissen des glamourösen Show-Geschäfts, das er mit gängigen Klischees vom schmierigen Musik-Manager bis hin zu kitschigen Schnulzen-Sängern gnadenlos karikiert. Seinen skurrilen Charme bezieht das moderne Märchen vor allem aus der Naivität, mit der die Protagonisten versuchen, ihre Träume zu verwirklichen.

Birgit Heidsiek, dpa


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Zuletzt geändert am 4. Februar 2002 11:47 von to

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