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20:17 gegen die St. Louis Rams - Außenseiter gewann Super Bowl

Husarenstreich der Patriots

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Quarterback der Patriots Tom Brady

New Orleans - Nach ihrem Husarenstreich gegen die St. Louis Rams im Super Bowl sind die New England Patriots bei den Fans in aller Munde.

Der Außenseiter düpierte in New Orleans den haushohen Favoriten mit 20:17, gewann zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte die Vince Lombardi Trophy, den Pokal für das beste Team der Liga, und sorgte damit für eine der größten Sensationen in der Geschichte der National Football League (NFL).

72000 Zuschauer im Superdome von New Orleans, geschätzte 130 Millionen an den Fernsehern in den USA und rund 1 Milliarde weltweit erlebten dieses dramatische Spektakel live. Das beste Team der Vorrunde, die St. Louis Rams, lag Anfang des 4. Viertels noch mit 3:17 in Rückstand. Die Abwehr hielt zwar den Attacken der Patriots stand, doch die sonst so zuverlässige Angriffsmaschine kam überhaupt nicht ins Spiel. Quarterback Kurt Warner machte dann auch aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Wir schadeten uns selbst mit den Ballverlusten. Jedes Mal wenn wir einen Fehler machten, nutzten sie ihn aus."

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Jeder will sie halten: New England Patriots und ihre Vince Lombardi Trophäe

Spannend bis zur letzten Sekunde

Im 1. Viertel warf Warner den Ball einem Gegner in die Hände, und der konnte unbehindert zu einem Touchdown in die Endzone laufen. Später näherte sich Wide Receiver Ricky Proehl nach einem gefangenen Warner-Pass der gegnerischen Endzone, doch nach einem Check verlor er das Lederei. Ein weiterer Fehler des Rams- Quarterbacks führte Anfang der zweiten Hälfte zu einem Fieldgoal durch Adam Vinatieri.

Erst im Schlussabschnitt drehte die Mannschaft des einzigen Deutschen in der NFL auf: Tom Nütten ermöglichte den ersten Touchdown für sein Team, als Kurt Warner den Ball höchstpersönlich in die Endzone trug. 90 Sekunden vor dem Ende fing Unglücksrabe Ricky Proehl einen Warner-Touchdown-Pass zum Ausgleich.

Super Schock Bowl

Die Patriots nützten die verbliebenen Sekunden eiskalt aus. Der erst 24-jährige Spielmacher Tom Brady überbrückte mehr als die Hälfte des Spielfelds und ermöglichte damit seinem Kicker Vinatieri die Chance zum Siegtreffer. Sieben Sekunden waren noch zu spielen, als der Ball zu Vinatieri geworfen wurde. Und der traf mit seinem rechten Fuß aus 48 Yards zielsicher zwischen die Stangen. Der Super Bowl XXXVI war längst der Super Schock Bowl.

Für Quarterback Brady ist ein Traum wahr geworden

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Mariah Carey

Im Mittelpunkt: Tom Brady, der jüngste Quarterback, der das Endspiel der NFL gewinnen konnte. Folgerichtig wurde er nach der Partie mitten im gigantischen Konfettiregen im Superdome zum MVP gekürt, also zum wertvollsten Spieler der Super Bowls. Der Jungstar konnte die Tragweite der Geschehnisse zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht begreifen: "Das ist unglaublich, unfassbar. Wir haben die Welt geschockt. Ein Traum ist wahr geworden. Wir bringen die Trophäe heim nach Boston."

Stars, Patriotismus und Speziallichteffekte

Das Spiel samt Rahmenprogramm stand ganz im Zeichen der amerikanischen Einheit im Kampf gegen den Terror. Vor dem Kickoff trat unter anderem Paul McCartney auf, dazu sang Mariah Carey die Nationalhymne. Die Künstlerin versicherte, dass sie zum ersten Mal öffentlich den "Star Spangled Banner" zum Besten gegeben habe und dies nun nie wieder tun werde. In der Halbzeit spielte die irische Supergruppe U2. Während des Auftritts wurden auf einer Leinwand hinter der Bühne alle Namen der Opfer des 11. September aufgelistet. Mit Konzertende fiel die Leinwand in sich zusammen. Die Zuschauer jubelten frenetisch, schließlich sorgten Speziallichteffekte dafür, dass dieses Ende exakt so aussah wie der Einsturz der beiden Türme des World Trade Centers vor rund fünf Monaten.

Generalprobe für Salt Lake City

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Sicherheit über alles: US-Soldaten kontrollieren die Gegend

Der Super Bowl XXXVI galt als Generalprobe für die Sicherheitsmaßnahmen während der Olympischen Winterspiele, die am Freitag in Salt Lake City eröffnet werden. Zum ersten Mal in der Geschichte der USA wurde ein Sportereignis zum besonderen Nationalen Sicherheitsevent erhoben. Der Geheimdienst koordinierte die Überwachung; das Gebiet rund um den Superdome am Rande der Innenstadt von New Orleans glich teilweise einem militärischen Sperrgebiet. Die Mega-Party ging ohne größere Zwischenfälle über die Bühne, der gefürchtete Terroranschlag fand nicht statt. Die Verantwortlichen hoffen nun, das dies ein guten Omen für die Olympischen Spiele ist.

Von Wolfgang Büttner, dpa


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Zuletzt geändert am 4. Februar 2002 08:31 von tea

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